EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Albert Hans Gustav von Wedell

* 16.01.1791 in Kriegsdorf bei Merseburg
† 16.09.1809 in Wesel

Albert Hans Gustav von Wedell wurde am 16.01.1791 in Kriegsdorf bei Merseburg geboren. Er war der jüngere Bruder von Karl Lupold Magnus Wilhelm, mit dem er gemeinsam am Schills Zug teilnahm, sowie des jüngeren Bruders Adolf von Wedell, der krankheitsbedingt nicht mit ins Feld ziehen konnte.

Albert Hans Gustav von Wedell trat im Jahre 1806 als Freikorporal in das Infanterie Regiment Louis Ferdinand Nr. 20 ein. Der Herzog August Christian von Anhalt Köthen bot dem jungen Soldaten die Chance auf eine weitere militärische Laufbahn. Er erhielt sein Leutnantspatent.

Im Frühjahr 1809 standen die Zeichen auf einen bevorstehenden Krieg zwischen Frankreich und Österreich. So entschied sich Wedell den Dienst in Köthen zum 29.03.1809 zu quittieren und zunächst auf das Gut seiner Mutter bei Kriegsdorf zurück zukehren. Hier wollte er die Gelegenheit ergreifen und wieder in preußische Dienste treten.

Als er zu Beginn des Monats Mai  von Schills erfuhr schloss er sich diesem zusammen mit seinem älteren Bruder Karl Lupold Magnus Wilhelm sowie dem gemeinsamen Freunde Johann Zaremba bei Halle an.

Er geriet schließlich bei der Eroberung Stralsunds in Kriegsgefangenschaft und wurde zusammen mit zwölf anderen Offizieren nach Wesel verbracht. In Wesel wurden die Offiziere, mit Ausnahme von Zaremba, zum Tode verurteilt.

Das Urteil wurde am Nachmittag des 16.09.1809 vollstreckt vor den Stadttoren vollstreckt. Nachdem die Männer nochmals den preußischen König hochleben ließen fiel auch schon die erste Salve. Bis auf Albert Wedell waren sie unter den Kugeln gestorben. Wedell riss seine Weste auf und deutete auf sein Herz und rief »Hierher, Grenadiere!«. Mit der nächsten Salve sank auch er tödlich getroffen zusammen. Er war bei seinem Tod gerade einmal 18 Jahre und 8 Monate alt.

Letzte Änderung der Seite: 27. 03. 2017 - 22:03