Das Reisetagebuch der Antoinette von Massow

aus dem Jahre 1801.

Nachfolgendes Reisetagebuch stellte freundlicherweise Thomas Bieling zur Verfügung. Er entdeckte den Text in einem Familienarchiv und hat ihn freundlicherweise dem Projekt EPOCHE NAPOLEON zur Veröffentlichung angeboten.

Es handelt sich um eine Abschrift eines Reisetagebuches, das von Antoniette von Massow (1771-1821), eine geborene von Pirch, auf Ihrer gut 2 Monate dauernden Reise nach Pommern, Berlin und Potsdam berichtete. Die Reisegesellschaft, bestehend aus der Verfasserin sowie Ihrem Gemahl Caspar Otto von Massow (1744-1827) und ihrer Schwägerin Dorothea von Mach (1763-1848) begann am 24.08.1801 und endete mit einem Wiedersehen der ganzen Familie am 26.10.1801.

Das Reisetagebuch wurde von der Verfasserin Antoinette von Massow nie für die Veröffentlichung vorgesehen, dementsprechend ist hier ein sehr persönlicher Reisebericht entstanden.

Das Original fand Bieling in einem Familienarchiv unter den wenigen, hinterlassenen Papieren ihrer Tochter Agnes von Mach, geb. von Massow. Dieselbe hatte auf dem betreffenden Umschlag folgenden Vermerk gemacht:

Beschreibung der Reise, die meine geliebten Eltern 1801 mit meinem Bruder Hans nach Berlin machten.

Tante Mach begleitete sie; sie reisten mit eigener, vierspänniger Kutsche und hatten Paul und Eva mit, den Diener und die Jungfer; ersterer war 65 Jahre bei dem geliebten Vater.

Dieses mir so unbeschreiblich interessante Schriftchen sollte ich wohl verbrennen. Wer könnte sich später wohl dafür erwärmen?

Feuer ist der sicherste Versteck; könnte ich mich nur dazu entschließen!
Meine Theuren, wann bin ich bei Euch?

Den 10. April 1881
Agnes von Mach, geb. v. Massow

Der besondere Charme dieses kleinen Textes ergibt sich insbesondere aus der Nachschrift von Agnes von Mach, die gut 80 Jahre nach der Reise Ihrer Eltern, einige persönliche Zeilen dieser historischen Quelle zufügte. Insgesamt ist dieses sehr persönliche Dokument eine der wenigen historischen Quellen, die das Leben der Antoinette von Massow lebendig werden lassen.

Es bleibt mir an dieser Stelle wohl nur noch übrig, Euch im Namen von EPOCHE NAPOLEON und Thomas Bieling viel Spaß beim Lesen des Dokuments zu wünschen.


Letzte Änderung der Seite: 29. 07. 2017 - 14:07