- Schlossführungen zum »Kosmos Weimar« starten am 20. Januar 2009
- »Chi vive amante... – Ich weiß, dass derjenige, der als Liebhaber lebt, verrückt ist« Joseph Haydn zum 200. Todestag.
Vortrag beleuchtet Zusammenhänge von Goethes »Farbenlehre« und seinem Roman »Die Wahlverwandtschaften«
Vortrag beleuchtet Zusammenhänge von Goethes »Farbenlehre« und seinem Roman »Die Wahlverwandtschaften«
Im Rahmen der Ringvorlesung »Goethes 'Wahlverwandtschaften' und das Ereignis Weimar-Jena« spricht Stefan Blechschmidt am Dienstag, 20. Januar 2009, 18 Uhr, in den Rosensälen (Jena) über das Thema „»… eine Repositur für das Gegenwärtige, ein Archiv für das Vergangene«. Wer schafft Ordnung in den »Wahlverwandtschaften«?"
Die bisherige Forschung zu den »Wahlverwandtschaften« hat bisher versäumt, Goethes gleichzeitige Arbeit am historischen Teil seiner »Farbenlehre« für die Interpretation produktiv zu machen. In der Wissenschaftsgeschichte der »Farbenlehre«, die Goethe als „eine Art Archiv" ankündigt, spielen Ordnung und Organisation eine entscheidende Rolle. Der Vortrag macht die Archivmetapher auch für die »Wahlverwandtschaften« fruchtbar und untersucht die sinnstiftende, ordnende Funktion der Vergangenheit im Roman. Wie in Goethes »Materialien zur Geschichte der Farbenlehre«, so konkurrieren auch in den »Wahlverwandtschaften« die Rechte der Vergangenheit mit denen der Gegenwart.
Stefan Blechschmidt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 482: „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800" und ein ausgewiesener Goethe-Kenner.
Veranstaltungsdaten
»Goethes 'Wahlverwandtschaften' und das Ereignis Weimar-Jena«
Vortrag von Stefan Blechschmidt
Dienstag, 20. Januar 2009 | 18 Uhr
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Rosensäle
Fürstengraben 27 | 07743 Jena
Der Eintritt ist frei