Carl Albrecht

* 20.12.1746 in Ochtendung
† 16.01.1833 in Koblenz

Der spätere Pfarrer Carl Albrecht wurde am 20.12.1746 auf dem Emminger Hof zwischen Ochtendurg und der Fraukirch in Maifeld geboren. Im Alter von 22 Jahren wurde der junge Albrecht zum Priester geweiht. Er trat zugleich unter dem Namen Pater Columban in das Benediktinerkloster Maria Laach ein. Zuletzt war er als Celluar für die wirtschaftlichen Belange des Klosters zuständig. Diese Stellung übte Pater Columban bis zur Auflösung des Klosters aus. Er wurde im Jahre 1803 zum Pfarrer von Liebfrau in Koblenz.

Er schwor vor einer versammelten Volksmenge in der Basilika St. Kastor den Eid auf die französische Verfassung.15 Jahre später gehörte er zu einer Delegation unter Führung Joseph Görres die eine Adresse - in welcher sie eine Verfassung forderten - an den preußischen Staatskanzler Hardenberg übergab.1824 wurde er Provikar und Ehrendomherr in Trier.

In Koblenz übernahm er die Stellung eines Dekans. Pfarrer Albrecht war durch seine Wohltätigkeit in der Gemeinde Liebfrau sehr beliebt. Er las jedoch in den letzten Jahren seiner Amtszeit keine Messen mehr und im Jahre 1832 legte er sein Amt nieder.

Pfarrer Carl Albrecht verstarb am 16.01.1833 in seiner Wahlheimat und wurde auf dem Koblenzer Hauptfriedhof beigesetzt. Bei seinem Grabmal handelt es sich um eines der wenigen noch in Deutschland erhaltenen gusseisernen Tabernakel-Grabmale. Es besteht aus einem Basaltsockel mit Inschriften und einem gusseisernen Tabernakel mit neogotischen  Formen. Es wird von einem auf einem Sockel stehenden Kreuz umschlossen. Auf Pfeilern sitzen Bögen mit Maßwerkfüllung und Zwickeln in den Finalen. Auf dem Gewölbe, welches durch die Säulen getragen wird, ragt ein Maßwerktürmchen empor. Am Sockel befindet sich ein Bildrelief mit den Symbolen eines Priesters. Die Inschriften nennen die Lebensdaten und würdigen dem Pfarrer in deutscher und lateinischer Sprache:

Hier, Waller, kniee nieder auf dem Grabe,
Das still des theuern Mannes Asche deckt,
Den, treu dem priesterlichen Hirtenstabe,
Im Drang der grossen Zeit kein Sturm geschreckt,
Der stark und mild ein Schirmer in Gefahr,
In Koth [lies: „Noth“] ein Tröster, Führer, Helfer war,
Ein Bild der Tugend, rein in Menschenhülle,
Sich selbst genug, den Himmel in der Brust,
Des schönern Lebens dort oben sich bewusst,
Ging er hinüber zu der Freuden Fülle,
Wo die Vergeltung reich dem Hirten thront,
Und Wiedersehn die gläub'ge Heerde lohnt.  


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