EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Pierre-Antoine Lebrun

* 29.12.1785 in Paris
† 27.05.1873 in Paris

Pierre-Antone Lebrun (1785-1873) war ein französischer Schriftsteller, der für Napoléon I. zwei Gedichte verfasste, und schließlich mit einer staatlichen Pension bedacht wurde. Seit dem Jahre 1828 gehörte er der Akademie Francais an.
Pierre-Antone Lebrun (1785-1873)

Pierre-Antonie Lebrun wurde am 29.12.1785 in Paris geboren.

Im Jahre 1805 fiel der Lyriker dem französischen Kaiser Napoléon I. auf nachdem er das Gedicht »Ode à la grande armée« im Jahre 1805 veröffentlichte. Napoléon ehrte ihn mit der Gewährung einer jährlichen Pension in Höhe von 1.200 Franc auf Lebenszeit.

Zwei Jahre später widmete er dem Feldzug von 1807, in dem die französische Armee gegen Preußen und Russland antrat, das Versepos »Ode sur la campagne de 1807«. Nun erhielt er eine Anstellung als kaiserlicher Steuereinnehmer.

Lebrun verlor in der Zeit der Restauration nach und nach seine Privilegien aus der Kaiserzeit. Zuletzt verlor er, nach Veröffentlichung des Gedichtes »Sui la mort de Napoléon« auch den Anspruch auf seinen Ehrensold.

In den 1820er Jahren veröffentlichte Lebrun mehrere Theaterstücke. Sein wohl bedeutendstes war »Marie Stuart«. In diesem Werk, das zum 'Teil Interpretation als auch aus freier Übersetzung des gleichnamigen Stückes »Maria Stuart« aus der Feder Friedrich Schillers. Seine weiteren Tragödien waren eher von mittelmäßiger Qualität.

Er unternahm in jenen Jahren auch mehrere Reisen nach Italien und Griechenland. Seine Eindrücke verarbeitete er später in seinem Gedicht »Voyage en Gréce«.

Nach der Pariser Julirevolution im Jahre 1830 und dem Ende der Herrschaft der Bourbonen wurde Lebrun die Leitung der königlichen Druckerei übertragen. Im Jahre 1839 wurde er auch zum Pair von Frankreich berufen. Nach der Niederschlagung der Februarrevolution im Jahre 1848 legte er seine öffentlichen Ämter nieder und zog sich ins Privatleben zurück.

Seit dem Jahre 1828 gehörte Pierre-Antoine Lebrun der Academie francias als Unsterblicher an. Er folgte dem am 10.01.1828 verstorbenen Staatsmann und Poeten Nicolas-Louis François de Neufchâteau, der diesen Sitz gut 25 Jahre innehatte. Nach dem Tode Lebruns folgte ihm der Schriftsteller Alexandre Dumas d.J., der im Jahre 1895 starb.

Im Jahre 1844 ehrte die Bayerische Akademie der Wissenschaften den Künstler mit einer Ehrenmitgliedschaft.

Im Jahre 1853 wurde ihm noch die Ehre zuteil Senator Frankreichs zu werden und fünfzehn Jahre später wurde er durch Napoléon III. zum Großoffizier der Ehrenlegion ernannt.

Pierre-Antoine Lebrun starb am 27.05.1873 in seiner Geburtstadt Paris.

Gedichte:

  • La plantation de l’arbre de la liberté, 1799
  • L’âne et le singe, 1799
  • Ode à la Grande Armée, 1805
  • Ode sur la guerre de Prusse, 1806
  • Ode sur la campagne de 1807
  • La colère d’Apollon, 1807
  • La mort d’Écouchard Lebrun, 1807
  • Au vaisseau de l’Angleterre, 1822
  • Olympie, 1822
  • Jeanne d’Arc, 1822
  • Super flumina, 1822
  • Sur la mort de Napoléon. Poeme lyrique, 1822
  • Voyage en Grèce, 1828

Theaterstücke:

  • Marie Stuart, 1820
  • Coriolan
  • Ulysse, 1815
  • Le bonheur de l’étude, 1818
  • Pallas, fils d'Évandre, 1822
  • Cid d'Andalousie, 1825
  • Œuvres, [2 vol.], 1844

Reden vor der Academie Française:

  • »Discours de réception et réponse de Charles de Féletz« von 22.05.1828
  • »L’inspiration poétique, fragment d’épître. Réception de M. le baron de Barante« vom 20.11.1828
  • »Stances sur le ciel d’Athènes. Réception de M. de Lamartine« vom 01.04.1830
  • »Ode faite en visitant en Grèce le mont Liakoura (l’ancien Parnasse). Réception de M. de Lamartine« vom 01.04.1830
  • »Discours sur les prix de vertu«, vom 09.08.1831
  • »Stances écrites à Olympie« vom 02.05.1833
  • »Inauguration de la statue de Corneille, à Rouen« vom 19.10.1834
  • »Strophes faites en mer« vom 02.05.1835
  • »Réponse au discours de réception du comte de Salvandy« vom 12.04.1836
  • »Discours sur les prix de vertu« vom 09.08.1837
  • »Réponse au discours de réception d’Émile Augier« vom 28.01.1858

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