EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Georg Ludwig Walch

* 22.09.1785 in Jena
† 21.01.1838 in Greifswald

Georg Ludwig Walch war der Sohn des Jenaer Juraprofessors Karl Friedrich Walch. Er war der Enkel des Theologen Johann Georg Walch (1793-1775) und des Hallenser Historikers Johann Franz Buddeus (1667-1729).

Nach seinem Studium an der Universität zu Jena erhielt Walch eine Ansstellung als Bibliothekar an der Universität Jena. Im Jahre 1808 habilitierte er zum Dozenten der philosophischen Fakultät.

Seit dem Jahre 1811 war er als Lehrer für griechische und lateinische Sprache am Grauen Kloster in Berlin tätig.

Nach dem Tode Ahlwardts im Jahre 1830 konnte er eine Professur für alte Sprachen an der Universität Greifswald antreten.

Er fing bereits während seiner Studienzeit in Jena an, erste Übersetzungen und eigene Werke zu veröffentlichen. So übersetzte Walch im Jahre 1802 die Vorlesungen van Ommerens (1757-1796) über Horaz. Während seiner Berliner Zeit veröffentlichte er unter anderem »Emendationes Livianae« sowie im Jahre 1821 eine Lebensbeschreibung von Spalding. Er widmete sich auch sehr intensiv dem Werke des römischen Schriftstellers Tacitus. Nachdem er bereits in Berlin die Werke »Agrikola« und »Germania« übersetzte führte er diese Arbeit in Greifswald fort.

Er lebte sehr zurückgezogen und war auch nicht verheiratet. Seine Entspannung fand der in der Musik. So spielte er meisterhaft das Violoncello. Auch besuchte er gerne Konzerte.

Professor Georg Ludwig Walch starb am 21.01.1838 in Greifswald.

Werke:

  • Riccheus van Ommeren: Horaz als Mensch und Bürger von Rom, dargestellt in zwey Vorlesungen: Horatius Aus dem Holländischen übersetzt von Ludwig Walch. Nebst einem kritischen Anhange von Eichstädt. Leipzig 1802
  • Meletematum criticorum specimen. Jena 1809
  • Emendationes Livianae. Berlin 1815
  • Memoria Georgii Ludovici Spaldingii. Berlin 1821
  • Tacitus’ Agrikola. Urschrift, Übersetzung, Anmerkungen und eine Abhandlung über die Kunstform der antiken Biographie. Berlin 1828
  • Tacitus’ Germania. Urschrift, Übersetzung, Anmerkungen und eine Abhandlung über antike Darstellung in Beziehung auf Zweck und Zusammenhang in Tacitus’ Germania. Berlin 1828

Letzte Änderung der Seite: 16. 09. 2017 - 21:09