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title: "Pauline Fourès | EPOCHE NAPOLEON"
url: "https://www.epoche-napoleon.net/bio/f/foures.html"
description: Pauline Fourès (1778–1869) wurde als Mätresse Napoleons während des Ägyptenfeldzugs bekannt. Sie ein bewegtes Leben als talentierte Malerin, Schriftstellerin und Unternehmerin.
author: Michael Gnessner
date: 2024-10-08
modified: 2026-10-17
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# Pauline Fourès | EPOCHE NAPOLEON

Pauline Fourès
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*\* 15.03.1778 in Pamiers*
*† 18.03.1869 in Paris*

Pauline Fourès wurde am 15.03.1778 in Pamiers im Département Ariège als Tochter des Uhrmachers Henri-Jacques-Clément Bellisle und seiner Frau Marguerite Barandon geboren.

Sie erlernte den Beruf der Modistin und arbeitete in ihrer Heimatstadt. Dort begegnete sie dem Kavallerieoffizier Jean-Noël Fourès, den sie am 27. Januar 1798 heiratete, der sich auf Halbsold gesetzt von einer Verwundung erholte.

Kurz nach ihrer Hochzeit wurde Jean-Noël Fourès für die Kavsllerie in Napoleons Ägyptenexpedition reaktiviert. Da Ehefrauen nicht offiziell mitreisen durften, verkleidete sich Pauline als einfacher Kavallerist und gelangte so unerkannt am Bord des Truppentransporters „La Lucette“ nach Alexandria.

Nach ihrer Ankunft in Kario bezog sie offiziell im Tivoli Égyptien eine Wohnung.

In Kairo fiel sie [Napoléon](https://www.epoche-napoleon.net/bio/b/bonaparte.html "Bonaparte, Napoléon") auf, der sie bald zu seiner Geliebten machte. So beauftragte er seine Adjutanten Géraud Christophe Michel Duroc und Jean Andoche Junot um die junge Frau zu werben.

Um ihren Ehemann zu entfernen, wurde Jean-Noël Fourès, am 18.10.1798 zum Leutnant befördert, mit angeblich wichtigen Depeschen nach Frankreich geschickt. Sein Schiff Le Chasseur verließ am 28.12.1798 Ägypten, wurde jedoch von der Fregatte HMS Lion abgefangen, und er kehrte unerwartet zurück. Nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung ließ sich Pauline von ihm scheiden.

Zwischenzeitlich war Fourès in eine großzügige Villa umgezogen, die an [Napoléons](https://www.epoche-napoleon.net/bio/b/bonaparte.html "Bonaparte, Napoléon") Hauptquartier angrenzte. Er überhäufte sie mit zahlreichen Geschenken.

[Napoléon](https://www.epoche-napoleon.net/bio/b/bonaparte.html "Bonaparte, Napoléon") nannte sie liebevoll „Kleopatra“ und „La Générale“. Als er Ägypten verließ, blieb sie weiterhin in Ägypten und wurde wandte sich General Jean-Baptiste Kléber zu und wurde für mehrere Monate dessen Geliebte. Später kehrte sie nach Frankreich zurück.

Nach der Rückkehr nach Frankreich stattete [Napoléon](https://www.epoche-napoleon.net/bio/b/bonaparte.html "Bonaparte, Napoléon"), der inzwischen zum Ersten Konsul aufgestiegen war, stellte ihr eine großzügig ausgestattete Wohnung und ein regelmäßiges Einkommen zur Verfügung.

Auf [Napoléons](https://www.epoche-napoleon.net/bio/b/bonaparte.html "Bonaparte, Napoléon") Wunsch heiratete Pauline am 11.10.1801 den Infanterieoffizier Pierre-Henri de Ranchoup. Anlässlich der Hochzeit wurde ihr Gatte mit der Leitung der Militärverwaltung von Santander befördert. Die Ehe war jedoch unglücklich, und sie lebte weiterhin in Paris, wo sie bereits eine anerkannte Saloniere war.

In einer dritten Ehe heiratete sie Jean-Auguste Bellard, einen ehemaligen Offizier der Kaiserlichen Garde. Mit ihm reiste sie nach Brasilien, wo sie im Handel mit exotischen Hölzern nach Frankreich erfolgreich war. Erst im Jahre 1837 kehrte sie wohlhabend nach Paris zurück und bezog wieder eine große Wohnung in der französischen Metropole und veranstaltete erneut literarische Salons, konnte jedoch nicht mehr an ihre früheren Erfolge anknüpfen.

Fourès war eine begabte Malerin und Schriftstellerin. Ihr Selbstporträt ist in der französischen Nationalbibliothek erhalten. Sie veröffentlichte die Romane „Lord Wentworth“, der 1813 erschien. Im folgenden Jahr veröffentlichte sie den Roman „Aloïze de Mespres“. Zwanzig Jahre später publizierte sie nochmals einen Roman unter dem Titel „Une châtelaine du XIIe siècle“.

Zudem war die Saloniere eine leidenschaftliche Kunstsammlerin und vermachte der Stadt Blois mehrere Gemälde.

In ihren letzten Lebensjahren führte Pauline Fourès ein unkonventionelles Leben, das oft für Aufsehen sorgte. Sie rauchte Pfeife, las Zeitungen öffentlich und nahm ihren Hund mit in die Kirche. Auch umgab sie sich in ihrer Wohnung mit mehreren Affen.

Am 18. März 1869 starb sie im Alter von 91 Jahren in Paris und wurde auf dem Friedhof Père Lachaise beigesetzt.

In der Literatur wurde sie unter anderem in Stefan Zweigs Stück „Ein Caprice de Bonaparte“ thematisiert.

 Romane:
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- Lord Wentworth (1813)
- Aloïze de Mespres (1814)
- Une châtelaine du XIIe siècle (1834)