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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

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Fahl

Fahl, -er, -ste, adj. et adv. bleich, blaß, schwärzlich grau. Ein fahles Pferd. Fahl aussehen. Ein fahles Kleid. Erdfahl, mauesfahl, todtenfahl. Ingleichen in weiterer Bedeutung, verschossen, von allen Farben; welcher Gebrauch aber wohl nur im Nieders. üblich ist. Jemanden auf dem fahlen Pferde betreffen, auf einer Lüge, auf einem Irrthume; welches noch eine Anspielung auf den Belisar seyn soll, welcher equum balium, quem barbari Valam vocabant, in den Tresfen zu reiten pflegte, daher die Feinde vornehmlich nach Pferden von dieser Farbe schossen. S. Procop. de Bello Gothico, B. 1.

Anm. Dieses Wort lautet im Nieders. vaal, im Angels. falu, fealo, fealw, im Engl. fallow, in den Monseeischen Glossen falauuaz, im Schwed. fal, im Isländ. faulur, im Franz. baillet, paillet, im mittlern Lat. fulvus. Das Latein. valius, balius, pallidus ist genau damit verwandt, vermuthlich auch die Deutschen Wörter faul, welken u.s.f. Im Dänischen ist fäl garstig, falme aber verschießen.   Heide und anger und die tal Die hat der winter aber val Gemacht,

Graf Kraft von Toggenburg.   Die heide und al den gruenen walt Die sint nu beide worden val,

Reimar der Alte.   S. auch Falb.

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Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23