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Heimweh

Der Erde rauhe Winde,
Sie thun dem armen Kinde,
O Vater! gar zu weh.
Dort oben ist es linde,
Da ist kein Sturm, kein Schnee.

     Mich zieht ein stetes Sehnen
Nach jenen reinern Tönen,
Nach jenem hellern Licht;
Die schmerzenvollen Thränen
Versiegen ewig nicht.

     Das kalte Erdenleben
Kann mir doch gar nicht geben,
Was dieses Sehnen hemmt.
O laß mich aufwärts schweben!
Hier wird mir's gar zu fremd.

     Woll'st, Vater! Deinen Reinen
Die Müde bald vereinen;
Hier kann ich nichts mehr thun.
Die Augen, matt vom Weinen,
Die laß im Grabe ruhn!

Berlin, Decbr. 1813.

Letzte Änderung der Seite: 17.10.2026 - 10:36