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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

Stichworte:

Geilen 2 (*)

2. * Geilen, verb reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, auf eine unverschämte Art, mit gällender Stimme um etwas betteln; ein im Hochdeutschen veraltetes Wort. So wird er doch um seines unverschämten Geilens willen aufstehen, und ihm geben, wie viel er bedarf, Luc. 11, 8.   Berg und tal hat der meige geret im ze prise Ir geilent uch iungen,

Graf Conr. von Kilchberg.   Um Brot, um ein Amt geilen, im Oberdeutschen, wo auch Geiler von einem Bettler, und ergeilen, durch unverschämtes Betteln erhalten, üblich sind. In Hamburg ist geilen und im Bremischen galstern, gleichfalls unverschämt betteln. Es gehöret zu dem Nieders. gillen, ein durchdringendes pfeifendes Geschrey machen, von welchem unser gällen das Neutrum ist. Schon im Hebr. war anhaltend bitten. S. Gällen.

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Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23