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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

Stichworte:

Faulen

Faulen, verb. reg. neutr. mit dem Hüfsworte haben, faul werden; doch nur in der dritten Bedeutung des Wortes faul, von Säften, welche in eine innere auflösende Gährung gerathen. Die Äpfel faulen. Das Obst, den Mist faulen lassen. Erlen Holz faulet nicht leicht. Opitz gebraucht dieses Wort auch in der zweyten figürlichen Bedeutung: Dem der nicht faulen will in seiner Mutter Schoß; welche aber im Hochdeutschen nicht gewöhnlich ist. Das Hauptwort die Fäulung wird von einigen für Fäulniß gebraucht.

Anm. Dieses Zeitwort lautet im Nieders. vunlen, im Holl. vuylen, im Angels. fulan, bey dem Notker fulen. Im Niedersächs. ist dafür auch pötern, verpötern, Griech. pyto, pytomai, Lat. puteo, putreo; ingleichen rotten, raten, Engl. to rot, Griech. eyrotian, und in Franken sparen üblich. S. auch Verwesen.

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Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23