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title: "35. Kapitel | EPOCHE NAPOLEON"
url: "https://www.epoche-napoleon.net/werk/c/cotta1/schneider/35.html"
description: "Das »35. Kapitel« aus dem Buch »Eulogius Schneider's ehemaligen Professors in Bonn etc. Schicksale in Frankreich« schildert das Leben und Schicksal des deutschen Jakobiners Eulogios Schneider in Straßburg, die durch Christoph Friedrich Cotta (1758-1838) im Jahre 1797 veröffentlicht wurde."
image: "https://www.epoche-napoleon.net/fileadmin/bilder/bio/Schneider_Eulogius.jpg"
author: Michael Gnessner
date: 2016-04-03
modified: 2024-12-23
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# 35. Kapitel | EPOCHE NAPOLEON

Eulogius Schneider's ehemaligen Professors in Bonn etc. Schicksale in Frankreich.
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####  35.

Nun entwickelte sich die Kabale gegen [Schneider](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius"), und in ihm, gegen die sogenannten Fremden, oder Deutschen, recht sichtbar. Die Propagandisten, verbunden mit [Saint-Just](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/saint-just.html "Saint-Just, Louis Antoine de"), Monet, Teterel und Gatteau, [Saint-Justs](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/saint-just.html "Saint-Just, Louis Antoine de") Schreiber, sammelten aller Orten Beschwerden und Anklagen gegen [Schneidern](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius") und die Mitglieder der Commission. [Schneiders](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius") Freunde forschten dem Wesen insgeheim eben so emsig nach, und mehrere schreiben ihm mit der freundschaftlichsten Bitte, es solle eilen, nach Strasburg zu kommen, woselbst man gegen ihn äusserst thätig kabalire und ihn zu Grunde zu richten suche. [Schneider](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius") achtete die so gut gemeinten Winke nicht, und blieb auf dem Lande, in einer Gegend, die wegen des Rufes des Aristokratismus der dortigen Landleute längst sehr verschrien, aber auch mit [Schneiders](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius") Feinden innigst verbunden war. [Schneider](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius") hatte verschiedene, z.B. den Friedensrichter zu Oberehnheim, eine reiche Frau von da mit ihrer Tochter, und Kuhn von Epsig, als der Verrätherei schuldig mit dem Tode bestrafen lassen. Alle diese und noch andre mehr, die an Gelde gestraft wurden, hatten in Strasburg große Verbindungen mit verschiedenen angesehenen Herren. Dieser bediente man sich nun vordersamft gegen [Schneidern](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius") und alle auch noch so unwahrscheinliche, aber nur den Saint-Justianern nicht unmögliche Schandthaten wurden als Klagepunkte gegen ihn aufgenommen und von Gatteau schön amplificirt (nach seiner Landsleute Sitte) an das Comite des allgemeinen Wohls zu Paris geschickt, oder einstweilen bei Seite gelegt.