Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

Stichworte:

Treulos

Treulos, -er, -este, adj. et adv. der Treue beraubt, doch nur in engerer Bedeutung, der pflichtmäßigen oder angelobten Treue beraubt, und darin gegründet, wofür auch wohl das gelindere untreu gebraucht wird, welches aber übrigens von weiterer Bedeutung ist. Man ist oder wird treulos, wenn man die jemanden schuldige Treue bricht. Ein treuloser Ehegatte, Unterthan, Soldat, Freund u.s.f. Treulos an jemanden handeln. An seinem Herren, oder auch seinem Herren treulos werden. Ein treuloses Betragen. Daher die Treulosigkeit, diese Eigenschaft, ohne Plural, zuweilen auch eine treulose Handlung, mit demselben.

Anm. Im Schwabenspiegel triuuueloz. Es ist von dem Hauptworte Treue. Notker gebraucht dafür zurtriuuue.

Zurück zur Listenansicht
Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23