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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

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Hêrfahren

Hêrfahren, verb. irreg. neutr. S. Fahren, mit dem Hülfsworte seyn, nach dem Redenden zu fahren, sich demselben im Fahren nähern; im Gegensatze des hinfahren. Da fahren sie her, näher zu uns. In der Deutschen Bibel wird es oft figürlich von dem Betragen im Äußern gebraucht. Gott ließ Jacob hoch herfahren auf Erden, 5 Mos. 32, 13, gab ihm Reichthum und Ansehen. Machet Bahn dem, der da sanft herfähret, Ps. 68, 5. Fahret nicht hoch her, Luc. 12, 29, thut nicht stolz. Ingleichen für gegenwärtig werden, bekannt werden. Laßt herfahren den Anschlag des Heiligen in Israel, Es. 5, 19. In beyden Fällen ist es im Hochdeutschen ungewöhnlich.

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Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23