EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Ferdinand Baptista von Schill

* 06.01.1776 in Wilmsdorf bei Dresden
† 31.05.1809 in Stralsund

Ferdinand von Schill (1776-1809) war ein preußischer Offizier und Freikorpsführer. Im Jahre 1806 kämpfte er bei Kolberg und auf der Insel Rügen. Im Jahre 1809 zog er bei Ausbruch des Kriegs zwischen Österreich und Frankreich mit einem Freikorps nach
Ferdinand von Schill (1776-1809)

Ferdinand Baptist von Schill wurde am 06.01.1776 auf dem väterlichen Gut in Wilmsdorf bei Dresden geboren. Während des Siebenjährigen Krieges 1756-1763 führte sein Vater Johann George (1736-1822) ein Freikorps gegen Friedrich II. an. Im Jahre 1779 trat der Vater als Obristlieutenant in preußische Dienste. Seine Mutter war Margarethe von Traglau. Schill war das 6 Kind des Paares.

Er besuchte in Breslau die Schule und trat bereits im Alter von 14 Jahren - im August des Jahres 1790 - in die preußische Armee ein. Zunächst diente er bei den braunen Husaren, ehe er kurz darauf zu den Ansbach-Bayreuther Dragonern unter den Grafen von Kalckreuth in Pasewalk eintrat. Weitere Garnisonen im Frieden waren Naugard und Gartz. Schill lag der Friedensdienst mit seinem stetigen Exerzieren nicht. Dies hatte zur Folge, dass seine Beurteilungen stets schlecht ausfielen und entsprechende Beförderungen ausblieben.

Eine Beförderung vom Fähnrich zum Sekondeleutnant erfolgte erst im Jahre 1793, obwohl sein Regiment bereits am 20.09.1792 an der Kanonade von Valny teilgenommen hatte. Seine nächste Beförderung sollte noch weitere 13 Jahre auf sich warten lassen.

Nach dem Friedensschluss von Basel kehrte sein Regiment ab April 1795 nach Schlesien zurück, wo es erneut in der Garnison Pasewalk Quartier bezog. Nach dem Tode des Markgrafen von Ansbach Bayreuth wurde am 05.03.1806 die preußische Königin Luise Inhaberin und das Regiment führte von nun an den Namen »Dragonerregiment Königin«.

Als im Jahre 1806 der Krieg zwischen Preußen und Frankreich ausbrach, nahm Sekondeleutnant von Schill an der Schlacht bei Auerstedt teil und wurde verwundet. Er wurde durch einen Säbelhieb schwer am Kopf getroffen. Sein Pferd ging mit ihm durch und so entging er seiner drohenden Gefangennahme. Er flüchtete sich in die nahegelegene Festung Magdeburg.

Der Magdeburger Kommandant Franz Kasimir von Kleist beabsichtigte die Festung zu übergeben. Als Schill von dieser Absicht erfuhr, wollte der Hitzkopf den Kommandanten zum Duell fordern. Als ihm bei der Übergabe die Gefangenschaft drohte, floh er über Stettin nach Kolberg. Magdeburg kapitulierte am 18.11.1806 und ging mit 24.000 Mann Besatzung und 600 Geschützen sowie großen Vorräten kampflos an den französischen Marschall Michel Ney.

In Kolberg stellte sich der Sekondeleutnant von Schill dem Festungskommandanten von Lucadou zur Verfügung. Von diesem erhielt er die Genehmigung mit einer Handvoll Soldaten Streifzüge in die Umgebung der Festung zu unternehmen um die Gegend aufzuklären und Verteidigungsmittel in die Festung zu bringen. Schill jedoch suchte zusammen mit seinen Soldaten den Kampf mit französischen Besatzungstruppen in Pommern. So wurde er von König Friedrich Wilhelm III. für den gelungen Überfall auf Gülzow am 07.12.1806 mit dem »Pour le Merite« ausgezeichnet und noch im selben Monat zum Premierleutnant befördert.

Am 12.01.1807 gestattete König Friedrich Wilhelm III. ihm, aus eigenen Mitteln ein Freikorps aus versprengten oder ranzionierten Soldaten der preußischen Armee aufzustellen.

Innerhalb kürzester Zeit verfügte das Schillsche Freikorps über 12 Offiziere, 125 Unteroffiziere und 1.400 Mannschaften. Das Korps verfügte über eine eigene Batterie 4-Pfünder-Kavallerie-Geschütze. Adolph Freiherr von Lützow - der spätere Führer des nach im benannten Freikorps der Befreiungskriege - tat unter Schill Dienst als Schwadrons-Führer.

Die Bevölkerung von Kolberg unterstützte die Bemühungen des Offiziers nach Kräften. Das Korps unternahm nun kleinere und größere Aktionen gegen den Feind. Der versuchte Überfall auf Stargard am 15.02.1807 wurde mit Verlusten zurückgeschlagen, das Naugarder Amt wurde tapfer aber erfolglos verteidigt. Kleinere Aktionen verliefen jedoch erfolgreich. In den folgenden Gefechten an der Maikuhle zeichnete sich Schill - der bei dieser Gelegenheit auch schwer verletzt wurde - mehrmals aus.

Schon in den Kolberger Tagen wird deutlich, dass Ferdinand Baptista von Schill kein Führer größerer Truppenverbände war. Er überschätzte sich bereits in der Kolberger Zeit, Jahre später während seines Streifzugs in Norddeutschland sollte dieses auch sein Ende besiegeln.

Oberst Neidhardt von Gneisenau - der Nachfolger Lucadous als Kommandant der Festung Kolberg - brachte dies in einem Schreiben vom 15.07.1807 auf den Punkt:

Übrigens ist Schill äußerst brav, nur glaube ich nimmermehr, das er die Talente des Anführers eines großen Korps habe. Sein Ideengang ist springend, ohne irgend etwas zu ergründen. Bei der Lebhaftigkeit seines Charakters wirken andere auf ihn ein, benutzen ihn als Ihr Werkzeug [ ...] Er wird, unter einen General von Einsicht und Charakterstärke gestellt, als Parteigänger schöne Dinge verrichten und der Ruf seines Namens viele Kombattanten um ihn her versammeln.

Zuvor fiel Gneisenau schon die Disziplinlosigkeit innerhalb des Schillschen Freikorps auf, welche er in einem Schreiben auch an den König meldete. Schill wehrte sich gegen diese Kritik und verstärkte zugleich seine Truppen auf der Insel Rügen.

Nettelbeck, der als Vertreter des Kolberger Rats die Verteidigung der Stadt leitete, äußerte sich eher volkstümlich über Schill:

Ein Mann nach meinem Herzen, einfach und bescheiden; aber von echtem deutschen Schrot und Korn, und so brauchte es auch keiner langen Zeit, daß er mir ein volles Vertrauen abgewann.

Mit der Unterzeichnung des Tilsiter Friedensvertrags am 02.07.1807 endete der preußisch-französische Krieg schließlich. Noch vor Kriegsende, am 30.06.1807 wurde Ferdinand Baptista von Schill auf Rügen zum Major befördert. Am 14.07.1807 räumte dieser seine Stellungen auf der Ostseeinsel Rügen und zog sich auf preußisches Territorium zurück. Zunächst hielt sich Schill bei General Gebhard Lebrecht von Blücher (1742-1819) in Treptow auf.

Schill war inzwischen ein wahrer Volksheld geworden. Von Königin Luise erhielt er eine rote Brieftasche mit der Widmung

Für den braven Herrn von Schill. Königsberg, den 21. May 1808. Louise

überreicht. Den Kronprinzen Friedrich Wilhelm und seinem Bruder Wilhelm, dem späteren ersten deutschen Kaiser, gab er bei einer Audienz Unterricht in Taktik.

In der Kolberger Zeit trat Major von Schill auch dem »Tugendbund« bei. Der »Tugendbund« war eine patriotische Vereinigung die sich die Befreiung von der französischen Fremdherrschaft zum Ziel gesetzt hatte. Mitglieder des »Tugendbundes« waren u.a. Scharnhorst, Gneisenau und Kriegsrat von Ribbentrop.

Ferdinand von Schill entwarf - vermutlich mit Wissen des Königs - Pläne für einen Volksaufstand in Pommern und im von Napoléon neu geschaffenen Königreich Westphalen. Dieses wurde aus großen Teilen des linkselbischen Gebietes gebildet, das Preußen im Tilsiter Frieden von 1807 abtreten musste.

Am 10.12.1808 rückte Major von Schill an der Spitze der Truppen in der preußischen Hauptstadt Berlin ein, nachdem die französische Besatzung einige Tage zuvor endete.

Zu Beginn des Jahres 1809 spitzten sich die Ereignisse in Europa zu. Schill war vom zögernden Verhalten seines Monarchen enttäuscht. Scharnhorst gab ihm zu verstehen, »das Zeichen abzuwarten.« Friedrich Wilhelm III. wollte sich nicht ohne russische Unterstützung auf einen Kampf mit Napoléon einlassen. Am 25.02.1809 schlossen der Herzog von Braunschweig-Oels - ein unversöhnlicher Feind Napoléons - und Erzherzog Carl die »Konvention von Wien« um Westphalen zurückzuerobern. Am 09.04.1809 brachen die Feindseligkeiten zwischen Österreich und Frankreich aus.

Bemühungen des preußischen Generals Ernst von Rüchel, dessen Tochter Elise mit dem preußischen Husarenoffizier verlobt war, das Temperament und die Hitzköpfigkeit des Offiziers zu bändigen, blieben ohne Erfolg.

Friedrich Karl von Katte und Eugen von Hirschfeld überfielen in Absprache mit Schill und dem Berliner Stadtkommandanten Chasôt Magdeburg. Dieses Unternehmen scheiterte doch, da die Besatzung der Stadt im Vorfeld gewarnt wurde. Schill und Chasôt, von der westphälischen Regierung als Drahtzieher beschuldigt, erhielten den Befehl nach Königsberg zu reisen.

Am 28.04.1809 verließ Schill an der Spitze seines 2. Brandenburgischen Dragoner Regiments in der Nacht die Garnison von Berlin. Er begann eigenmächtig Krieg gegen das Königreich Westphalen und dessen König Jérôme zu führen. Während seiner ersten Ansprache an seine Offiziere und Soldaten hielt er das Geschenk der Königin Luise mit den Worten »Dieses Gnadenbeweises will ich mich würdig erweisen« in die Höhe.

Das Korps Schills zog über die Wittenberger Elbbrücke nach Dessau. Dort wurde seine erste Proklamation »An die Deutschen« gedruckt. Von Dessau aus zog er über Halle weiter nach Bernburg, wo ihn ein Schreiben des Berliner Stadtkommandanten L'Estocq zur Rückkehr nach Berlin aufforderte. Schill, der erkannte dass der Aufstand durch das Volk nicht getragen wurde, war nicht abgeneigt, diesem Befehl zu folgen. Durch das Zureden Lützows hielt Ferdinand Baptista von Schill an seinem ursprünglichen Ziele fest.

Sein Ziel war es nun, das seit 1807 französisch besetzte Stralsund in Schwedisch-Pommern einzunehmen. Doch bevor er Stralsund erreichte, traf er am 05.05.1809 bei Dodendorf auf einen französisch-westphälischen Verband. Den etwa 500 Schillschen Husaren standen mehr als doppelt so viele französisch-westphälische Infanteristen gegenüber. Der Kampf endete für Schill erfolgreich. Während der Gegner etwa 300 Gefallene verlor, beliefen sich die Verluste des Streifkorps auf nur 72 Mann. König Jérôme setzte ein Kopfgeld von 10.000 Franc auf Schill aus, der jedoch unbeirrt über Arneberg in Richtung Küste marschierte und die Grenzfestung Dömitz und die Hafenstadt Rostock einnahm. Als am 24.05.1809 die Schillsche Freischar auf ein - durch polnische Ulanen verstärktes - Mecklenburger Truppenkontingent trafen, konnte der preußische Freischarführer einen weiteren Erfolg verbuchen. Zahlreiche mecklenburgischen Soldaten liefen auf Schills Seite über und schlossen sich der Freischar an.

Am Folgetag marschierte Schill in Stralsund ein, wo 50 französische Artilleristen heftigen Widerstand leisteten. Nach der Kapitulation wurden die französischen Besatzer in den Hof des Zeughauses gebracht und eine Vielzahl niedergestreckt. Auch unter der französischen Zivilbevölkerung wüteten die Soldaten. Schill konnte den Chef der Zivilverwaltung gerade noch vor der Lynchjustiz retten, während dessen Sekretär erschlagen wurde. Mindestens 2 französische Zivilisten sind bei dieser Jagd ums Leben gekommen.

Gleichzeitig begann Schill, mit Unterstützung des ehemaligen schwedischen Offiziers Petersson die geschliffenen Festungsanlagen der Stadt notdürftig wiederherzustellen. Am 27.05.1809 wurde die Rügener Landwehr auf Befehl Schills nach Stralsund befohlen, zugleich wurde jedem der diesem Aufruf fern blieb, mit dem Tode gedroht.

Bei Wismar vereinigten sich die niederländischen Verbände unter Pierre Guillaume Gratien mit den dänischen Truppe des Generals Ewald. Die vereinigte Streitmacht der Franzosen marschierte auf Stralsund, wo sie am 31.05.1809 gegen 9 Uhr in der Frühe eintrafen. Auch Offiziere und Angehörige des Streifkorps zweifelten bei der gegnerischen Übermacht an den Erfolg der Operation. So entschlossen sich einige Offiziere, darunter Leo von Lützow, den Major zu verlassen. Am 30.05.1809 veröffentlichte er das folgende »Publicandum«:

Durch die mit den Waffen in der Hand erfolgte Besitznahme hiesiger Stadt und Festung, trete ich, vermöge des Waffenglücks, in die Rechte des Eroberers. Meine Absicht ist, bei meinen Unternehmungen ein widerrechtlich unterjochtes und der Krone gewaltsam entrissenes Land zurückzugeben, da ihr folgendes gebührt. So lange aber, bis dieses Land von mir in die Hände des rechtmäßigen Besitzers zurückgegeben ist, und so lange der Besitz desselben mit der Ausführung meiner ferneren Pläne vereinigt ist, muß ich mir dessen Besitz sichern. Wenn nun aber zur Verpflegung, Bekleidung und sonstigen Unterhaltung meiner Truppen die Annahme aller und jeder Staatskassen, als Domainen-Revenuen, Zoll- und Accise-Steuer-Gelder und dergleichen mehrere, erfordert wird, so werden von dem Tage der erfolgten Besitznahme an, sämtliche Kassen des Landes für mich verwaltet, und nur mir sind die Rendanten responsable. Die Uebertretung dieses Gebots, so wie der geringste dabei vorkommende Unterschleif wird mit Festungsstrafe geahndet. Eine von mir niedergesetzte Commission wird morgen nachmittag die Kassenbücher nachsehen und die Bestände annehmen.

Stralsund, den 30. Mai 1809.

Schill,
commandierender Officier der hiesigen Provinz.

Zu Beginn der Kampfhandlungen am Mittag standen den etwa 1.300 Kämpfern der Freischar von Schill etwa 5.000 Soldaten aus den Niederlanden und Dänemark gegenüber.

Gegen Mittag marschierten Dänen und Niederländer über das Knieper Tor in die Stadt ein. Es entbrannte ein Straßenkampf, der jedoch nach gut 1 Stunden vorüber war. Schill wurde in der Fährstraße (vor dem Haus Nr. 35) durch die Kugel eines holländischen Soldaten getötet. Noch heute erinnert ein Gedenkstein im Straßenpflaster an den Ort.

Man trug den ausgeplünderten und entkleideten Körper Schills auf Gewehren zum Rathaus. Dort ließ man ihn bis zur Identifizierung liegen. Danach brachte man den Leichnam in das Haus des Stadtchirurgen Schumacher, wo der holländische Oberstabsarzt Genoux - auf Befehl General Gratiens - das Haupt Schills vom Körper trennte. Der Kopf wurde in ein Gefäß mit Weingeist gesteckt und an König Jérôme geschickt. Der Leichnam Schills wurde auf Befehl des neuen französischen Stadtkommandanten Michelin auf dem Jürgens-Friedhof eiligst verscharrt.

»Er solle eingescharrt werden wie ein Hund.«

Erst im Jahre 1837 wurde der Kopf Schills in Braunschweig feierlich in einer Urne beigesetzt. Die letzte Ruhe fand der Kopf zu Füßen des Braunschweiger Schill-Denkmals in der Gruft bei den 14 in Braunschweig erschossenen Angehörigen seines Korps. Bis dahin befand er sich in einem Naturalienkabinett in Leiden.

In Preußen tagte am 10.08.1809 ein Militärgericht, das Friedrich Wilhelm III. im Mai 1809 eingesetzt hatte, über 53 ehemalige Offiziere des Freikorps, die sich nach Preußen abgesetzt hatten. Unter Blüchers Vorsitz wurden milde Urteile gefällt, was entweder in kurzer Kerkerhaft oder Freispruch endete.

Am 16.09.1809 wurden 11 Schillsche Offiziere nach einem Militärgerichtsverfahren, dessen Urteil Napoléon vorab anwies, zum Tode verurteilt. Weitere Angehörige, in der Regel waren es Mannschafts- und Unteroffiziersdienstgrade des Schillschen Freikorps wurden zu langjährigen Haft- und Galeerenstrafen verurteilt.

In der Bevölkerung blieb Schill auch nach seinem Tode nicht vergessen. Dichter der Freiheitskriege wie Theodor Körner oder Achim von Arnim widmeten dem Patrioten Schill zahlreiche Gedichte. So dichtete Ernst Moritz Arndt im Jahre 1812 in »Das Lied von Schill«:

O Stralsund, du trauriges Stralsund!
In dir geht das tapferste Herz zu Grund,
Eine Kugel durchbohret das treueste Herz,
Und Buben sie trieben mit Helden Scherz.

*

Sie schnitten den Kopf von Rumpf ihm ab
und warfen den Leib in ein schlechtes Grab,
Da schläft er nun bis an den jüngsten Tag,
Wo Gott ihn zu Freuden erwecken mag.

Anlässlich des 50. Jahrestages der Ereignisse am 30.05.1859 gedachten Überlebende ehemalige Angehörige des Freikorps von Schill sowie Stralsunder Bürger den Ereignissen. Drei Jahre später, am 30.05.1862 errichtete die Stadt Stralsund dem Krieger einen Grabstein. Sein alter Kampfgefährte und Adjutant Georg Bärsch schrieb zu diesem Anlassfolgende Zeilen

Zum 31. Mai 1862

Ein Denkmal Dir, der Freiheit ächtem Sohn!
Jetzt steht es da, ist´s lange auch geblieben!
Vermodert wärst Du und vergessen schon,
Hätt´st Du mit Herzblut Dich nicht eingeschrieben!

Anlässlich des 100. Todestages im Jahre 1909 wurde das aus Bronze gefertigte Schill-Denkmal in den Schill-Anlagen errichtet. Auch auf dem Schlachtfelde in Dodendorf wurde ein Gedenkstein an die Schlacht gesetzt.

Auch in der Deutschen Demokratischen Republik gedachte man des preußischen Rebellen. Zum einen wurde anlässlich des 200. Geburtstages Ferdinands von Schill im Jahre 1976 eine 5-Mark-Gedenkmütze in einer Auflage von 100.000 Stück geprägt. Das ehemalige Kampfhubschraubergeschwader 67 der Armeefliegerkräfte der DDR trug seit 1984 den Traditionsnamen »Ferdinand von Schill«. Auch in der Militärtradition der Bundeswehr wird der Name Schills fortgeführt. So trägt die Karserne in Torgelow den Namen »Friedrich von Schill Karserne« während die Standorte in Wesel und Lütjenburg nur Schill-Karsernen heißen.

Noch heute lebt die Person des rebellischen Freikorpsführers in der Tradition des deutschen Schützenwesens fort. So führen viele Schützengruppen und Vereine den Namen des Helden von Kolberg fort.

Letzte Änderung der Seite: 24. 09. 2017 - 12:09