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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

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Gälfern

Gälfern, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, durch Schreyen einen unangenehmen Schall verursachen, im gemeinen Leben. Nieders. galfern, galpern, jalfern, heulen, schreyen. Es ist das Frequent. von dem noch im Oberd. und Nieders. üblichen gelfen, galpen, Engl. to yelp, yawlp, Dän. gylpe, bey dem Ottfried gelbon, welches nicht nur stark rufen, schreyen, sondern auch bellen bedeutet.   Wan si gelfent sinen sang tag und naht In dirre gassen,

Schenk Ulrich von Winterstetten.   Welt zu dir thu ich gelffen,

H. Sachs.   Ich schrey, o Kunst, zu dir ich gilff,

H. Sachs.   Gelf kommt in den ältern Schriftstellern mehrmahls für ein Freudengeschrey vor. Es stammet von Gall, Schall, ab, und wird daher richtiger gälfern als gelfern geschrieben. S. Gällen.

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Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23