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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

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Plärren

Plärren, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches eine Nachahmung desjenigen widrigen und lauten Geschreyes ist, welches es ausdruckt. Das Kalb plärret. Ingleichen von Menschen, ein widriges wildes und kunstloses Geschrey machen; ingleichen auf eine widrige schreyende und wilde Art singen, Ital. balare. Im Engl. ist to blare blöken, von dem Rindviehe, und im Lat. balare blöken, von den Schafen. Auch wird es zuweilen im Hochdeutschen für heulen, mit lauter widriger Stimme weinen, gebraucht; Nieders. blarren, blaren, womit auch das Franz. pleurer, und Lat. plorare verwandt sind, alle als Nachahmungen des eigenthümlichen Schalles. S. auch Geplärr. Daher das Plärren.

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Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23