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title: "XV. | EPOCHE NAPOLEON"
url: "https://www.epoche-napoleon.net/werk/g/goethe/gedichte1827/11/15.html"
author: Michael Gnessner
date: 2025-02-21
modified: 2025-05-24
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# XV. | EPOCHE NAPOLEON

XV.
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Mädchen

Ich zweifle doch am Ernst verschränkter Zeilen!
 Zwar lausch ich gern bei deinen Silbespielen;
 Allein mir scheint, was Herzen redlich fühlen,
 Mein süßer Freund, das soll man nicht befeilen.

Der Dichter pflegt, um nicht zu langeweilen,
 Sein Innerstes von Grund aus umzuwühlen;
 Doch seine Wunden weiß er auszukühlen,
 Mit Zauberwort die tiefsten auszuheilen.

Dichter

Schau, Liebchen, hin! Wie gehts dem Feuerwerker?
 Drauf ausgelernt, wie man nach Maßen wettert,
 Irrgänglich-klug miniert er seine Grüfte;

Allein die Macht des Elements ist stärker,
 Und eh er sichs versieht, geht er zerschmettert