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Blücher an Tauentzien

vom 03.09.1813

H.Q. Laobiu, d. 22'ten August/3. Septbr 1813. Morgens 9 Uhr

Mit großem Vergnügen habe ich aus Ew. Exellenz Schreiben vom 28. August den brillanten Erfolg Hochdero Anstrengungen ersehen, als wozu ich meinen aufrichtigen Gluckwunsch abstatte.

Alies was bey mir vorgegangen ist, wird Ew. Exellenz der anliegende Tagesbericht sagen, und der Lieutenant Graf Haugwitz mündlich überbringen. Den 26. August hat die große Armee Dresden erstürmt, aber nicht bekommen.

Den 27. kam das Corps von Vandamme über Königstein der Armee in die rechte Flanque und

den Rücken. Dieß veranlaßte eine rückgängige Rewegung nach Böhmen. Vandamme folgte, wurde am 30. August angegriffen und giinzlich geschlagen.

General Vandamme nebst 3 Generalen wurde ge&gen, 6000 Mann und 45 Canonen genommen. Die unsrigen haben Peterswalde wieder und den 31. Aug t sollten Colonnen des Feindes bei Altenberge angegriffen weden.

Ich poussire eine Avantgarde von 20000 Mann gegen Bautzen, welche heut Abend daselbst ankommen und den Feind angreifen wird. General Graf Rubna marschirt über Schluckenau

gegen Stolpe.

General Graf St Priest diiigirt sich auf Löbau. Meine Partisans umkreisen den Feind. In diesem Augenblick gehe ich in mein Haupt-Quartier Görlitz ab.

Es freuet mich das du gesund bist, bleib ferner mein Freund.

Blücher

Stargard, d. 4ten April1 1811.

 Gnedigste Frau

Sie haben .mich eine unbeschreiblig Frohe stunde gemagt, Fahren sie doch ia fohrt den Paltz Grden Angst und bange zu machen, wenn ich nuhr der Stoff bin wo mit sie ihm die Hertzens unruhe verursachen, so bemitleide ich ihm nicht wen er auch umkommt aber wie können sie so grausahm sein mich nur erst eher so groisen entfernung ein solches bekentnih abzulegen, erkennen sie meine ufrigtigkeit, ich habe ihnen immer lauht gesagt wie wehrt sie mich sind, und wie innig ich sie verehre wihr wollen Fohrt Fahren uns recht innig guht za sein, und der Paltz Graff soll zu seinem Zorn es wissen

meine gnedige Frau ihr Iiber Brief entheld so vihll angenehmeh vor mich, Herr Massena - hette - denn ufgehört Schrecklich zu sein. wen Schöning die grefin erobert so soll es mich

lib sein, ich bin ihm guht, und wen er hir zu hause ist komt er vihll zu mich.

Hatzfeld seine Sendung ist eiiizig, aber es geschehen heutte zu Tage lauhter Dinge die die vernunft nicht einmahl ahndet bei der Visite so sie von der Frau v. Kleist

gebohrne Rüche1 gehabt hatte ich wohl gegenwertig sein mögen, den negst ihnen bin ich dieser kleinen Frau auch recht guht, und sie thun mich eine Wohltad wenn sie mich sellbiger Empfehlen, leben sie nun wohl meine verehrte komt ihr drolliger Paltz Graff so lassen sie ihm zur vermehrung seiner unruhe meinen briff lessen, und geben mich ein mahl nachricht waß vor ein gesicht er dazu gemagt hat, mit unbegrentzter' Ehrfurcht und verehrung

bin und bleibe ich Euer gnaden treu und gantz gehorsamster Diener

Blücher.