Ignác Martinovic
* 20. Juli 1755 in Pest
† 20. Mai 1795 in Buda
Ignác Martinovics (1755–1795) zählt zu den schillerndsten und widersprüchlichsten Gestalten der ungarischen Spätaufklärung. Der aus einer südslawischen Militärfamilie stammende Franziskaner-Ordensgeistliche war zugleich promovierter Theologe, angesehener Experimentalphysiker und Mitglied mehrerer europäischer Akademien. Unter Kaiser Leopold II. arbeitete er als Geheimpolizeispitzel; nach dessen Tod wandte er sich den revolutionären Ideen der Französischen Revolution zu und organisierte 1794 die sogenannte Ungarische Jakobinerverschwörung. Nach seiner Verhaftung verriet er sämtliche Mitverschwörer und wurde am 20..06.1795 auf dem Buda’er Blutfeld öffentlich enthauptet. Die Frage, ob Martinovics idealistischer Vordenker oder skrupelloser Abenteurer war, ist in der Forschung bis heute nicht abschließend beantwortet.
Herkunft und Familie
Ignaz Joseph Martinovics (ungarisch: Ignác József Domonkos Martinovics) wurde am 22.07.1755 in Pest geboren . Seine familiären Wurzeln sind bis heute nicht vollständig geklärt. Sein Vater, Mátyás Martinovics († 18.07.1762), war einer jener Adligen, die infolge des Großen Türkenkrieges das osmanische Serbien im Jahr 1690 unter der Führung des Patriarchen Arsenije III. Čarnojević im Zuge der Großen Serbischen Migration verlassen hatten und sich im südungarischen Délvidék niederließen. Die Kinder, darunter der erst sieben Jahre alte Ignác, wuchsen als Waisen auf und wurden von ihrer Mutter mit bescheidenen Mitteln großgezogen.1
Hinsichtlich der ethnischen Herkunft bestehen in der Forschung unterschiedliche Darstellungen: Martinovics selbst gab zu Lebzeiten an, sein Vater sei entweder ein serbischer Gastwirt oder ein albanischer Adeliger in Militärdiensten gewesen. Seine Großeltern konvertierten kurz vor der Geburt seines Vaters vom orthodoxen Christentum zum Katholizismus.2
Bildungsweg und Eintritt in den Franziskanerorden
Martinovics wurde von Franziskanern erzogen. Seine erste schulische Ausbildung erhielt er an einer Piaristenschule, bevor er sich entschied, in den Franziskanerorden einzutreten. Am 24.04.1773 legte er in Baja sein Ordensgelübde ab und erhielt den Ordensnamen Dominikus. Er absolvierte seine philosophischen Studien ebendort, die theologischen Studien an der Universität Buda in den Jahren 1775 bis 1779. Im Oktober 1778 wurde er zum Priester geweiht; 1779 wurde er Lehrer für Philosophie und Mathematik im Kloster Buda-Wasserstadt.3
Er promovierte 1779 zum Doktor der Theologie sowie der Philosophie – nach anderen Angaben auch der Mathematik. Schon früh zeigte sich sein besonderes Interesse an den Naturwissenschaften, das seinen weiteren Lebensweg entscheidend prägen sollte.4
Wissenschaftliche Laufbahn
Nach Abschluss seiner Studien verließ er den Orden und diente als Militärkaplan an verschiedenen Garnisonen im Habsburgerreich. In Galizien wurde er Sekretär des Grafen Ignacy Potocki (1750–1809) und bereiste mit ihm Westeuropa. In England und Frankreich lernte er die bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit kennen und wurde mit den fortschrittlichen Ideen der französischen Aufklärung vertraut.
Von 1783 an wirkte er als Lehrer der Naturwissenschaften an der Universität Lemberg. 1784 wurde er zudem zum Mitglied der Haarlemschen Akademie gewählt und erhielt dort einen Preis. Es folgten Mitgliedschaften in den Akademien von Hessen-Homburg, München, Stockholm und St. Petersburg.5
Seine naturwissenschaftlichen Arbeiten umfassten mehrere Disziplinen: An der Universität Lemberg veröffentlichte er seine Praelectiones physicae experimentalis (1787), in denen er noch der Phlogistontheorie anhing. Er widersetzte sich Lavoisiers Verbrennungstheorie und suchte sie durch Experimente mit Knallgold zu widerlegen. Er behauptete, dass beim Explodieren des Knallgoldes kein Sauerstoff beteiligt sei und die Atmosphäre dabei keine Rolle spiele. Ferner führte er Experimente zur Löslichkeit von Gasen in Wasser durch und stellte fest, dass die Löslichkeit mit sinkendem Druck und steigender Temperatur abnimmt. 1791 unternahm er Destillationsversuche mit galizischem Erdöl und bestimmte Brennbarkeit und spezifisches Gewicht verschiedener Fraktionen.6
Auf mathematischem Gebiet war er ebenfalls tätig: Sein Algebrawerk Theoria Generalis (Buda, 1780) spiegelt den Einfluss von Newtons Arithmetica universalis wider und führte damit die ungarische Mathematik des ausgehenden 18. Jahrhunderts an das europäische Niveau heran.7
Parallel zu seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten entwickelte Martinovics tiefgreifende philosophische Überzeugungen. Durch die französischen materialistischen Philosophen, allen voran Baron d’Holbach, gelangte er zum philosophischen Materialismus und zu einem konsequenten Atheismus – eine bemerkenswerte Entwicklung für einen Ordensgeistlichen.8
Geheimdiensttätigkeit unter Leopold II.
Nach dem Tod Kaiser Josephs II. im Februar 1790 kamen die aufgeklärten Reformen in Ungarn zum Erliegen, was zahlreiche reformorientierte frankophone Intellektuelle, die den neuen radikalen Ideen der französischen Philosophie und Aufklärung anhingen, zutiefst empörte. 1791 wurde Martinovics Ferenc Gotthardi vorgestellt, dem Chef der Geheimpolizei Kaiser Leopolds II.9
Martinovics war auch bereit, den antiaufklärerischen Kurs des neuen Kaisers Franz II. zu unterstützen. Er arbeitete dem Polizeiminister Johann Anton Pergen bis in den Herbst 1793 hinein mit – teilweise gefälschten – Spitzelberichten zu. Diese Doppelrolle – Aufklärer einerseits, kaiserlicher Informant andererseits – macht Martinovics zu einer der schillerndsten und widersprüchlichsten Figuren seiner Zeit.10
Die Jakobinerverschwörung 1794
Nach dem Ende seiner Zusammenarbeit mit den Behörden wandte sich Martinovics den revolutionären Kräften zu. Im Jahr 1794 manifestierte sich der revolutionäre Druck in Ungarn in zwei Strömungen: einer nationalistisch-aristokratischen Form unter den verarmten Adligen und Kleinadeligen sowie einer egalitären jakobinischen Form aus dem Bürgertum. Martinovics gründete daher zwei republikanische Geheimgesellschaften: eine für aristokratische Mitglieder (Compagnie des Réformateurs) und eine für Mitglieder bürgerlicher Herkunft (Liberté, Égalité, Fraternité). Beide Gesellschaften sollten voneinander keine Kenntnis haben; sobald die Reformergesellschaft ihre Arbeit getan hätte, sollte sie von der Gleichheitsgesellschaft aufgelöst werden.11
Für jede Gesellschaft verfasste Martinovics einen eigenen „Katechismus“. Während beide das Regiment von Königen und Priestern scharf verurteilten, konzentrierte sich der an die Reformer gerichtete Katechismus auf die Befreiung von den Habsburgern und versprach die Beibehaltung des Feudalsystems; der Katechismus für die Gleichheitsgesellschaft hingegen betonte die philosophischen Ideen von „Mensch“ und „Vernunft“ und versprach die Abschaffung der Leibeigenschaft sowie ein Ende der Adelsprivilegien.
Martinovics etablierte vier territoriale Direktionen für die Geheimgesellschaften, deren Direktoren János Laczkovics, József Hajnóczy, Ferenc Szentmarjay und Graf Jakab Sigray waren. Martinovics übersetzte die Programme beider Gruppen ins Lateinische und Französische, da er – oder zumindest behauptete er es gegenüber seinen Anhängern – auf Unterstützung der Pariser Jakobiner hoffte. Diese blieb aus.
Die Geheimbewegung arbeitete verdeckt, doch sie dauerte nur drei Monate. Im Juli 1794 erfuhr Graf Franz Anton von Saurau durch einen Informanten namens Jeline von der Wiener Verschwörung.12
Verhaftung, Verrat und Prozess
Am 23.07.1794 wurde Martinovics in Wien verhaftet. Der Anführer der ungarischen Jakobiner legte ein sehr ausführliches Geständnis ab und enthüllte die Namen aller Verschwörer sowie die Programme der Bewegung. Dabei übertrieb Martinovics die Bedeutung der Bewegung, die tatsächlich nie sehr bedeutend gewesen war. Die Aufdeckung der Verschwörung stärkte die konterrevolutionären Kräfte in der Habsburgermonarchie erheblich.13
In der historischen Forschung ist bis heute umstritten, ob Martinovics seine Mitverschwörer tatsächlich verraten wollte oder ob ihn andere Motive leiteten. Unklar ist auch, ob er die Ziele der Verschwörung tatsächlich durchsetzen oder ob er seine Anhänger später denunzieren wollte.
Unter den 52 Verhafteten wurden 18 zum Tode verurteilt (7 wurden tatsächlich hingerichtet, 11 begnadigt), darunter alle Anführer der Bewegung. Weitere 18 Verschwörer, darunter der Schriftsteller Ferenc Kazinczy, wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt.14
Hinrichtung
Martinovics wurde wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und am 20.05.1795 zusammen mit Graf Jakab Sigray, Ferenc Szentmarjay, József Hajnóczy und weiteren Mitverschwörern öffentlich enthauptet. Martinovics musste der Hinrichtung aller übrigen Verurteilten beiwohnen, bevor er selbst als Letzter hingerichtet wurde.
Die Hinrichtungsstätte heißt heute Vérmező (Blutfeld) und ist ein Park in der Nähe der Burg von Buda im ersten Bezirk der ungarischen Hauptstadt.
Die Opfer wurden heimlich begraben. Das Begräbnisfeld wurde erst 1914 gefunden. Seit 1960 ruhen sie in den Ehrengräbern des Kerepesi-Friedhofs in Budapest.15
Historische Einordnung und Nachwirkung
Die Bewertung von Martinovics’ Person und Wirken ist in der Geschichtswissenschaft gespalten.
Als Gründer der ungarischen Jakobinerklubs gilt er den einen als idealistischer Vorläufer großer Gedanken, den anderen als skrupelloser Abenteurer. Er war eine seltsame Figur in der ungarischen Geschichte: Mitglied des Franziskanerordens, geweihter Priester, Akademiker der Naturwissenschaften sowie zugleich Revolutionär, Geheimdienstagent, Agitator und Organisator. Während der Regentschaft Leopolds II. diente er dem Staat zur Förderung des Fortschritts; unter dessen Nachfolger Franz II. war er in geheime Aktivitäten zum Schutz eben jener Reformen verwickelt.
In der politischen Geschichte Ungarns kommt der Verschwörung von 1794/95 eine Schlüsselstellung zu. Historiker bezeichnen die öffentliche Hinrichtung der Teilnehmer an der Jakobinerverschwörung als entscheidenden Einschnitt, der eine Periode intensiver Reformbemühungen und öffentlicher Debatten abschloss, die mit dem Landtag von 1790 begonnen hatte. Das Ereignis markierte den Beginn einer langen Phase der Stagnation und des habsburgischen Absolutismus unter Franz II./I., die erst mit dem Reformzeitalter ab 1825/1830 überwunden wurde.16
Literarisch wurde Martinovics mehrfach rezipiert, u. a. durch Gyula Krúdy (A magyar jakobinusok, 1912) sowie durch Judit Eleks Fernsehfilm über den Prozess (1980).17
Seit 1960 erinnern Ehrengräber im Kerepesi-Friedhof Budapest an ihn und seine Mitstreiter.
Ausgewählte Werke
- Theoria Generalis (Buda, 1780) – Algebra und Mathematik; spiegelt den Einfluss von Newtons Arithmetica universalis wider
- Praelectiones physicae experimentalis (Lemberg, 1787) – Experimentalphysik; enthält u. a. Studien zur Löslichkeit von Gasen in Wasser sowie zur Verbrennungstheorie
- Oratio pro Leopoldo II – Politische Philosophie; legt den Gesellschaftsvertrag als alleinige Legitimitätsgrundlage staatlicher Macht dar
- Catéchisme de l’homme et du citoyen (Katechismus des Menschen und des Bürgers) – Revolutionäres Programm für die Gleichheitsgesellschaft; fordert Volkssouveränität und Abschaffung des Feudalsystems
- Mémoires philosophiques – Philosophischer Materialismus in der Tradition d’Holbachs
- Discussio oratoria – Angriff auf die Zensur im Habsburgerreich
- Harmonia naturalis (lateinisch-ungarische Textausgabe, hrsg. von Annamária Ujj, Scriptum, Szeged 1999)
Quellen und weiterführende Literatur
Primärquellen
- Benda Kálmán (Hrsg.): A magyar jakobinusok iratai, Bd. I–III, Budapest 1952–1957.
- Martinovics Ignác: Filózófiai írások, hrsg. von László Mátrai, Budapest 1956.
- Martinovics Ignác: Harmonia naturalis (lat.-ung. Textausgabe), hrsg. von Annamária Ujj, Scriptum, Szeged 1999.
Sekundärliteratur
- Fraknói Vilmos: Martinovics élete, Budapest: Athenaeum, 1921 (mit vollständigem Schriftenverzeichnis, 30 Nummern, S. 214–222).
- Barabás Tibor: Martinovics élete, Budapest: Athenaeum, 1945.
- Silagi, Denis: Jakobiner in der Habsburger-Monarchie. Ein Beitrag zur Geschichte des aufgeklärten Absolutismus in Österreich, Wien/München: Herold, 1962 (= Wiener historische Studien, Bd. 6).
- Reinalter, Helmut: Art. Martinovics, Ignaz Joseph. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 16, Berlin: Duncker & Humblot, 1990, S. 307–308.
- Silagi, Denis: Art. Martinovics, Ignaz Joseph. In: Bernath, Mathias / Nehring, Karl (Hrsg.): Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas, Bd. III, München: Oldenbourg, 1979, S. 110.
- Szőkefalvi-Nagy, Zoltán: Ignatius Martinovics: 18th-Century Chemist and Political Agitator. In: Journal of Chemical Education 41 (1964), S. 458.
- Benda Kálmán: A magyar jakobinus mozgalom története, Budapest 1957.
- Wurzbach, Constantin von: Art. Martinovics, Joseph Ignaz. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd. 17, Wien 1867, S. 50–55.
- Rosner, Robert W.: Chemie in Österreich: 1740–1914, Wien u. a. 2004, S. 31.
Hinweis zur Quellenlage: Biographische Angaben zu Martinovics variieren in der Literatur an einigen Punkten – so etwa das genaue Geburtsdatum (20. oder 22. Juli 1755), die ethnische Herkunft seines Vaters sowie seine Motive beim Verrat der Mitverschwörer. Diese Punkte sind in der Forschung nicht abschließend geklärt und werden unterschiedlich bewertet.
- Magyar életrajzi lexikon, Art. Martinovics Ignác (Arcanum, online); Zaol.hu: 266 éve született egy kétes hírű személy: Martinovics Ignác (20.07.2021). ↩
- Wikipedia (en): Ignác Martinovics; Wikidata/Wikipedia (de): Ignaz Joseph Martinovics. – Die Angaben zu ethnischer Herkunft und Konfessionswechsel der Großeltern differieren in den Quellen. ↩
- Magyar életrajzi lexikon, Art. Martinovics Ignác; Wikisource (de): Ignaz Joseph Martinovics. ↩
- Encyclopedia.com: Martinovics, Ignác, in: Complete Dictionary of Scientific Biography; Wikisource (de): Ignaz Joseph Martinovics. – Das Promotionsfach (Philosophie oder Mathematik) wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich angegeben. ↩
- Wikipedia (en): Ignác Martinovics; Encyclopedia.com: Martinovics, Ignác, in: Complete Dictionary of Scientific Biography. ↩
- Encyclopedia.com: Martinovics, Ignác (ebd.); Szőkefalvi-Nagy, Zoltán: Ignatius Martinovics: 18th-Century Chemist and Political Agitator, in: Journal of Chemical Education 41 (1964), S. 458. ↩
- Magyar életrajzi lexikon, Art. Martinovics Ignác; Szénássy, Barna: Martinovics I. matematikai munkassága, in: Matematikai Lapok (1956). ↩
- Encyclopedia.com: Martinovics, Ignác (ebd.); Magyar életrajzi lexikon (ebd.). ↩
- Wikipedia (en): Ignác Martinovics; figures-of-speech.com: The Jacobin Conspiracy (2016). ↩
- Wikipedia (de): Ignaz Martinovics (Wikidata/nina.az); figures-of-speech.com: The Jacobin Conspiracy (ebd.). – Ob die Entlassung durch die Behörden oder Martinovics’ eigenes Desinteresse die Zusammenarbeit beendete, ist quellenkritisch nicht eindeutig zu klären. ↩
- Wikipedia (en): Ignác Martinovics; fromhungarywithlove.wordpress.com: The Conspiracy of the Hungarian Jacobins (24.05.2019). ↩
- fromhungarywithlove.wordpress.com (ebd.); Magyar életrajzi lexikon, Art. Martinovics Ignác. ↩
- fromhungarywithlove.wordpress.com (ebd.); IFFR (International Film Festival Rotterdam): The Trial of Martinovics and the Hungarian Jacobins (2023). ↩
- fromhungarywithlove.wordpress.com (ebd.); Magyar életrajzi lexikon, Art. Martinovics Ignác. – Warum Martinovics alle Mitverschwörer preisgab und dabei die Bedeutung des Netzwerks stark übertrieb, ist in der Forschung bis heute nicht abschließend geklärt; vgl. auch Silagi, Denis: Jakobiner in der Habsburger-Monarchie, Wien/München 1962. ↩
- fromhungarywithlove.wordpress.com (ebd.); Magyar életrajzi lexikon (ebd.). – Das Begräbnisfeld der Hingerichteten wurde erst 1914 aufgefunden; seit 1960 Ehrengräber im Kerepesi-Friedhof Budapest. ↩
- Hörcher, Ferenc: Continuity or Disruption? in: Hungarian Historical Review (Acta historica Academiae Scientiarum Hungaricae, New Series) 5/1 (2016); Benda, Kálmán: A magyar jakobinus mozgalom története, Budapest 1957. ↩
- Elek, Judit: Vizsgálat Martinovics Ignác szászvári apát és társainak ügyében (Fernsehfilm, 1980); Krúdy, Gyula: A magyar jakobinusok (Roman, 1912). ↩