Ernst Carl Constantin von Schardt

* 00.00.1744 in Eisenach
† 05.03.1833 in Weimar

Ernst Carl Constantin von Schardt wurde im Jahre 1744 als Sohn des Hofmarschalls und Geheimen Rats am Hofe zu Weimar Johann Christian Wilhelm von Schardt geboren. Seine ältere Schwester Charlotte (1742-1827) sollte eine enge Freundschaft mit Goethe pflegen und so Teil der deutschen Literaturgeschichte werden.

Schardt studierte in Jena Jura und wurde Geheimer Sekretär in Weimar. Im Jahre 1770 erfolgte seine Berufung als Regierungsrat und zwei Jahre später wurde er zum Hofrat befördert. Ab dem Jahr 1776 übernahm er die Aufgaben eines Geheimen Regierungsrats. In den Jahren 1789 und 1790 war er ohne Bezüge im Oberkonsistorium tätig und im Jahre 1798 übertrug Herzog Carl August ihm das Amt des Landschaftskassendirektors.

Im Jahre 1802 wurde der sachsen-weimarische Beamte zum Geheimrat befördert und in den Jahren 1809 bis 1814 war er Präsident des Weimarer Landschaftskollegiums.

Ernst Carl Constantin von Schardt gehörte auch den Freimaurern und Illuminaten an. Er war innerhalb der Freimaurer Anhänger der strikten Observanz, einer Mitte des 18. Jahrhunderts aufkommendes Hochgradsystem innerhalb der Logen. Entgegen des englischen Drei-Grad-Freimaurersystems bestehend aus Lehrling, Geselle und Meister. Vielmehr berief man sich auf eine Tradition die bis auf die im 13 Jahrhundert untergegangenen Tempelritter zurückging. Mitglied einer solchen Loge konnten nur besonders ausgezeichnete Personen werden, die entweder dem Adel entstammten oder mindestens einen Rats-Titel innehatten.

Im April 1778 heiratete der geheime Regierungsrat von Schardt Friederike Sophie Eleonore von Bernstorff. Die Ehe blieb nach einigen Fehlgeburten kinderlos.

Er war der jüngste Bruder von Charlotte von Stein, die als enge Vertraute des jungen Goethe.

Ernst Carl Constantin von Schardt verstarb am 05.03.1833 in Weimar.


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