EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Johann Vollmers

* 05.10.1753 in Bremen
† 31.10.1818 in Bremen

Johann Vollmers (1753-1818) war Bremer Kaufmann und Senator der Freien Hansestadt Bremen. Er vertrat zusammen mit Johann Smidt die Freie Reichsstadt Bremen am Hofe Kaiser Napoleons. Während der ungeliebten Franzosenzeit war er vorübergehend als Munzipal
Johann Vollmers (1753-1818)

Johann Vollmers wurde am 05.10.1753 als Sohn des Schiffers Arp Vollmers und dessen Ehefrau Metta Lucia in Bremen geboren. Der Junge lernte den Beruf eines Kaufmanns und Segelmachers.

Er wurde Teilhaber der »Commissions-, Spedition- und Proper Handlung Pundsack & Vollmer«, die ihren Geschäftssitz in die Langenstraße aufschlug. Später firmierte das Unternehmen unter den Namen »Vollmers & Böving«

Im Jahre 1794 wurde Johann Vollmers zum Eldermann des Kaufmanns gewählt. Als Eldermann war er nun Vorsteher der Kaufleute seiner Vaterstadt. Im Jahre 1800 erfolgte seine Wahl zum Ratsherrn bzw. zum Senator der Freien Hansestadt Bremen. Er folgte Johann Simon Baer nach. Er übte dieses Amt bis zu seinem Tode im Jahre 1818 aus. Ab 1806 wurde Ratsherr Vollmers mit diplomatischen Depeschen Aufträgen, die Hansestädte waren nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation am 01.08.1806 selbstständige Staaten, nach Paris und Hamburg entsandt.

Mit Senator Johann Smidt (1773-1857) zusammen vertrat der Senator die Interessen am Hofe Kaiser Napoleon I. Während der Besitznahme Bremens durch die Franzosen erfolgte von Februar 1811 bis zum August desselben Jahres seine Berufung zum provisorischen Munizipalrat des Departements der Wesermündungen. Im Jahre 1813 wurde Bremen durch russische Kosaken befreit und er wurde in achtköpfige Regierungskommission berufen.

Im Jahre 1789 heiratete Johann Vollmers Metta Grommé Das Paar hatte insgesamt 5 Kinder. Er selbst schloss sich den Freimaurern an und gründete 1788 die Bremer Loge »Zum Ölzweig«.

Senator Johann Vollmers starb am 31.10.1818 in seiner Vaterstadt Bremen. Sein Nachfolger wurde Johann Friedrich Abegg.

Letzte Änderung der Seite: 17. 09. 2017 - 13:09