Nicolas de Saussure

* 28.09.1709 in Genf
† 26.10.1791 in Genf

Am 28.09.1709 wurde dem Genfer Syndikus Théodore Saussure der Sohn Nicolas de Saussure geboren.

Nicolas de Saussure ließ sich nach einem juristischen Studium im Jahre 1732 in Genf als Anwalt nieder.

Im Jahre 1746 erfolgte seine Wahl in den Rat der Zweihundert, einer gesetzgebenden Versammlung und im Jahre 1760 erfolgte seine Berufung in den Rat der Sechzig. Im Jahre 1748 wurde er zum Adjunkt berufen und fünf Jahre später nahm er die Aufgaben eines Kastlans von Jussy wahr.

Ab 1755 veröffentlichte Nicolas de Saussure sieben agronomische Schriften, in denen er die Ergebnisse seiner landwirtschaftlichen Versuche, darstellte. Er besaß zwei Landgüter in Frontenex bei Cologny und in Conches in der Gemeinde Chêne-Bougeries. In diesen Abhandlungen beschäftigte er sich mit der Bodenbearbeitung oder auch verschiedenen Getreidesorten und den Weinanbau. Seine Schrift »Manière de provigner la vigne sans engrais« wurde zwischen 1773 und 1786 viermal neu aufgelegt, wobei die erste Fassung seinem Sohn zugeordnet wurde, was jedoch nicht stimmt.

Saussure gehörte mehreren wissenschaftlichen Gesellschaften an, wie zum Beispiel der in Bern ansässigen Ökonomischen Gesellschaft, der Genfer Societe des Arts und der Société royale d'argriculture d'Auch.

Er war seit dem Jahre 1765 mit Renée de la Rive verheiratet. Ihr Sohn Horace-Benedict de Saussure galt als Begründer der modernen Alpenforschung und ihr Enkel Nicolas-Théodor de Saussure machte sich als Chemiker einen bedeutenden Namen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

  • Manière de provigner la vigne sans engrais, 1773

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