Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

Stichworte:

Hauchen 1

1. Hauchen, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, den Athem mit stark geöffnetem von sich stoßen. In die Hände hauchen. An die Fensterscheibe hauchen. In weiterer Bedeutung für blasen, wehen, wie Weish. 17, 19, wo etwa ein Wund hauchte, ist es im Hochdeutschen ungewöhnlich. Wohl aber gebraucht man es zuweilen in der höhern Schreibart active für aushauchen. Die Freyheit die in Todesangst den letzten Odem haucht, Weiße. Ingleichen figürlich. Die Weisheit ist das Hauchen der göttlichen Kraft, Weish. 7, 25.   Seine Kindheit hauchte Freude,

Raml.   In welchem Verstande auch athemen gebraucht wird. S. Aushauchen, Anhauchen, Behauchen u.s.f.

Anm. Dieses Wort, welches im Pohln. chacham lautet, ahmet den Laut nach, der mit dem Hauchen verbunden ist, und druckt denselben aus.

Zurück zur Listenansicht
Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23