Franz Schuberts Geburtshaus wird umfassend saniert
Anlässlich des 200. Todestages für Franz Schubert im Jahr 2028 soll ab Januar 2027 das Geburtshaus des österreichischen Komponisten in den Ursprungszustand zurückversetzt werden.
Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler bezeichnete bei der Vorstellung der Umbaupläne - die Finanzierung erfolgt durch das Wien Museum mit Unterstützung der Stadt Wien - als »Meilenstein inklusiver Kulturpolitik«. Zu den aktuellen Kosten konnte die Christina Schwarz vom finanzierenden Wien Museum noch keine Aussagen treffen, da man sich aktuell noch in einem laufenden Ausschreibungsverfahren befinde.
Mit den Umbaumaßnahmen sollen Baumaßnahmen aus den 1960 Jahren korrigiert werden, die den Biedermeier-Charme des Hauses vernichteten. Wo historische Belege fehlen, werde man sich an modernen Rendering orientieren. Ebenso soll das Haus barrierefrei ausgebaut werden. Neben Möglichkeiten die ein bis zwei Stufen vor vor jeder Tür ohne Barrieren zu benutzen, wird auch der Einbau eines Fahrstuhls vorgesehen, damit das Obergeschoß ebenfalls barrierefrei erreichbar sein wird. Auch der bisher ungenutzte Garten soll aufgewertet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Für das Erdgeschoss plane man neben Kassen- und Museumsshop-Bereich auch einen Konzertsaal für 70 Zuhörer und ein Musikatelier. Die Dauerausstellung des Hauses wird neu geplant und soll auf dann 210m2 den Besuchern neue Einblicke in das Leben und Werk des Künstlers verschaffen. In sieben Räumen, so kündigte Kuratorin Elke Dopler an, werde man sich auch mit MYthen über Schuberts Leben auseinandersetzen. Neben seiner »Armut« werde man auch das Wohnproblem des Künstlers zum Beginn seiner Karriere mit Bezug zur Gegenwart thematisieren.
Ob es im Jahre 2028 anlässlich des 200. Todestages des Künstlers zu einem Schubert-Jahr kommen werde, blieb mit Verweis auf die Finanzen offen. Sollte es jedoch möglich sein, werde es deutlich kleiner werden, als das Strauß-Jubiläumsjahr im letzten Jahr, so die Kulturstadträtin.