Gebhard Leberecht von Blücher an Carl Agusut von Hardenberg

vom 16.02.1814.

Châlons, den 14. Februar 1814

Meine drei Korps von

Yorck</link>, Sacken und Kleist haben alle 3 verschieden mit Napoleon geschlagen, es sind viele Menschen geblieben, aber ich habe meinen Zweck erreicht und den Feind, mit seiner ganzen Macht fünf Tage hier festgehalten. Hat die große Armee diese Zeit wo ihr nichts bedeutendes engegen stand nicht genützt, so ist es zu beklagen. Die Stunde hat nun geschlagen, ein Hauptschlag muss so bald als möglich geschehn; stehn wir und zaudern so zerren wir alles auf und bringen das Volk zu Verzweiflung, und alles steht in Masse wieder uns auf. Der gute Ausgang kann nicht zweifelhaft sein: aber der gute Augenblick muss nicht versäumt werden, so lange war der Kaiser Napoleon mich an Kavallerie sehr überlegen, aber nun da ich miorgen und übermorgen die vier Korps von Yorck, Sacken, Kleist und Winzingerode vereinige, so hat die Sache eine andere Gestalt und ich marschiere den 19ten gerade auf meinen Gegner los, hält er sich so schlage ich ihn, dass können sie sicher glauben, aber die große Armee muss nun vorwärts oder die Sache kann Nachteil haben. Wirken sie doch nach aller ihrer Kraft dahin, dass wir die Sache entscheiden, die Nation ist zu allem gewonnen, wenn wir den Kaiser schlagen und er gewinnt sie wenn wir zaudern. <p class="align-right">Blücher</p>

Quelle:
Schulze, Friedrich: 1813-1815. Die deutschen Befreiungskriege in zeitgenössischer Schilderung


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