Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

Stichworte:

Entspringen

Entspringen, verb. irreg. neutr. (S. Springen,) welches das Hülfswort seyn erfordert. 1) Davon springen. Aus dem Kloster springen. Der Gefangene ist der Wache entsprungen. Er ist entsprungen wie ein Reh aus dem Netz, Sir. 27, 22. 2) Hervor kommen, entstehen, eigentlich von Bächen und Quellen. Hier entspringt eine Quelle, dort ein Bach.   Sin (des Winters) betwingen Lat nich bluomen entspringen,

Graf Kraft von Toggenburg.   Die bluomen entspringent an der heide,

Heinr. v. Veldig.   Figürlich auch von andern Dingen. Von Helden entsprungen. Die Langeweile entspringt aus der Unthätigkeit der Seele. Daraus wird viel Unglücklich entspringen. Der reciproke Gebrauch sich entspringen, für entspinnen, ist im Hochdeutschen ungewöhnlich.   Sinds nicht die Engel schöner Art, um die sich viele Krieg entspringen?

Günth.

Zurück zur Listenansicht
Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23