Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart
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Ringeln
Ringeln, verb. reg. act. mit Ringen oder Ringeln versehen. Wenn man den Schweinen das Wühlen verwehren will, so pflegt man sie zu ringeln, d.i. ihnen Ringe von Draht durch den Rüssel zu ziehen. Auch die Stuten ringelt man, wenn sie nicht befruchtet werden sollen. In welchen Fällen auch Ringen gebraucht wird. Ingleichen mit Ringeln, d.i. runden Streifen, besonders von einer andern Farbe versehen. Im Oberdeutschen wird es auch für kräuseln gebraucht, in Ringe oder Ringel legen, welches auch wohl einige Hochdeutsche nachahmen. Zephyr erwartet sein Spiel mit euren geringelten Locken,
Kleist. Die Ringelode, plur. die -n, eine Art Oden oder größerer Lieder, welche durch die Ringelgedichte oder Rondeaus der Franzosen veranlasset worden, und wo gemeiniglich am Ende jeder Strophe die erste Zeile wiederhohlet wird. Diese Art Lieder sind noch üblich, obgleich der Nahme wenig mehr gebraucht wird.
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