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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

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Gräulich

Gräulich, -er, -ste, adj. et adv. was Grauen, d.i. eine mit Schauer verbundene Abneigung und Furcht erwecket. Ein gräuliches Blutbad. Daß ihr nicht thut, nach den gräulichen Sitten derer die vor euch waren, 3 Mos. 18, 30. In engerer Bedeutung, für Grauen vor Gespenstern erweckend, ist im gemeinen Leben graulich üblicher. Wohl aber gebraucht man es in der Sprache des täglichen Umganges, den sehr hohen Grad einer jeden unangenehmen oder widrigen Sache zu bezeichnen. Ein gräulicher Hunger, Klagel. 5, 10. Ein gräulicher Schmerz. Ein gräulich großer Wolf. Gräulich schreyen.

Anm. Im Nieders. grouwelik, im Dän. gruelig, Schwed. grufwelig. S. Grausam.

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Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23