Giacomo Casanova

* 02.04.1725 in Venedig
† 04.06.1798 in Schloss Dux/Böhmen

Giacomo Casanova war der älteste Sohn des Schauspielerpaares Giovanna Maria Farussi (1708-1776) - genannt »La Bunrinella«« - und ihres Ehemannes Gaetano Guiseppe (1697-1733). Er wurde am 02.04.1725 in Venedig geboren. Gerüchten zufolge sollte jedoch der tatsächliche Vater der Theaterleiter Michele Grimani (1697-1755) gewesen sein, Spross einer angesehenen venezianischen Familie. In späteren Jahren griff Casanova diese Geschichte auch gerne auf. Die Maler Francesco (1727-1803) und Giovanni Battista Casanova (1728-1795) waren seine jüngeren Brüder.

Das Schauspielerehepaar erhielt als Angehörige der Theatergruppe des Michele Grimani eine Anstellung am New Theatre und Kings Theatre in London, wo sie ihren Sohn Giacomo nicht mitnahmen. In diesen Jahren kümmerte sich seine Großmutter Marzia Farussi (1669-1743) um seine Pflege und Erziehung. Im Jahre 1733 starb der Vater und im folgenden Jahr wurde der Knabe zu Dr. Antonio Maria Gozzi (1709-1783) gegeben.

Auf Wunsch der Mutter studierte er Jura. Die Mutter selbst, die gerade ein zweijähriges Gastspiel in St. Petersburg beendete, schrieb ihn im November 1737 selbst an der Universität ein. Neben Vorlesungen in kanonischen und zivilen Recht besuchte er auch Vorlesungen in Philosophie, Anatomie, Botanik, Astronomie und Mathematik. Im Alter von 17 Jahren erwarb der junge Casanova an der Universität zu Padua den Doktorgrad beider Rechte. Obwohl er sowohl eine weltliche Laufbahn als Jurist einschlagen konnte, trat er auf Wunsch seiner Großmutter in den geistlichen Stand. Nachdem er bereits die vier niederen Weihen erhalten hatte, fiel er während einer Predigt am 19.03.1741 betrunken von der Kanzel in der Kirche San Samuele.

Im folgenden Jahr reiste Giacomo Casanova über Korfu nach Konstantinopel. In Konstantinopel traf er mit dem französischen Diplomaten und Abenteurer Claude Alexandré de Bonneval (1675-1747) zusammen. Als er im Jahre 1743 nach Venedig zurückkehrte wurde er erstmals – wegen einer Erbstreitigkeit – verhaftet.

Nach seiner Entlassung aus der Haft reiste Casanova nach Arcona und Rom. Er lernte Papst Benedikt XIV. (1675-1758) kennen und führte mit diesem zahlreiche amüsante Unterhaltungen. Als Dank erhielt er vom Papst die Erlaubnis, verbotene Bücher aus den kirchlichen Archiven zu studieren. Der Papst bewilligte den Reisenden auch Erleichterungen bei den strengen kirchlichen Fastenregeln. Zu jener Zeit war es noch üblich, dass man neben den 40 Tagen vor Ostern auch mindestens zweimal die Woche – Mittwoch und Freitag – auf tierische Nahrung verzichtete. Doch auf Grund einer Liebesaffäre musste er die Ewige Stadt verlassen.

Zwischen 1743 und 1745 ist das Leben des Abenteurers nur sehr bruchstückhaft dokumentiert. So befand er sich in den Folgejahren auf vielen Reisen. Dokumentiert ist, dass er im Jahre 1750 in Lyon der dortigen Freimaurerloge beigetreten ist.

Im Frühjahr 1753 kehrte der Abenteurer nach Venedig zurück und wurde venezianischer Fähnrich. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich zum Beispiel auch als Orchestergeiger im Teatro San Samuele. Am gleichen Theater waren auch schon seine Eltern bei seiner Geburt angestellt gewesen. Er arbeitete für Carlo Goldoni (1707-1793). Er beteiligte sich auch am »1. Venezianischen Theaterstreit« mit eigenen poetischen Versen zu Gunsten Goldonis.

Im Jahre 1755 wurde der Abenteurer erneut verhaftet. Man warf ihm »Schmähungen gegen die heilige Religion« vor. Die Hintergründe scheinen jedoch selbst Giacomo Casanova nicht genau bekannt gewesen zu sein. Er stellte darüber verschiedene Spekulationen an und auch die Archive seiner Vaterstadt geben keine hinreichenden Quellen wieder. Es scheint bis heute nur sicher, dass die venezianische Staatsinquisition auf ihn etwa 1753/54 aufmerksam wurde. So verschwendete der Abenteurer das Geld seiner Gönner, wie des einflussreichen Senators Matteo Giovanni Bragadin (1689-1767) und auch sein ungenehmigter Umgang mit Ausländern. So warf man ihm auch seinen Beitritt zu den Freimaurern vor. Doch nach 15 Monaten Gefängnisaufenthalt gelang es ihm aus den Bleikammern, dem Gefängnis Venedigs, zu entfliehen. Bei der Flucht benutzte er das Epos »L'Orlando Furioso« aus der Feder von Ludovico Ariosto (1474-1533) als Orakel. Dieses Werk schilderte das Schicksal des französischen Markgrafen Hruotland – der als Neffe Karls des Großen ausgegeben wurde – während der Kriege Karls des Großen gegen die Sarazenen, die ihren Niederschlag im französischen Rolandslied fanden. Die Dichtung Ariostos hatte auch auf William Shakespeares und seinem Stück »Der Widerspenstigen Zähmung« oder auch auf das Epos »El Bernado« aus der Feder Bernado de Balbuena großen Einfluss. Letzteres Versepos gilt heute noch als Meisterwerk der hispanischen Barocklyrik. In den deutschen Sprachraum wirkte Ariosto jedoch nicht so weit.

Giacomo Casanova verfasste über seine Flucht aus den Bleikammern Veneziens ein Buch, das auch noch zu dessen Lebzeiten ins Deutsche übersetzt wurde.

In den folgenden Jahren bereiste der Abenteurer Europa. So hielt er sich in Holland, Deutschland, der Schweiz, England, Spanien und auch in Russland auf. Er war in den adeligen Salons ein gern gesehener und prominenter Gast. Im Jahre 1757 gehörte er in Frankreich zu den Gründern der Nationallotterie und im Jahre 1760 besuchte er in Genf den Philosophen Voltaire (1696-1778).

Im gleichen Jahre traf Casanova in Rom mit Papst Clemens XIII. (1693-1769) zusammen und im Dezember desselben Jahres verlieh der Papst den Weltenbummler Casanova den Orden »Ritter des goldenen Sporns«. Dadurch fühlte er sich legitimiert, den Titel eines Chavaliere zu führen.

Er nannte sich ab diesem Jahr auch erstmals Chevalier de Seingalt. Er sollte sich bis zu seinem Tode immer wieder dieses Namens bedienen. In der Ewigen Stadt traf er auch mit den Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) und den Maler Anton Raphael Mengs (1728-1779), bei dem er wohnte, zusammen.

Während eines Aufenthalts in England verliebte er sich unsterblich in eine Dame, konnte deren Herz jedoch nicht erobern. Dies trieb ihm fast in den Selbstmord.

Über Brüssel, Aachen, Wesel, Braunschweig und Wolfenbüttel erreichte Casanova im Sommer 1764 auch Schloss Sanssouci, wo er den preußischen König Friedrich II. (1712-1786) um eine Anstellung ersuchte. Die angebotene Stelle als Lehrer an der Schule für pommersche Landjunker lehnte Casanova ab und reiste weiter nach Russland. Er lebte im Jahre 1765 für neun Monate in Sankt Petersburg und traf auch zweimal mit der Zarin Katharina der Großen (1729-1796) zusammen. Seine Hoffnung in die Dienste der Zarin zu treten blieben jedoch auch unerfüllt. Er ging nach Polen um dort eine Anstellung am königlichen Hofe zu finden. Bei einem Duell mit dem Grafen Branicki (1689-1771) wurden beide schwer verletzt. Die Folge war, dass Casanova Polen verlassen musste und über Wien nach Paris reiste. Dort musste er, auf Geheiß des Monarchen Louis XV. jedoch das Land verlassen. Er flüchtete nun nach Spanien. In Madrid inhaftierte man ihn kurzzeitig wegen unerlaubten Waffenbesitzes im Jahre 1768 und während seines Aufenthalts in Madrid ließ er sich auf eine Affäre mit der Geliebten des Gouverneurs ein. Bei einem von dem Gouverneur inszenierten Überfall tötete er einen Angreifer und saß dafür einen Monat im Gefängnis.

Er reiste im Jahre 1769 von Spanien über Südfrankreich aus nach Norditalien und verfasste die achtbändige »Confutazione della Storia del Govemo veneto d'Amelot de la Hussaie«, die 1769 erstmals in Lyon erschien. Es handelte sich um eine Gegenschrift zur anti-venezianischen Geschichte des Abraham Nicolas Amelot de la Houssaye (1634-1706), der zwischen 1669 und 1671 Sekretär des französischen Gesandten in Venedig gewesen war. Mit diesem Werk beabsichtigte der Weltenbummler Casanova die Serenissima versöhnlich zu stimmen, wartete doch in seiner Vaterstadt noch eine Verurteilung auf ihn. Dies schien auch ab 1771 erfolgversprechend zu sein. Setzten sich doch hochrangige Fürsprecher für seine Begnadigung ein. Drei Jahre später wurde das Verbannungsurteil, das nach seiner Flucht 1756 gefällt wurde, aufgehoben und er erhielt eine Begnadigung und so konnte er am 14.09.1774 wieder seinen Fuß auf den Boden seiner Heimatstadt Venedig setzen. In den folgenden Jahren veröffentlichte er eine Übersetzung der »Illias« ins Italienische. Dieses Werk wurde jedoch schon zu seinen Lebzeiten wenig beachtet und geriet so in Vergessenheit. Der geplante vierte Band erschien nicht mehr.

Im Jahre 1779 wandte sich Casanova in einem Buch gegen den im Vorjahr verstorbenen französischen Philosophen Voltaire, den er ja in Genf persönlich kennengelernt hatte, und im Jahre 1781 stellte er ein Verzeichnis verbotener Bücher zusammen, in denen er diese Werke selbst kommentierte.

Seine Memoarien enden mit der Heimkehr nach Venedig. Damit er seinen Lebensunterhalt verdienen konnte nahm Casanova auch Spitzelarbeiten im Auftrage der venezianischen Staatsinquisition wahr. Andere Versuche, wie die Gründung einer Zeitschrift scheiterten ebenso wie sein Versuch als Theaterdirektor seinen Lebensunterhalt zu fristen.

Im Jahre 1782 veröffentlichte er das Pamphlet »Né Amori, né Domme« - zu Deutsch: »Weder die Liebe, noch die Frauen« - gegen die venezianischen Eliten. In diesem Werk griff der Weltenbummler insbesondere Giovanni Carlo Grimani (1730-1792) an und behauptete, dass dieser nicht Sohn des angesehenen Michele Grimani gewesen sein sondern er - Casanova - dessen legitimier Sohn. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten und Casanova wurde aus der norditalienischen Vaterstadt verbannt. Er ging im September 1782 nach Triest und passierte im Juni des folgenden Jahres nur noch auf der Durchreise mit dem Schiff. Bis zum Jahre 1784 reiste er durch halb Europa. Er ging von Paris über Dresden nach Berlin und Prag um schließlich in Wien zu landen. Dort wurde er Sekretär des Gesandten der Republik Venedig Sebastiano Foscarini (1714-1785). In dieser Zeit lernte er auch Joseph Karl Emanuel von Waldstein (1755-1814) kennen.

Waldstein lud den Philosophen und Weltenbummler nach Schloss Dux ein, wo er eine Anstellung als Bibliothekar antreten sollte. Casanova nahm das Angebot an und hielt sich bis zu seinem Lebensende in Dux auf. Das weitere Leben des Abenteurers war von nun an durch Eintönigkeit und Streit mit den anderen Schlossbewohnern geprägt. So beschrieb der Fürst de Ligné die Situation folgendermaßen:

Es gab keinen Tag, an dem er sich nicht über seinen Kaffee, seine Milch oder den Teller Makkaroni beschwerte, den er täglich verlangte. […] Der Graf hatte ihm nicht als erster guten Morgen gewünscht. Die Suppe war ihm absichtlich zu heiß serviert worden. Ein Diener hatte ihn auf ein Getränk warten lassen. Er war einem berühmten Besucher nicht vorgestellt worden. Der Graf hatte ein Buch verliehen, ohne ihn davon zu verständigen. Ein Diener hatte nicht den Hut gezogen, als er an ihm vorüberging. […] Er hatte seine französischen Verse vorgezeigt, und jemand hatte gelacht. Er hatte gestikuliert, als er italienische Verse vortrug, und jemand hatte gelacht. Er hatte beim Betreten eines Raumes die Verbeugung gemacht, die ihm von dem berühmten Tanzlehrer Mercel vor sechzig Jahren beigebracht worden war, und jemand hatte gelacht…

Im Jahre 1787 traf der alternde Casanova vermutlich mit den jungen Mozart in Prag zusammen. Dort führte er die Oper »Don Giovanni« auf wo nach Aussagen der Librettisten Lorenzo da Ponte vermutlich auch Casanova einige Textentwürfe beisteuerte. Diese fanden jedoch keine Verwendung in der Schlussfassung. Anlässlich der Krönung Kaiser Leopold II. reiste er nochmals nach Wien und traf dort auch im folgenden Jahre letztmalig mit seinem Freunde da Ponte zusammen. Seine letzte Reise führte den alternden Reisenden nach Berlin und Thüringen.

Seine freie Zeit auf Schloss Dux nutzte der alt gewordene Philosoph mit der Abfassung verschiedenster Schriften. So veröffentlichte er zum Beispiel die »Histoire de ma fuite«. Im Jahre 1788 veröffentlichte er seine fünfbändigen Roman »Icosaméron ou Histoire d'Edouard et d'Elisabeth« und im Jahre 1790 verfasste er seine »Mémoires«. Dabei stützte er sich insbesondere auf Capitulaires und Briefe und arbeitete pro Tag neun Stunden an seinen Lebenserinnerungen. Die erste Fassung beendete er im Jahre 1793 mit seiner Rückkehr nach Venedig. Den Rest seines Lebens widmete sich Casanova mit der Überarbeitung des Textes.

Casanovas Memoarien sollten ein bedeutender Teil der Weltliteratur werden. Insgesamt handelt es sich um ein kulturhistorisch interessantes Werk, da er durch seine Reisen lernte er zahlreiche europäische Höfe kennen und hatte Kontakt zu den bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit. So kannte er der Päpste Benedikt XIV. und Clemens XIII., sprach mit Friedrich II. und Katharina der Russland aber auch die geistige Elite Europas von da Ponte (1749-1838), Voltaire, Crébillon (1707-1777), von Haller (1708-1777), Winckelmann und Mengs. Auch gewährte er einen Blick auf die sozialen Unterschichten seiner Zeit.

Im Jahre 1820 bot der Erbe, Casanovas Neffe Carlo Angiolini, verkaufte das Manuskript im Jahre 1821 an den Leipziger Verleger Brockhaus (1772-1823). Das französische Original wurde durch Wilhelm von Schütz (1776-1847) übersetzt und bereits Ende 1821 erschien der erste Band in deutscher Sprache unter dem Titel »Aus den Memoiren des Venetianers Jacob Casanova de Seingalt. oder sein Leben, wie er ers zu Dux in Böhmen niederschrieb. Nach den Original-Manuscript bearbeitet von Wilhelm Schütz«. Dank des reißenden Erfolges dieses ersten Bandes erschien bereits in den Jahren 1822 bis 1828 eine zwölfbändige, gereinigte Ausgabe.

Aus Angst vor der Zensur wurden insbesondere Anspielungen auf zu offene Erotik entfernt. So fehlten sowohl anrüchige sexuelle Praktiken und dunkle Punkte in der Biographie wie zum Beispiel Onanie, Homoerotik und Päderastie, Hinweise auf Abtreibungen und Geschlechtskrankheiten wurden ebenfalls durch den Bearbeiter getilgt. Erst im Jahre 1960 sollte durch den Wiesbadener Verlag F.A: Brockhaus der vollständige Originaltext der Memoarien Casanovas veröffentlicht werden. Bis zu diesem Zeitpunkt scheute sich der Verlag den Originaltext zu veröffentlichen. Im Jahre 2010 erwarb der französische Staat für 7 Millionen Euro das Manuskript der Memoarien.

Giacomo Casanova starb am 04.06.1798 auf Schloss Dux und wurde auf dem Friedhof der Gemeinde Dux beigesetzt. Heute ist sein genaues Grab nicht mehr ermittelbar.

Auch nach seinem Tode regte insbesondere der Frauenverführer die Phantasie der Menschen an. So erschien er bis heute in Film, Theater und auch Musik immer wieder als Vorlage des jungen feschen Rebellen, der aber auch ein begnadeter Verführer war.

Werke:

  • Zoroastro, tragedia tradotta dal Francese, da rappresentarsi nel Regio Elettoral Teatro di Dresda, dalla compagnia de' comici italiani in attuale servizio di Sua Maestà nel carnevale dell'anno, 1752
  • La Moluccheide, o sia i gemelli rivali., 1753
  • Confutazione della Storia del Governo Veneto d’Amelot de la Houssaie., 1769
  • Lana caprina. Epistola di un licantropo., 1772
  • Istoria delle turbolenze della Polonia., 1774
  • Dell’Iliade di Omero tradotta in ottava rima., 1775
  • Scrutinio del libro „Eloges de M. de Voltaire par différents auteurs“. 1779
  • Opuscoli miscellanei – Il duello – Lettere della nobil donna Silvia Belegno alla nobildonzella Laura Gussoni., 1780
  • Le messager de Thalie., 1781
  • Di aneddoti viniziani militari ed amorosi del secolo decimoquarto sotto i dogadi di Giovanni Gradenigo e di Giovanni Dolfin., 1782
  • Né amori né donne ovvero la stalla ripulita., 1782
  • Soliloque d’un penseur, Prague chez Jean Ferdinande noble de Shonfeld imprimeur et libraire, 1786
  • Histoire de ma fuite des prisons de la République de Venise qu’on appelle les Plombs. Ecrite a Dux en Boheme l’année 1787., 1787 (mit dem Edlen von Schonfeld)
  • Icosameron ou histoire d’Edouard, et d'Elisabeth qui passèrent quatre vingts un ans chez les Mégamicres habitans aborigènes du Protocosme dans l'intérieur de notre globe, traduite de l'anglois par Jacques Casanova de Seingalt Vénitien Docteur ès loix Bibliothécaire de Monsieur le Comte de Waldstein seigneur de Dux Chambellan de S.M.I.R.A., 1788
  • Solution du probleme deliaque démontrée par Jacques Casanova de Seingalt, Bibliothécaire de Monsieur le Comte de Waldstein, segneur de Dux en Boheme e c., 1790
  • Corollaire a la duplication de l’Hexaedre donée a Dux en Boheme, par Jacques Casanova de Seingalt., 1790
  • Demonstration geometrique de la duplication du cube. Corollaire second., 1790
  • A Leonard Snetlage, Docteur en droit de l’Université de Gottingue, Jacques Casanova, docteur en droit de l’Université de Padoue, 1797

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