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title: "Friedrich Christian Georg Kapp | EPOCHE NAPOLEON"
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description: Friedrich Christian Georg Kapp (24.03.1792–08.02.1866) war ein deutscher Gymnasialdirektor, Pädagoge und Schulreformer in Westfalen. Als Direktor des Gymnasiums Hammonense in Hamm und engagierter Reformpädagoge wirkte er im Kontext der 1848er Bewegung für kostenlose Schulbildung, Gemeinschaftsunterricht und eine Öffnung der traditionellen Gymnasien.
author: Michael Gnessner
date: 2024-10-08
modified: 2026-10-17
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# Friedrich Christian Georg Kapp | EPOCHE NAPOLEON

Friedrich Christian Georg Kapp
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*\* 24.03.1792 n Ludwigsstadt*
*† 08.02.1866 in Hamm*

Friedrich Christian Georg Kapp wurde am 24.03.1792 in Ludwigsstadt (Oberfranken) als Sohn von Johann Christian Wolfgang Kapp (1763-1814) und seiner Frau Sophie Dorothea Friedlein (1765-1812).

In der Familie Kapp existierten mehrere Geschwister, darunter der später bedeutende Philosoph Ernst Kapp (1801–1896).

Er heiratete die Amalie Keck (1798–1836). Aus dieser Ehe ging unter anderem der Sohn Friedrich Alexander Kapp (1824–1884) hervor.

Kapp absolvierte sein Gymnasium-Studium am Gymnasium Christian-Ernestinum in Bayreuth und immatrikulierte sich am 08.05.1810 an der Universität Erlangen für Evangelische Theologie und Philosophie. 1813 promovierte er an der Ruprecht‑Karls‑Universität Heidelberg zum Dr. phil. Im Jahre 1815 hielt sich der Pädagoge im Bildungsinstitut von Johann Heinrich Pestalozzis auf und habilitierte 1817 in Erlangen.

Im Jahre 1819 folgte er einen Ruf als Privatdozent an die Rheinische Friedrich‑Wilhelms‑Universität Bonn, die ein Jahr zuvor gegründet wurde. Da ihm eine Professur für Philologie versagt blieb, beendete er 1821 navh Hamm.

Am 01.02.1821 trat er eine Stelle als Oberlehrer am Gymnasium Hammonense in Hamm (Westfalen) an. Drei Jahre erfolgte seine Berufung zum Direktor der Schule.

Als Direktor des Gymnasiums Hammonense stand Kapp in der Tradition der Schul- und Bildungsreform Pestalozzis So propagierte der Pädagoge neben der klassischen humanistischen Bildung (Latein, Griechisch) eine stärkere Betonung der Realfächer und eine „breitgefächerte Allgemeinbildung“.

Kapp veröffentlichte unter anderem: Der wissenschaftliche Schulunterricht als Ganzes. Oder die Stufenfolge des naturkundigen Schulunterrichts als des organischen Mittelgliedes zwischen Erdkunde und der Geschichte. Hamm 1834. Weitere kleinere Aufsätze und Beiträge zur Schul- und Unterrichtsorganisation sind erwähnt,

1848 engagierte er sich für die revolutionären Gedanken und Reformbewegungen in der preußischen Provinz Westfalen. Im April lud er alle Lehrer der Provinz Westfalen zu einer Versammlung nach Hamm ein, in der eine Resolution zur Schulreform in Preußen (u. a. kostenlose Schulbildung, Gemeinschaftsunterricht, Trennung von Staat und Kirche) verabschiedet wurde. Am 09.06.1848 wirkte er bei der Unterrichtskommission der Preußische Nationalversammlung mit.

Seine Reformforderungen machten ihn politisch exponiert. Mit dem Scheitern der Revolution 1848/49 war auch seine Position in der schulischen Hierarchie gefährdet: Am 01.10.1852 wurde er vorzeitig pensioniert.

Kapp war Mitglied der Freimaurer und gehörte in Erlangen der Loge „Libanon zu den drei Cedern“ an.

Sein Wirken als Schulreformer vernetzte ihn mit der Lehrer- und Bildungsbewegung in Westfalen, auch wenn detaillierte Aufzeichnungen zu seinem Freundeskreis begrenzt sind.

Er heiratete Amalie Keck (1798–1836). Aus dieser Ehe ging unter anderem der Sohn Friedrich Alexander Kapp (1824–1884) hervor.

Kapp starb am 08.02.1866 in Hamm (Westf.) im Alter von 73 Jahren.

 Werke:
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- Der wissenschaftliche Schulunterricht als Ganzes. Oder die Stufenfolge des naturkundigen Schulunterrichts als des organischen Mittelgliedes zwischen Erdkunde und der Geschichte. Hamm 1834