»Hohenzollern - Fürstentümer zwischen Macht und Ohnmacht«

Gemeinsame Veranstaltungsreihe vom Schwäbischen Heimatbund und L-Bank Stuttgart über die Geschichte der Grafen von Zollern und den Fürsten von Hohenzollern.

m Namen von Landschaft, Burg und Fürsten samt ehemaligem Kaiserhaus in Berlin leben sie fort, die schwäbischen Grafen von Zollern - später Fürsten von Hohenzollern -, deren Herrschaft im Jahr 1061 in einer Kloster Reichenauer Urkunde erstmals fassbar wird.

Die Geschichte des Landes Hohenzollern birgt wahrlich nicht wenige seltsame und auch kuriose Elemente: der Aufstieg aus kleinsten Anfängen, oft am Rande des Untergangs, im Schatten mächtiger Nachbarn und Verwandter wie den Habsburgern und Hohenbergern, aber auch der Württemberger, die 1403 Land und Herrschaft der Linie Hohenzollern-Schalksburg mit der Stadt Balingen samt 17 Dörfern aufkauften. Eine Erbteilung 1575 und die Erhebung in den Reichsfürstenstand 1623 führten zum Entstehen der barocken Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen, Hohenzollern-Hechingen und des kurzlebigen Hohenzollern-Haigerloch, die sich mit unterschiedlichem Erfolg gegenüber den Nachbarn, aber auch gegenüber den vielbelasteten und in Folge revoltierenden Untertanen zu behaupten suchten.

Fast märchenhaft erscheint der wundersame Erhalt der kleinen Fürstentümer als souveräne Staaten 1806, bis zwei resignierende Fürsten 1850 ihre noch immer kaum lebensfähigen Herrschaften schließlich an die großen, starken Vettern in Preußen verkauften. Preußen besaß nun erstmals einen Stachel im Fleische der Süddeutschen, um dort erklärtermaßen preußischen Geist und preußische Sitte auf Dauer heimisch zu machen.

Burgberg und Landschaft Hohenzollern sind aber unzweifelhaft schwäbisch. Doch Schwaben hat viele Facetten. Der Schwäbischen Heimatbund lädt ein, die Geschichte der Hohenzollern in Vorträgen und auf Reisen und Exkursionen wieder einem spannenden Aspekt der Geschichte Schwabens nachzuspüren: dem wechselvollen und faszinierenden Schicksal des Landes Hohenzollern und seiner Dynastie.

Die Veranstaltungsreihe wird am 06.02.2007 mit dem Lichtbildvortrag »Von der Kunst des politischen Überlebens - Die mittelalterlichen Grafen von Zollern zwischen Habsburg und Württemberg« von Casimir Bumiller eröffnet. Die Reihe wird am 13.02.2007 mit von Andreas Zekorns Vortrag »Hier Bürden im Bannkreis Osterreichs - dort Pracht ohne Macht: Hohenzollern im 17./18. Jh.« fortgesetzt. Zwei Wochen später folgt der Vortrag »Sigmaringen: ›... das intrigante Teufelsweib‹ ... ›hat wirklich sehr gute Bekanntschaften‹ - Hohenzollern im Zeitalter Napoleons«.

Am 06.03.2007 wird die Reihe mit einen Lichtbildvortrag von Regina Schönhagen »... groß in ihren Volke, groß in ihren Vaterlande ..." - Hoffaktorin Madame Kaulla aus Hechingen«

fortgesetzt. Am 13.03.2007 widmet sich Volker Feldbahn in einem Lichtbildvortrag den Beziehungen der schwäbischen Hohenzollern und den preußischen Hohenzollern unter dem Titel »Hohenzollern - Nürnberg - Berlin und zurück. Das Haus Preußen und seine schwäbische Abstammung«. Der letzte Vortrag der Reihe am 20.03.2007 steht unter dem Titel »« und betrachtet die Zeit der Eingliederung der hohenzollerischen Fürstenhäuser in das Königreich Preußen. Referent ist Prof. Paul Münch.

Alle Vorträge finden im Foyer der L-Bank am Börsenplatz 1 in 70174 Stuttgart.

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Letzte Änderung der Seite: 09. 07. 2022 - 12:07

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