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title: "Das Vaterland | EPOCHE NAPOLEON"
url: "https://www.epoche-napoleon.net/werk/s/schmidt/gedichte/das-vaterland.html"
description: Das Gedicht »Das Vaterland« des Juristen Klamer Eberhard Karl Schmidt (1746-1824), der zum Halberstädter Kreis gehörte.
author: Michael Gnessner
date: 2014-01-02
modified: 2024-12-23
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# Das Vaterland | EPOCHE NAPOLEON

Das Vaterland
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 Das Vaterland liebte der Jüngling schon,
 Wenn er sinnend am Bache saß,
 Und des Bachs Silberstrom mit dem Adlerblicke
 Weithin verfolgte das Thal hinab;

 Dann sprach er: O Emma[\[1\]](#_ftn1)! wie lieb' ich dich!
 Du durchwanderst mein Vaterland!
 Tränkst den Mann, tränkst das Ro´, die für meinen Friedrich
 Zum Kampf in's eiserne Schlachtfeld gehn!

 Das Vaterland liebte der Jüngling schon,
 Wenn das säuselnde Schattendach
 Huha's[\[2\]](#_ftn2) ihn hold umfing, ihm den Pfeil des Mittags
 Abwehrt und summende Wanderer;

 Dann sprach er: Wie hab' ich, o Hain, dich lieb!
Du, du pflegtest des heil'gen Laubs,
Hermann´s Haar kränztest du! o du sollst auch kränzen
Den Brennen, kommt er vom Kampf zurück!

 Das Vaterland liebte der Jüngling schon;
Friedrich sah er im wachenden
Traum; er sah zürnender Ihn im Traum der Nächte,
Und warf die Donner des Ruhms mit ihm.

 Er sahe der Tugend Altäre baun,
Unter Friedrichs Hirtenstab;
Sagt' entzückt: Bleib bei uns, Königin! Altäre,
Wie diese, findest du nirgendwo!

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[\[1\]](#_ftnref1) Dichterischer Name der Holtemma, ein bekanntlich kleiner Fluß
[\[2\]](#_ftnref2) Dichterischer Nameder Huy, ein romantischer Wald im Fürstenthum Halberstadt