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Wanderausstellung » Tirol 1809 – Vom Freiheitskampf zum Kassenschlager«

Martin Reiter hat anlässlich des 200. Jahrestages des Tiroler Volksaufstandes im Jahre 1809 eine Wanderausstellung konzipiert, die erstmals in Insbruck gezeigt wird.

Die Ausstellung umfasst insgesamt 17 Vitrinen und rund 30 große Schautafeln, die thematisch vom Tiroler Landlibell des 16. Jahrhunderts und den Besonderheiten der so genannten »Tiroler Nation« über die napoleonischen Kriege und natürlich das Tiroler Schicksalsjahr 1809 bis zum Jahr 2009 führen.

Die Ausstellung zeigt Originaldokumente genauso wie Landsturmwaffen, Münzen und Medaillen, Originalbriefe von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAndreas Hofer und Öffnet internen Link im aktuellen FensterJoachim Haspinger, die ersten Bücher, die über das Jahr 1809 und Öffnet internen Link im aktuellen FensterAndreas Hofer geschrieben wurden, zahlreiche Abbildungen des Freiheitskampfes, der Mitstreiter sowie der französischen und bayrischen Kontrahenten und viele Kuriositäten, die vielfach noch nie öffentlich ausgestellt wurden. Auch Bodenfunde von Kampfplätzen sind zu sehen. Besonders interessant sind ein Reliefbild, darstellend Andreas Hofer, aus der Hand des begnadeten Künstlers Johann B. Pendl aus dem Zillertal oder ein Relief Hofers auf der Kraxe eines Tiroler Wanderhändlers des 19. Jahrhunderts.

Kurios ist die Gegenüberstellung von Gebrauchsgegenständen des Jahres 1809 und 2009: ein antikes Bügeleisen neben einem Dampfbügeleisen von 2009, ein historischer Augenzwicker neben einer modernen Designerbrille, eine Schnupftabakdose aus Kuhhorn neben einer Plastikdose made 2009 in Bayern oder 200 Jahre alte Spielkarten neben solchen unserer Zeit. Dadurch wird den Betrachtern die Entwicklung von 1809 bis 2009 wortwörtlich vor Augen geführt.

Höhepunkt der präsentierten Objekte dürfte ein Reliefportrait des Zillertaler Künstlers Johann B. Pendl sein, das Öffnet internen Link im aktuellen FensterAndreas Hofer darstellt. Auch bietet die Ausstellung eine Gegenüberstellung von Gebrauchsgegenständen des Jahres 1809 mit denen des Jahres 2009, wo sich ein antikes Bügeleisen neben einem modernen Dampfbügeleisen präsentiert oder auch ein historischer Augenzwicker neben einer modernen Designerbrille ausgestellt wird. Auf diese Weise versuchen die Ausstellungsmacher, dem Besucher die Entwicklung der letzten 200 Jahre vor Augen zu führen.

Die Ausstellung, die insbesondere der bis heute andauernden Faszination des Mythos »Andreas Hofer und das Jahr 1809« nachgehen will, zeigt deshalb in der Ausstellung auch zahlreiche bisher noch nie gezeigte Dokumente und Objekte, wie Werbemittel und Souveniers, die in unmittelbarem Zusammenhang mit jener Zeit stehen. Etwas eine schon im Jahre 1820 in London erschiene Hofer-Biografie oder einen Hofer-Comic aus dem Jahre 1959. Aber auch Zinnfiguren mit dem Helden von einst.

Es ist auch interessant zu sehen, wie das Ausland den Mythos Öffnet internen Link im aktuellen FensterAndreas Hofer und Tirol im Jahre 1809 pflegten. So pflegte insbesondere England den Mythos schon früh. Man rückte das kleine widerspenstige Tirol, das eigentlich ein Nebenkriegsschauplatz war, in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. War es doch das kleine Bergvolk Tirol das sich im Jahre 1809 als erster gegen den übermächtigen Öffnet internen Link im aktuellen FensterNapoléon erhob und ihn sogar dreimal erfolgreich auf dem Schlachtfelde schlagen konnte. Dies genügte für eine Menge Mythen und Legenden. Auch der Verrat Öffnet internen Link im aktuellen FensterRaffls und die Hinrichtung Öffnet internen Link im aktuellen FensterHofers in Manuta nach einem vorbestimmten Kriegsgerichtsurteil trugen ihr weiteres zur Legendenbildung bei. Dies unterstützte sogar die katholische Kirche, indem Sie Öffnet internen Link im aktuellen FensterRaffl mit Judas gleichsetzte, der Jesus für 30 Silberlinge an die Römer verriet.

Aber auch findige Kaufleute setzten Öffnet internen Link im aktuellen FensterAndreas Hofer, den Mythos vom Freiheitskampf und das Jahr 1809 für ihre Geschäfte ein. So wurde der Sandwirt zum Sinnbild für Tiroler »Qualität«. Bekannt wurde der der »ächte Andre Hofer Feigenkaffee« aber auch weitere gewerbliche Vermarkungen wie Reklameschilder, Emailtafeln oder Sammelbilder mit Öffnet internen Link im aktuellen FensterHofers Konterfei und Szenen des Jahres 1809 zeigen wie die noch heute andauernde Vermarktung sich im Laufe der Zeit weiterentwickelte. So finden sich Souvenierkugeln oder Tiroler Weine in der Ausstellung.

Auch trugen zahlreiche Touristen aus Staaten, die gegen Öffnet internen Link im aktuellen FensterNapoléon gekämpft hatten, zu einem Ausbau des Tiroler Tourismus bei. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts reisten diese nach Tirol um das Land kennenzulernen, dessen Bewohner sich gegen den mächtigen Kaiser Öffnet internen Link im aktuellen FensterNapoléon zur Wehr gesetzt hatten, wie beispielsweise Engländer.

DIe Wanderausstellung wird durch alle Tiroler Bezirke wandern und einen Einblick in die damalige Zeit geben.

Veranstaltungsinformation:
»Tirol 1809-2009 – Vom Freiheitskampf zum Kassenschlager«
19.01.2009 - 30.01.2009
Einkaufszentrum SILLPARK Insbruck
Museumstraße 38 | A- 6020 Innsbruck

 

Letzte Änderung der Seite: 07.08.2026 - 07:06