Ferdinand Philipp Grimm

* 18.12.1788 in Hanau
† 06.01.1845 in Wolfenbüttel

Geboren wurde der jüngere Bruder von Jakob (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) am 18.12.1788 in Hanau. Er war der Sohn von Philipp Wilhelm Grimm (1735-1796) der am 23.03.1783 Dorothea Zimmer (1755-1808) geheiratet hatte.

Ab dem Jahre 1815 arbeitete der »unbekannte Bruder« der Gebrüder Grimm als Lektor im Verlag von Reimer. Seine berühmten Brüder Jacob und Wilhelm unterstützten den jüngeren Bruder finanziell.

Im Jahre 1834 wurde er aus dieser Position entlassen und lebte bis 1836 bei seinen älteren Geschwistern in Göttingen ehe er nach Wolfenbüttel übersiedelte. In jener Zeit half er seinen Brüdern bei ihrer Märchensammlung.

In Wolfenbüttel ließ er sich als Schriftsteller nieder und veröffentlichte eigene Sammlungen unter den Pseudonymen »Lothar«, »Philipp von Steinau« oder »Friedrich Grimm«. Bereits im Jahre 1820 erschien seine Sammlung »Volkssagen und Mährchen der Deutschen und Ausländer« in Leipzig und im Jahre 1838 veröffentlichte er unter den Pseudonym »Philipp von Steinau« »Volkssagen der Deutschen«.

Nach seinem Tod erschien unter dem Decknamen »Friedrich Grimm« die zweibändige Sammlung »Burg- und Bergmärchen«.

Ferdinand Philipp Grimm starb in seiner Wahlheimat Wolfenbüttel am 06.01.1845.

 

Werke:

  • Volkssagen und Mährchen der Deutschen und Ausländer, Leipzig 1820 [Pseud.: Lothar]
  • Volkssagen der Deutschen, Schieferdecker 1838 [Pseud: Steinhau, Philipp von]
  • Burg und Bergmärchen, 1846 [Pseud: Friedrich Grimm]

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