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title: "III. Kurz und gut | EPOCHE NAPOLEON"
url: "https://www.epoche-napoleon.net/werk/g/goethe/gedichte1827/11/03.html"
author: Michael Gnessner
date: 2025-02-21
modified: 2025-05-24
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# III. Kurz und gut | EPOCHE NAPOLEON

III. Kurz und gut
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Sollt ich mich denn so ganz an sie gewöhnen?
 Das wäre mir zuletzt doch reine Plage.
 Darum versuch ichs gleich am heutgen Tage
 Und nahe nicht dem vielgewohnten Schönen.

Wie aber mag ich dich, mein Herz, versöhnen,
 Daß ich im wichtgen Fall dich nicht befrage?
 Wohlan! Komm her! Wir äußern unsre Klage
 In liebevollen, traurig heitern Tönen.

Siehst du, es geht! Des Dichters Wink gewärtig,
 Melodisch klingt die durchgespielte Leier,
 Ein Liebesopfer traulich darzubringen.

Du denkst es kaum, und sieh! das Lied ist fertig;
 Allein was nun? – Ich dächt, im ersten Feuer
 Wir eilten hin, es vor ihr selbst zu singen.