Karl Leopold von Belderbusch

* 08.10.1749 in Nontzen
† 26.01.1826 in Paris

Geboren wurde Karl Leopold von der Heyden genannt von Belderbusch im Jahre 1749 als Sohn von des Maximilain Wilhelm von der Heyden genannt Belderbusch (1717-1776) und Johanna Ambrosina Franzisca von Satzenhoven auf der in Familienbesitz Montzen in der Provinz Limburg.

Der spätere Bonner Maire und erste Landrat des Landkreises Bonn Anton Maria Karl von Belderbusch war sein um 9 Jahre jüngerer Bruder. Sein Onkel war der ehemalige kurkölnische Minister Caspar Anton Belderbusch (1722-1784).

Zunächst diente er dem Kölner Kurfürsten als Geheimer Rat, Hof- und Regierungsvizepräsident. Später war er auch mehrere Jahre als Gesandter der Kölner Kurfürsten in Paris tätig. Nachdem er durch die Ereignisse der französischen Revolution im Jahre 1790 aus Paris vertrieben wurde, lebte er einige Jahre als Privatmann auf seinen Gütern.

Nachdem unter Kaiser Napoléon I. Belgien und Frankreich vereinigt wurden, gehörte der Graf einer Abordnung der neuen Provinzen an. Er wurde zum Präfekten des Departements Oise berufen und am 05.02.1810 berief der Kaiser ihn in den Erhaltungssenat. Als Präfekt förderte der Graf die Jesuiten und erwarb sich durch den Ausbau einer Straße nach Calais entsprechende Verdienste um das Gemeinwohl. Als im Jahre 1814 der französische Senat sich für die Absetzung Napoléons aussprach gehörte auch Belderbusch zu jener Mehrheit.

Durch den bourbonischen König Louis XVIII. machte ihn zum Franzosen und so hielt sich der aus Limburg stammende Graf in Paris auf und verfasste einige politische Schriften. Zudem bewirtschaftete und verwaltete er seine Güter um Terworm.

Karl Leopold von Belderbusch starb am 26.01.1826 in seiner Wahlheimat Paris.

Werke:

  • Sur les affaires du temps, Köln 1795
  • Modification du status quo, Köln 1795
  • Lettres sur la paix, Paris 1797
  • La paix du continent, 1797
  • Le cri public, o.O., 1815

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