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title: "Ferdinand Hartmann | EPOCHE NAPOLEON"
url: "https://www.epoche-napoleon.net/bio/h/hartmann01.html"
description: Ferdinand Hartmann (1762-1842) war Historienmaler und Freund Heinrich von Kleists, den er mit Motiven für »Das Käthchen von Heilbronn« inspirierte. Sein Elternhaus war eines der geistlich-literarischen Zentren in Süddeutschland.
image: "https://www.epoche-napoleon.net/fileadmin/bilder/Biographien/Hartmann-Ferdinand.jpg"
author: Michael Gnessner
date: 2013-04-14
modified: 2026-06-07
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# Ferdinand Hartmann | EPOCHE NAPOLEON

Ferdinand Hartmann
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*\* 14.07.1774 in Stuttgart
† 06.01.1842 in Dresden*

         ![Ferdinand Hartmann (1774-1842) war ein aus Stuttgart stammender Maler, der in Dresden als Historienmaler tärig war.](https://www.epoche-napoleon.net/fileadmin/_processed_/4/9/csm_Hartmann-Ferdinand_8184521478.jpg "Hartmann, Ferdinand") Ferdinand Hartmann (1774-1842)

Ferdinand Hartmann wurde am 14.07.1742 in Stuttgart geboren. Er war der jüngste Sohn des Hof- und Domänenrats Johann Georg Hartmann und der Juliane Friederike Spittler (1736-1799). Er besuchte, wie seine älteren Brüder August (1764-1849), Ludwig (1766-1852), Friedrich (1767-1851), Wilhelm (1770-1823) die Hohe Karlsschule.

Das Elternhaus des Malers entwickelte sich schon früh zu einem geistig literarischen Zentrum seiner Zeit. Im Hartmannschen Haus verkehrten unter anderem der Dichter und Schiller-Freund [Karl Philipp Conz](https://www.epoche-napoleon.net/bio/c/conz.html "Conz, Karl Philipp") (1762-1827), der Journalist Christian Friedrich Daniel Schubert (1739-1791) sowie die Lyriker Friedrich Haug und Friedrich Christoph Weissler. Auch die Künstler Nicolas Guibal (1725-1784) und J.G. Müller gehörten, wie Johann Kaspar Schiller und dessen Sohn Friedrich, gehörten zu regelmäßigen Gästen des Elternhauses. Auch Johann Wolfgang von [Goethe](https://www.epoche-napoleon.net/bio/g/goethe.html "Goethe, Johann Wolfgang von") und Herzog [Carl August](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/sachsen-weimar-eisenach02.html "Sachsen-Weimar-Eisenach, Carl August von") gehörten 1779 aus der Schweiz kommend zu den Gästen des Hauses.

Nachdem er die Malerschule in Stuttgart hatte besuchte der angehende Künstler die Rom, wo er zwischen 1794 und 1798 bei Carstens seine Fertigkeiten vervollkommnete.abgeschlossen

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland fand er zunächst kurzfristige Anstellungen in Stuttgart und Dessau. Im Jahre 1803 ließ sich Hartmann in Dresden nieder, wo er bis auf zwei kurze Unterbrechungen für Romreisen bis zu seinem Lebensende blieb.

Im Jahre 1801 wurde der Maler mit einen Weimarer Kunstpreis, von [Goethe](https://www.epoche-napoleon.net/bio/g/goethe.html "Goethe, Johann Wolfgang von") gestiftet, geehrt. Er gehörte den Dresdener Freundeskreis des Malers Gerhard von Kügelgen an. So traf er mit den Philosophen [Adam Müller](https://www.epoche-napoleon.net/bio/m/mueller-nitterdorf.html "Müller von Nittendorf, Adam Heinrich") ebenso wie mit Heinrich von Kleist oder [Gotthilf Heinrich Schubert](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schubert03.html "Schubert, Gotthilf Heinrich von") zusammen.

Vermutlich hatte Hartmann damit einen großen Einfluss auf Kleists Stück »Käthchen von Heilbronn oder die Die Feuerprobe« als man bisher angenommen hat. So beschäftigte sich [Schubert](https://www.epoche-napoleon.net/bio/s/schubert03.html "Schubert, Gotthilf Heinrich von") mit der magnetischen Heilbehandlung des Heilbronner Arztes Gmelin. So könnten die einzelne von Gmelin geleitete Séancen Kleist als Anregung gedient haben. Es scheint auch, dass Kleist bei der Wahl des Ortes, an dem das Stück spielte, durch Hartmann beeinflusst wurde. Lebte doch seine Schwester Johanna Henriette Friederike Mayer zwischen 1797 und 1803 und dann wieder ab 1809 in der Stadt.

Vom Jahre 1810 bis zu seinem Tode unterrichtete Hartmann Historienmalerei an der Dresdener Kunstakademie. Seit dem Jahre 1825 gehörte der Historienmaler auch dem Direktorium der Dresdener Akademie an. Insgesamt galt er als einer der produktivsten Vertreter des Klassizismus.

Ferdinand Hartmann starb am 06.01.1842 im Alter von 67 Jahren in seiner Wahlheimat Dresden.

 Werke:
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- Helena von Venus und Amor zu Paris geführt; Zeichnung, 1799
- Eros und Anteros; Ölgemälde, Dresden, 1803
- Sitzende Dame am Meer; Aquarell
- Entenjagd; Sepiazeichnung, 1833
- Die Kinder Edmund und Isabella mit Hündchen, Ölgemälde, München, 1835
- Die schöne Bertha, Ölgemälde, München, München, 1835
- Der Finanzminister Ludwigs I, Ölgemälde, München, 1837
- Die Frau des Finanzministers, Ölgemälde, München, 1837
- Mädchen am Klavier, Ölgemälde, München, 1837