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title: "32. Kapitel | EPOCHE NAPOLEON"
url: "https://www.epoche-napoleon.net/werk/c/cotta1/schneider/32.html"
description: "Das »32. Kapitel« aus dem Buch »Eulogius Schneider's ehemaligen Professors in Bonn etc. Schicksale in Frankreich« schildert das Leben und Schicksal des deutschen Jakobiners Eulogios Schneider in Straßburg, die durch Christoph Friedrich Cotta (1758-1838) im Jahre 1797 veröffentlicht wurde."
image: "https://www.epoche-napoleon.net/fileadmin/bilder/bio/Schneider_Eulogius.jpg"
author: Michael Gnessner
date: 2016-04-03
modified: 2024-12-23
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# 32. Kapitel | EPOCHE NAPOLEON

Eulogius Schneider's ehemaligen Professors in Bonn etc. Schicksale in Frankreich.
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####  32.

Als die besagte Revolutionskommission ihr Geschäfte antrat, verkündigte [Schneider](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius") den Gliedern derselben voraus, daß sie das Opfer ihres Eifers für das Beste des von allen Seiten verrathenen Vaterlandes werden würden; allein sie wollten, so lange es noch bei ihnen stünde, sich mit ihm aus allen Kräften dem Unwesen zu widersetzen suchen, und dem weit gefährlichern Feind, der innerhalb der Mauern Strasburgs heimlich und offenbar wüthe, dreist entgegen zu arbeiten sich entschließen. [Schneider](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schneider01.html "Schneider, Eulogius") schien schon damals sich verloren zu geben; allein er mochte doch noch manchmal den Gedanken in sich nähren, daß er sich auch täuschen könne in seiner Meinung über die Anschläge der Bösewichte, die unter der Firma: eifrige tadelfreie Republikaner, und unter [Saint-Just's](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/saint-just.html "Saint-Just, Louis Antoine de"), Monet's, Gatteau‘s[\[1\]](#_ftn1), Teterel's und Delatre‘s Anführung nichts mehr und nichts weniger vorhatten, als Strasburgs Bürger ganz auzurauben, und dann aus ihren alten väterlichen Sitzen völlig zu verjagen. Das nämlich war auch dem übrigen Elsasse bestimmt.

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[\[1\]](#_ftnref1) Von diesem Gatteau merke ich nur so viel an, daß sein Siegel eine Guillotine enthielt; er war Jakobinermitglied von Paris, kam nach dem 9ten Thermidor mit andern mehr, die als [Robespierre's](https://www.epoche-napoleon.net/bio/r/robespierre03.html "Robespierre, Maximilian de") Gespane durch die abscheulichsten Unmenschlichkeiten sich bekannt gemacht hatten, in die Conciergerie, und – befindet sich wahrscheinlich noch daselbst. Er fabricirte alle die verlogenen, Strasburgs Ehre so nachteheiligen Berichte, die dann [Saint-Just](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/saint-just.html "Saint-Just, Louis Antoine de") an das Comite‘ des öffentlichen- Wohls absandte, zu dessen Mitglied er sich durch seine Thaten in Strasburg so wohl qualifizirt hatte, daß er sogleich nach Beendigung seiner heillosen Commission im Elsaße auch wirklich Mitglied dieses Comite’s wurde.