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Turandor - Prinzessin von China

Ein tragikomisches Märchen nach Gozzi.

Fünfter Aufzug.

Letzter Auftritt.

Die Vorigen, ohne Adelma. Gegen das Ende Timur, Barak,
Skirina und Zelima.

Kalaf.

Mein Vater, o, wo find' ich dich, wo bist du,
Daß ich die Fülle meines Glücks in deinen Busen
Ausgieße?

Turandot (verlegen und beschämt).

Kalaf, Euer edler Vater ist
Bei mir, ist hier--In diesem Augenblicke
Fühlt er sein Glück--Verlangt nicht mehr zu wissen,
Nicht ein Geständniß, das mich schamroth macht,
Vor allen diesen Zeugen zu vernehmen.

Altoum.

Timur bei dir? Wo ist er?--Freue dich,
Mein Sohn. Dies Kaiserreich hast du gewonnen;
Auch dein verlornes Reich ist wieder dein.
Ermordet ist der grausame Tyrann,
Der dich beraubte! Deines Volkes Stimme
Ruft dich zurück auf deiner Väter Thron,
Den dir ein treuer Diener aufbewahrt.
Durch alle Länder hat dich seine Botschaft
Gesucht, und selbst zu mir ist sie gedrungen.
--Dies Blatt enthält das Ende deines Unglücks.

(Überreicht ihm einen Brief.)

Kalef (wirft einen Blick hinein und steht eine Zeit lang in
sprachloser Rührung).

Götter des Himmels! Mein Entzücken ist
Droben bei euch, die Lippe ist versiegelt.

(In diesem Augenblick öffnet sich der Saal. Timur und Barak
treten herein, von Zelima und ihrer Mutter begleitet. Wie Kalaf
seinen Vater erblickt, eilt er ihm mit ausgebreiteten Armen
entgegen. Barak sinkt zu Kalafs Füßen, indem sich Zelima und
ihre Mutter vor der Turandot niederwerfen, welche sie gütig
aufhebt. Altoum, Pantalon und Tartaglia stehen gerührt. Unter
diesen Bewegungen fällt der Vorhang.)

Letzte Änderung der Seite: 17.10.2026 - 10:36