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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart

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Danêben

Danêben, adv. demonstrat. relativ. für neben diesen, neben diesem, neben denselben, neben demselben. Es bezeichnet 1) Einen nahe an einem andern gelegenen Ort. Er wohnet gleich daneben. Lege es nur daneben. Etwas daneben gießen, neben den rechten oder bestimmten Ort, vorbey. 2) Einen Zusatz zu dem vorigen, da man es auch als ein Bindewort ansehen kann, für über dieß, zugleich. Er ist ein verständiger Mann, daneben verstehet er viele Sprachen. In dieser Bedeutung ist es nur im Oberdeutschen und in der Kanzelleyberedsamkeit üblich, wo es auch darneben, danebens, danebst lautet. Aber nun verlasset ihr euch auf Lügen - darneben seyd ihr Diebe, Jer. 7, 8. Er hoffte aber darneben, daß ihm von Paulo sollte Geld gegeben werden, Apostelg. 24, 26. Im Hochdeutschen ist es veraltet, wenn gleich noch Rost singt:   Ihr kleiner Schäferschurz Ward auch darneben Der warmen Mittagsluft zum Spielen übergeben.   Der Danebrogs-Orden, des -s, plur. ut nom. sing. der Nahme eines Dänischen Ritterordens, ohne Plural. Ingleichen das Ehrenzeichen dieses Ordens, welches ein goldenes weiß emaillirtes Kreuz ist, und an einem weißen Bande mit einer rothen Einfassung getragen wird. Waldemar II. hat diesen Orden schon 1213 zur Ehre der Dänischen Hauptfahne gestiftet, welche den Nahmen Danabrok führete, und bey den Dänen ehedem in großer Achtung stand. Ihre vermuthet, daß die letzte Sylbe diese Nahmens das mittlere Latein. Barocium sey, welches bey dem Freher von einem Paniere gebraucht wird. Allein in des du Fresne Gloss. wird dieses Wort als ein Schreibfehler für Carrocium, der eigentlichen Benennung solcher Hauptfahnen, angesehen.

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Letzte Änderung der Seite: 02.09.2026 - 20:23