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title: "Zweiter Koalitionskrieg (1799–1802) | EPOCHE NAPOLEON"
url: "https://www.epoche-napoleon.net/berger.html"
description: "Der Zweite Koalitionskrieg (1799–1802): Ursachen, Verlauf und Folgen – von Suworows Triumphzug in Italien bis zu Napoleons Siegen bei Marengo und Hohenlinden."
author: Michael Gnessner
date: 2025-09-21
modified: 2026-03-26
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# Zweiter Koalitionskrieg (1799–1802) | EPOCHE NAPOLEON

Der Zweite Koalitionskrieg (1798/99–1802) war der zweite große militärische Waffengang zwischen dem revolutionären Frankreich und einer Allianz europäischer Mächte, der in seinen Auswirkungen weit über das bloße Schlachtgeschehen hinauswirkte. Eine Koalition aus Russland, Österreich, Großbritannien, dem Osmanischen Reich, Portugal, dem Königreich Neapel und dem Kirchenstaat trat an, um die im Ersten Koalitionskrieg erlittenen Verluste rückzumachen und die von Frankreich errichteten Satellitrepubliken zu zerschlagen. Der Krieg gliedert sich in zwei grundlegend verschiedene Phasen.

In der ersten Phase (1798/99–Herbst 1799) erzielte die Koalition bemerkenswerte Erfolge: Unter dem Oberbefehl des legendären russischen Feldmarschalls Alexander Suworow wurden die französischen Tochterrepubliken in Norditalien zerschlagen, und in der Schweiz drängten österreichisch-russische Heere die französischen Armeen weit zurück. Doch innere Widersprüche, strategische Fehler und Russlands überraschender Rückzug aus dem Bündnis eröffneten Frankreich neuen Spielraum.

Die zweite Phase (1799–1802) war geprägt durch eine politische und militärische Revolution in Frankreich selbst: Napolon Bonaparte kehrte aus Ägypten zurück, ergriff am 18. Brumaire des Jahres VIII (09.11.1799) die Staatsgewalt und verwandelte sich vom republikanischen General in den Ersten Konsul. Mit den vernichtenden Siegen bei Marengo (14.06.1800) und Hohenlinden (03.12.1800) zwang er Österreich in den Frieden. Der Friede von Lunéville vom 09.02.1801 festigte Frankreichs Hegemonie über den europäischen Kontinent; der Friede von Amiens vom 27.03.1802 beendete auch den Krieg mit Großbritannien.

Die historischen Folgen reichten weit: Die Niederlage der Alliierten ebnete den Weg für Napoleons Aufstieg zum Kaiser der Franzosen (1804), ermöglichte den Reichsdeputationshauptschluss von 1803, der die politische Landkarte des Heiligen Römischen Reiches radikal veränderte, und bestätigte die territoriale Neuordnung Europas im Geiste der Französischen Revolution. Der Zweite Koalitionskrieg ist das entscheidende Scharnier zwischen dem Zeitalter der Revolution und dem Zeitalter Napoleons.

 Vorgeschichte: Der Erste Koalitionskrieg und seine Folgen
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Um die Ursachen des Zweiten Koalitionskrieges zu verstehen, muss der Blick auf den Ausgang des Ersten Koalitionskrieges (1792–1797) gerichtet werden. Der Friede von Campo Formio vom 17./18. Oktober 1797 zwischen Frankreich und der Habsburgermonarchie hatte den Krieg auf dem Kontinent formal beendet, löste jedoch keinen der grundlegenden Konflikte. Österreich trat die Österreichischen Niederlande ab und erkannte die Cisalpinische Republik in Norditalien an; als Kompensation erhielt es Venedig, Teile des Friauls und Dalmatien. Die linkrheinischen deutschen Gebiete verblieben unter französischer Kontrolle. Großbritannien setzte seinen Seekrieg gegen Frankreich fort, nachdem Friedensverhandlungen über die Frage der Kapkolonie und Ceylons gescheitert waren.[\[1\]](#fn1)

Zwischen 1796 und 1799 hatte Frankreich ein System von Tochterrepubliken errichtet, die als politisch-ideologische Vorposten der Revolution und als wirtschaftliche Ressourcen dienten: die Batavische Republik (Niederlande, 1795), die Helvetische Republik (Schweiz, 1798), die Cisalpinische (1797), die Römische (1798) und die Parthenopäische Republik (Neapel, Januar 1799). Diese erzwungenen Neugründungen auf Kosten bestehender Monarchien erzeugten tiefe Verbitterung an europäischen Fürstenständen und nährten den Wunsch nach einer revisionistischen Koalition.[\[2\]](#fn2)

Ein besonderer Katalysator für die neue Allianz war Napoleons Ägyptenfeldzug. Im Mai 1798 stach eine französische Armée d’Orient von etwa 35.000 Mann in See, um Ägypten zu erobern und damit Großbritanniens Weg nach Indien zu bedrohen. Napoleon nahm Malta am 10.–12. Juni 1798 ein – ein Schlag gegen den Johanniterorden, der Zar Paul I. von Russland als dessen Großmeister tief kränkte – und landete am 01./02. Juli 1798 bei Alexandria. Zu Lande zunächst erfolgreich (Pyramidenschlacht, 21.07.1798), erlitt die französische Flotte unter Konteradmiral Brueys am 01./02. August 1798 in der Seeschlacht von Abukir eine vernichtende Niederlage gegen Vizeadmiral Horatio Nelson. Damit war Napoleon mit seiner Armee im Orient isoliert.[\[3\]](#fn3)

Schließlich vergiftete das Scheitern des Rastatter Kongresses (1797–1799) die Diplomatie vollends. Die nach Campo Formio vorgesehenen Verhandlungen über die Entschädigungen für linksrheinisch verlorene Gebiete blieben ergebnislos; Frankreich nutzte die Zeit zu weiteren Annexionen in der Schweiz und in Italien. Die Ermordung der französischen Gesandten durch österreichische Husaren am 28. April 1799 am Rande des Kongresses machte einem diplomatischen Ausgleich ein definitives Ende.[\[4\]](#fn4)

 Die Bildung der Zweiten Koalition
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Die Zweite Koalition war eine heterogene Allianz, deren Mitglieder ein gemeinsames Ziel – die Eingrenzung der französischen Expansion – verfolgten, dabei aber grundlegend verschiedene strategische Interessen hatten. Russland unter Zar Paul I. (reg. 1796–1801) sah sich als Hüter der europäischen monarchischen Ordnung; seine persönliche Kränkung über die Besetzung Maltas und Napoleons Überfall auf das osmanische Ägypten trieb ihn in das antifranzösische Bündnis. Im Dezember 1798 schloss Russland zunächst einen Vertrag mit dem Osmanischen Reich, das Frankreich wegen der Ägyptenbesetzung bereits den Krieg erklärt hatte; kurz darauf wurde ein älteres russisch-britisches Bündnis erneuert.[\[5\]](#fn5)

Großbritannien, seit dem Ersten Koalitionskrieg im Seekrieg mit Frankreich, war der diplomatische Motor der neuen Allianz. Premierminister William Pitt der Jüngere stellte erhebliche Subsidien bereit, um die Kampfkraft der Verbjündeten zu finanzieren. Österreich, durch Campo Formio geschwacht aber nicht besiegt, sah in der neuen Koalition eine Chance zur Revision der erlittenen Verluste. Es gestattete zunächst den Durchmarsch einer russischen Armee von 60.000 Mann durch habsburgisches Gebiet nach Italien. Als Frankreich dies am 12. März 1799 als Kriegsgrund bewertete und Österreich erklärte, war die Koalition formell geöffnet.[\[6\]](#fn6)

Portugal, das Königreich Neapel – unter König Ferdinand III. und seiner energischen Gemahlin Königin Maria Karolina von Österreich, einer Schwester Marie Antoinettes – sowie der Kirchenstaat traten der Koalition bei. Preußen hingegen hielt unter König Friedrich Wilhelm III. seine bewaffnete Neutralität aufrecht und verweigerte jegliche Beteiligung. Die norddeutschen Reichsstände folgten dem preußischen Beispiel; die süddeutschen Reichsstände, insbesondere Kurbayern, Württemberg und Kurmainz, beteiligten sich mit bescheidenen Kontingenten am formell fortbestehenden Reichskrieg. Dass Preußen fernblieb, schmälerte den Erfolg der Koalition dauerhaft.[\[7\]](#fn7)

Frankreich selbst befand sich in einer innenpolitisch schwierigen Lage. Das Direktorium (1795–1799) war durch Korruption, Ineffizienz und politische Instabilität geschwacht. Die französische Armee, einst über eine Million Mann stark, zählte nur noch rund 250.000 einsatzfähige Soldaten, die entlang der langen Grenzen von Holland bis Neapel verstreut waren. Dies schien die Koalition in eine günstige Ausgangsposition zu bringen – doch sollte es sich als Fehler erweisen, Frankreichs militärisches Potenzial zu unterschatzen.[\[8\]](#fn8)

 Kriegsbeginn: Der voreilige Angriff Neapels (1798)
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Der Krieg begann in gewissem Sinne bereits vor seiner formellen Eröffnung auf den Hauptoperationsschaupltzen. Das Königreich Neapel, angestachelt von Königin Maria Karolina und dem britischen Botschafter Sir William Hamilton, schritt im November 1798 voreilig zur Offensive. General Karl Mack von Leiberich – in österreichischen Diensten stehend, aber von Neapel als Oberbefehlshaber verpflichtet – marschierte am 22. November 1798 mit 80.000 Mann auf Rom. Der französische Befehlshaber General Jacques MacDonald musste sich mit seinen nur 6.000 Mann aus der Stadt zurückziehen. Am 27. November 1798 rükte König Ferdinand III. selbst triumphierend in die Ewige Stadt ein.[\[9\]](#fn9)

Der Triumph währte nur Tage. Bereits am 05. Dezember 1798 schlugen die Franzosen bei Porto Fermo und Civita Castellana zurück. Meutereien brachen in Macks Truppen aus; der viel gerufmte General erwies sich als unfhig. Am 14. Dezember 1798 war MacDonald wieder Herr über Rom. Anfang 1799 erhielt er den Befehl, Neapel selbst zu erobern. Im Januar 1799 fiel das Königreich Neapel; König Ferdinand III. musste auf die Insel Sizilien fliehen. Am 22. Januar 1799 wurde die Parthenopäische Republik ausgerufen. Die neuen republikanischen Herren stützten sich allerdings fast ausschließlich auf die gebildete napoletanische Oberschicht und auf französische Bajonette; die breite Bevölkerung blieb der Monarchie treu.[\[10\]](#fn10)

Das neapolitanische Desaster illustrierte exemplarisch ein Grunddilemma der Koalition: fehlende Koordination, überhastetes Vorgehen und mangelnde militärische Vorbereitung. Mack, der später auch bei der Kapitulation von Ulm (1805) Schmach auf sich laden sollte, trug die Hauptverantwortung für das Scheitern. Auch das britische Engagement, repräsentiert durch Nelson und den Botschafter Hamilton, verstärkte die überstürzte Entscheidung Neapels zum Krieg. Die Lektion blieb unbeachtet: In der Folge sollten ähnliche Koordinationsmängel die gesamte Zweite Koalition begleiten.[\[11\]](#fn11)

 Der Feldzug in Süddeutschland und der Schweiz 1799
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Nachdem Frankreich am 12. März 1799 Österreich den Krieg erklärt hatte, entfalteten sich rasch die Kämpfe auf den Hauptoperationsschaupltzen. In Süddeutschland überquerte die französische Donauarmee unter General Jean-Baptiste Jourdan mit 45.000 Mann bei Kehl und Basel den Rhein und drang nach Süddeutschland vor. Ihr gegenüber standen 77.000 Österreicher unter Erzherzog Karl, einem der fähigsten Feldherren der Koalitionsperiode. In den Schlachten bei Ostrach (21. März 1799) und Stockach (25. März 1799) wies er die Französen zurück; Jourdan musste sich auf Villingen zurückziehen und legte sein Kommando nieder. General Jean Moreau übernahm die Befehlsgewalt über die Donauarmee.[\[12\]](#fn12)

In der Westschweiz versuchte General André Masséna mit der französischen Helvetischen Armee, Österreich zu binden. Sein Angriff über den Alpenrhein bei Feldkirch scheiterte am 22./23. März 1799 in der Schlacht bei Feldkirch, wo sich österreichischer Landsturm unter General Franz Jelačić erfolgreich behauptete. Die Französen räumten den östlichen Teil der Helvetischen Republik. Die österreichischen Heere unter Erzherzog Karl und Feldmarschalleutnant Friedrich von Hotze – dem der Kampf das Leben kosten sollte – vereinigten sich und drangen westwärts vor.[\[13\]](#fn13)

In der Ersten Schlacht bei Zürich (04.–07. Juni 1799) zwangen die verbjündeten Heere Masséna zum Rückzug auf das westliche Limmatufer. Doch der Wendepunkt ließ nicht lange auf sich warten. Im August 1799 traf ein russisches Hilfskorps unter General Alexander Rimski-Korsakow in Schaffhausen ein. Erzherzog Karl, den Wien für die Niederlande-Expedition abzog, übergab das Schweizer Kommando an Korsakow und Hotze – eine verhängnisvolle Entscheidung, die die Koalitionsstellung in der Schweiz erhebblich schwächte.[\[14\]](#fn14)

Am 25./26. September 1799 schlug Masséna in der Zweiten Schlacht bei Zürich das russisch-österreichische Heer vernichtend. General Rimski-Korsakow erlitt schwere Verluste; Feldmarschalleutnant Hotze fiel im Kampf. Die Reste der alliierten Schweizarmee flohen über den Rhein. Massénas Sieg bei Zürich war ein Meilenstein: Er rettete die Helvetische Republik, verhinderte einen alliierten Vormarsch auf das französische Kernland und isolierte Suworows von Süden heranrückende Armee in einer strategisch hoffnungslosen Lage. In den Geschichtsbüchern Frankreichs gilt Masséna seitdem als „l’Enfant chéri de la Victoire“ – das Lieblingskind des Sieges.[\[15\]](#fn15)

 Der Feldzug in Norditalien 1799: Suworows Triumphzug
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In Norditalien vollzog sich in der ersten Jahreshälfte 1799 eine militärische Kehrtwendung von historischen Dimensionen. Die französische Armee in Italien unter General Barthélémy Schérer – einem mittelmligen Feldherrn, der durch seine Misserfolge bereits in Verruf geraten war – schritt im März zur Offensive, wurde aber in der Schlacht bei Magnano am 05. April 1799 von den Österreichern unter General Paul Kray schwer geschlagen.[\[16\]](#fn16)

Am 08. April 1799 traf das erste Korps der russischen Armee unter General Rosenberg in Villach ein. Zar Paul I. hatte den legendären Feldmarschall Alexander Wassiljewitsch Suworow trotz persönlicher Antipathie mit dem Oberbefehl über die kombinierte russisch-österreichische Streitmacht in Italien betraut. Suworow, der in Jahrzehnten der Kriegsführung an der türkischen Grenze und in Polen seinen Ruf erworben hatte, erkannte sofort die operative Lage. In der Schlacht an der Adda (25.–27. April 1799) vernichtete er die französische Armee unter General Jean Moreau. Am 29. April zog das verbjündete Heer triumphierend in Mailand ein. Die Cisalpinische Republik brach zusammen.[\[17\]](#fn17)

Suworow wandte sich nach Süden, um die Vereinigung Moreaus mit der aus Süditalien heranmarschierenden Armee unter General Jacques MacDonald zu verhindern. In der blutigen dreitagigen Schlacht an der Trebbia (17.–20. Juni 1799) schlug er MacDonalds Truppen. Am 26. Mai 1799 hatte er bereits Turin besetzt; am 15. August 1799 besiegte er in der Schlacht bei Novi auch den neuen französischen Oberbefehlshaber General Barthélémy-Catherine Joubert, der dabei den Tod fand. Norditalien schien für die Koalition gesichert.[\[18\]](#fn18)

Doch Wiens strategische Prioritten lagen woanders: Österreich wollte die wertvollen norditalienischen Gebiete selbst behalten und sah in Suworows Absicht, das Königreich Sardinien wiederherzustellen, eine Bedrohung eigener Interessen. Der Feldmarschall, der auf einen Marsch nach Frankreich drängte, wurde stattdessen in die Schweiz beordert, um Rimski-Korsakow zu unterstützen – eine verhängnisvolle strategische Fehlentscheidung. Auch in Süditalien brach die Parthenopäische Republik zusammen: Die Sanfedisten-Armee des Kardinals Fabrizio Ruffo landete im März 1799 in Kalabrien, und am 13. Juni 1799 fiel Neapel. Viele republikanische Patrioten wurden trotz einer vereinbarten Kapitulation – auf Betreiben Nelsons und der Königin Maria Karolina – hingerichtet, darunter der Philosoph Francesco Mario Pagano und der Admiral Francesco Caracciolo.[\[19\]](#fn19)

 Die britisch-russische Expedition in die Niederlande
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Parallel zu den Kämpfen in der Schweiz und in Italien plante London eine Expedition in die Niederlande, um den früheren niederländischen Statthalter Wilhelm V. von Oranien wiederzueinsetzen und die batavische Flotte zu neutralisieren. Man setzte auf eine royalistische Erhebung der niederländischen Bevölkerung und hoffte, damit das französische Satellitenregime zum Einsturz zu bringen. Eine Streitmacht von etwa 27.000 Briten und 17.000 Russen sollte unter dem Kommando des Herzogs von York, Friedrich August, operieren.[\[20\]](#fn20)

Am 27. August 1799 landete ein britisches Vorhutkorps unter Generalleutnant Sir Ralph Abercromby bei Callantsoog. Bereits am 30. August 1799 gelang mit der Kapitulation im Vlieter ein erster spektakulärer Erfolg: Konteradmiral Story übergab das batavische Texel-Geschwader mit 3.700 Mann und 632 Kanonen kampflos an die Briten. Dieser Triumph erwies sich jedoch als trügerisch. Der französisch-batavische Oberbefehlshaber General Guillaume Brune konzentrierte seine Krsfte rasch und führte einen wirkungsvollen Gegenstoss.[\[21\]](#fn21)

Die erhoffte royalistische Erhebung blieb aus. Die für die Niederlande karaktaristische Landschaft aus Überschwemmungsgebieten und Kanlen begünstigte die Verteidiger und lähmte die britische Bewegungsfreiheit. In der Schlacht bei Bergen (19. September 1799) konnten die Französen und Bataver bereits verlorene Stellungen zurückerobern. Der Entscheidungsversuch bei Castricum (06. Oktober 1799) scheiterte ebenfalls. In der Konvention von Alkmaar (18. Oktober 1799) sicherte sich der Herzog von York den freien Abzug seiner Truppen gegen das Versprechen, 8.000 französisch-batavische Gefangene freizulassen. Die Expedition hatte wertvolle Ressourcen und Menschenleben verbraucht, ohne greifbare strategische Ergebnisse zu erzielen. Sie war der teuerste Fehlschlag britischer Kontintalpolitik in dieser Kriegsphase.[\[22\]](#fn22)

 Suworows Alpendurchquerung und der Zerfall der Koalition
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Nach seinen Siegen in Norditalien erhielt Suworow den Befehl, durch die Alpen in die Schweiz zu marschieren und Rimski-Korsakow zu unterstützen. Mit etwa 21.000 Mann überwand er am 24. September 1799 den Gotthardpass – ein bis heute bewundertes militärisches Meisterstuck unter extremen klimatischen und logistischen Bedingungen. Doch bei Andermatt erfuhr er von der Vernichtung Rimski-Korsakows bei Zürich: Er stand in einer Falle. Masséna hatte den Gotthardpass wiederbesetzt, und am Vierwaldstättersee bei Flüelen gab es kein Durchkommen.[\[23\]](#fn23)

Suworow wich über den Kinzigpass ins Muotatal aus, wo ihm Masséna erneut entgegentrat. In der Schlacht im Muotatal (30. September/01. Oktober 1799) schlugen Suworows Truppen die französischen Verfolger zurück. Dennoch war weiteres Vordringen sinnlos. Über den Panixerpass führte Suworow die ausgezehrten, erschopften und schwer geprüften Reste seiner Armee nach Graubünden und schließlich nach Österreich. Der Schweizfeldzug hatte mehr als 5.000 Tote, Verwundete und Gefangene gefordert. Zar Paul I. belohnte Suworow mit dem Titel eines Generalissimus – und tadelte gleichzeitig Österreich in scharf formulierten Noten für die mangelhafte Unterstützung.[\[24\]](#fn24)

Zar Paul I., tief entäuscht von Österreichs Verhalten, zog im Oktober 1799 Russland aus der Koalition zurück. Er machte Wien für das Scheitern in der Schweiz und für die strategische Isolierung Suworows verantwortlich. Gleichzeitig näherte er sich in einer der seltsamsten diplomatischen Wendungen der Ära Napoleon an: Paul und der neue Erste Konsul Frankreichs tauschten höfliche Briefe aus, und Russland entließ französische Kriegsgefangene ohne Lösegeld. Ohne Russland stand Österreich allein dem erneuerten Frankreich gegenüber. Die Zweite Koalition war faktisch gesprengt, bevor Napoleon ihr den entscheidenden Stoß versetzt hatte.[\[25\]](#fn25)

 Der Staatsstreich des 18. Brumaire: Napoleon ergreift die Macht
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Inmitten der militärischen Krisen des Jahres 1799 vollzog sich in Frankreich ein Machtwechsel von historischer Tragweite. Napoleon Bonaparte hatte Ägypten am 22./23. August 1799 heimlich verlassen – seine Armee im Stich lassend – und landete am 09. Oktober 1799 bei Fréjus in Südfranreich. Das Direktorium befand sich in einem Zustand politischer Agonie: zerrissen durch Fraktionskmpfe, delegitimiert durch militärische Rückschlge und die wirtschaftliche Not weiter Bevölkerungskreise, war es unfähig, die Krise zu bewältigen.[\[26\]](#fn26)

Ein Netzwerk von Verschwörern – darunter der ehemalige Aussenminister Charles-Maurice de Talleyrand, der Direktor Emmanuel-Joseph Sieyès und Napoleons Bruder Lucien Bonaparte – bereitete einen Staatsstreich vor. Am 18. Brumaire des Jahres VIII (09.11.1799) wurde das Direktorium aufgelöst; die gesetzgebenden Körperschaften – Rat der Alten und Rat der Fünfhundert – wurden am Folgetag (19. Brumaire / 10.11.1799) ins Schloss Saint-Cloud verlegt. Vor dem Rat der Fünfhundert wurde Napoleon mit Pfiffen und Geschrei empfangen; erst das Eingreifen seiner Grenadiere unter [Joachim Murat](https://www.epoche-napoleon.net/bio/m/murat.html) sicherte den Erfolg des Staatsstreiches. Das Direktorium wurde durch das Konsulat ersetzt; Napoleon wurde Erster Konsul.[\[27\]](#fn27)

Die Verfassung des Jahres VIII (13. Dezember 1799 verkundet) konzentrierte die Macht faktisch in den Händen des Ersten Konsuls. Napoleon reorganisierte sofort die Armee und die Finanzen, sendete Friedensbriefe an König Georg III. von Großbritannien und Kaiser Franz II. – die beide abgelehnt wurden – und begann mit der Vorbereitung der Frjährskampagne 1800. Der 18. Brumaire markierte nicht nur das Ende des Direktoriums, sondern auch das Ende der eigentlichen Revolutionskriege: Von nun an waren die Koalitionskriege auch Napoleons Kriege.[\[28\]](#fn28)

 Bilanz und historische Bedeutung
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Der Zweite Koalitionskrieg war ein Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Er markiert den Übergang von den Revolutionskriegen zu den Napoleonischen Kriegen, die Verschiebung des Mchtegleichgewichts zugunsten Frankreichs und die Festigung von Napoleons Persönlichkeitsdiktatur. Seine Folgen lassen sich auf mehreren Ebenen beschreiben.

**Militärhistorisch** demonstrierte der Krieg die überragende Schlagkraft der post-revolutionären französischen Armee: motivierte, bewegliche Infanterie; das Divisionsmanver als operatives Grundelement; und Napoleons Fähigkeit zur Kombination von strategischer Überraschung, taktischer Flexibilität und persönlicher Führungskraft. Zugleich offenbarte der Krieg Suworows Alpenfeldzug als eines der bewundernswertesten militärischen Unternehmen seiner Zeit – ein Triumph der Führungskunst unter widrigsten Bedingungen, der an Xenophons Anabasis oder Hannibals Alpengang gemahnte.[\[45\]](#fn45)

**Politisch-verfassungsrechtlich** hatte der Zweite Koalitionskrieg mindestens ebenso weitreichende Folgen wie seine militärischen Entscheidungen. Erstens zementierte er Napoleons Stellung als Erster Konsul und legte den Grundstein für seine Kaiserkrönung (02.12.1804). Zweitens eröffnete der Friede von Lunéville durch den Reichsdeputationshauptschluss (25.02.1803) eine tiefgreifende Umgestaltung der deutschen Staatenwelt: 112 Herrschaften wurden aufgehoben, fast alle geistlichen Territorien säkularisiert. Drittens bereitete die Koalitionsniederlage die Gründung des Rheinbundes (1806) und die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches vor – einer politischen Ordnung, die seit der karolingischen Reichsgründung über tausend Jahre bestanden hatte. Viertens verdüsterte der Krieg das europäische Staatensystem in einer grundstzlichen Weise: Der „ewige Friede“, von dem Kant 1795 geschrieben hatte, schien ferner denn je.[\[46\]](#fn46)

**Strukturell** verdeutlichte der Zweite Koalitionskrieg die Achillesferse aller anti-französischen Koalitionen: fehlendes gemeinsames Kommando, divergierende nationale Interessen und die Bereitschaft der Partner – wie Russland 1799 – das Bündnis aus eigenem Kalkül zu verlassen. Diese Schwchen wurden bei der Dritten, Vierten und Fünften Koalition wiederholt, bis die Katastrophe von 1812 in Russland das militärische Gleichgewicht grundlegend veränderte. In der Historiographie gilt der Zweite Koalitionskrieg daher als das entscheidende Laboratorium, in dem die Grundmuster der napoleonischen Kriegführung und der europäischen Gegenstrategie herausgearbeitet wurden.[\[47\]](#fn47)

 Quellennachweis: Volltexte der wichtigsten Verträge
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Die nachfolgend aufgeführten Verträge sind die rechtlichen Eckpfeiler des Zeitalters der Zweiten Koalition. Ihre Volltexte sind über mehrere digitale Archive frei zugänglich und wissenschaftlich zitiierbar. Angegeben werden jeweils die maßgebliche Originalsprache, deutsch- und englischsprachige Transkriptionen sowie archivalische Digitalisate.

### 1. Friede von Campo Formio (17.10.1797)

**Vertragsparteien:** Französische Republik – Habsburgermonarchie (Kaiser Franz II.)
 **Unterzeichner:** General Napoleon Bonaparte / Graf Philipp von Cobenzl
 **Sprachen des Originals:** Französisch (maßgeblich) und Deutsch

- **Wikisource (französisch):** *Traité de Campo-Formio* – URL: [fr.wikisource.org/wiki/Trait%C3%A9\_de\_Campo-Formio](https://fr.wikisource.org/wiki/Trait%C3%A9_de_Campo-Formio)
- **Wikisource (englisch):** *Treaty of Campo Formio* – URL: [en.wikisource.org/wiki/Treaty\_of\_Campo\_Formio](https://en.wikisource.org/wiki/Treaty_of_Campo_Formio)
- **Archivales Digitalisat (Nationalarchiv Paris):** Die Originalurkunde liegt im Archives nationales (Paris), Cote AE-III-50bis. Ein Scan ist über Wikimedia Commons verfügbar:
    URL: [commons.wikimedia.org/wiki/File:Trait%C3%A9\_de\_Campo-Formio\_12\_sur\_12\_-\_Archives\_Nationales\_-\_AE-III-50bis.jpg](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trait%C3%A9_de_Campo-Formio_12_sur_12_-_Archives_Nationales_-_AE-III-50bis.jpg)
- **Napoleon Series (englisch, Volltext):** URL: [www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c\_campoformio.html](https://www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c_campoformio.html)
- **EPOCHE NAPOLEON (interner Volltext):** Friede von Campo Formio – Vertragstext (17.10.1797)
- **Gedruckte Quellenedition:** Peter Hersche (Bearb.): Napoleonische Friedensverträge. Campo Formio 1797 – Lunéville 1801, Amiens 1802 – Pressburg 1805, Tilsit 1807 – Wien-Schönbrunn 1809, 2., neubearb. Aufl., Bern: Lang, 1973 (Quellen zur neueren Geschichte, Bd. 5).

**Inhaltliche Kernpunkte:** Österreich tritt die Österreichischen Niederlande und die Lombardei ab; anerkennt die Cisalpinische Republik; erhält im Gegenzug Venetien, Istrien und Dalmatien. Frankreich behält die Ionischen Inseln. Die deutschen Entschädigungsfragen werden an den Rastatter Kongress verwiesen (Geheimartikeln).

### 2. Friede von Lunéville (09.02.1801)

**Vertragsparteien:** Französische Republik – Habsburgermonarchie und Heiliges Römisches Reich
 **Unterzeichner:** Joseph Bonaparte / Graf Ludwig von Cobenzl
 **Sprachen des Originals:** Französisch und Deutsch

- **Wikisource (deutsch, Volltext):** *Friede von Lunéville* – Vollständige Transkription der deutschen Fassung:
    URL: [de.wikisource.org/wiki/Friede\_von\_Lun%C3%A9ville](https://de.wikisource.org/wiki/Friede_von_Lun%C3%A9ville)
- **EPOCHE NAPOLEON (interner Volltext):** [Friede von Lunéville – Vertragstext (09.02.1801)](https://www.epoche-napoleon.net/quellen/1801/02/09/frieden-von-luneville.html)
- **Wikisource (französisch):** *Traité de Lunéville* – URL: [fr.wikisource.org/wiki/Trait%C3%A9\_de\_Lun%C3%A9ville](https://fr.wikisource.org/wiki/Trait%C3%A9_de_Lun%C3%A9ville)
- **Wikisource (englisch):** *Treaty of Luneville* – URL: [en.wikisource.org/wiki/Treaty\_of\_Luneville](https://en.wikisource.org/wiki/Treaty_of_Luneville)
- **Deutsche Digitale Bibliothek (Digitalisat der Originaldruckausgabe, ULB Darmstadt):**
    URL: [www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/ABAAC7CYA42XPAC4VPOY5GPKEEIRSV65](https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/ABAAC7CYA42XPAC4VPOY5GPKEEIRSV65)
- **Napoleon Series (englisch, Volltext):** URL: [www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c\_luneville.html](https://www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c_luneville.html)
- **Napoleon-empire.org (französisch und englisch):** URL: [www.napoleon-empire.org/en/official-texts/treaty-of-luneville.php](https://www.napoleon-empire.org/en/official-texts/treaty-of-luneville.php)

**Inhaltliche Kernpunkte:** Bestätigung und Erweiterung von Campo Formio; Rhein als Ostgrenze Frankreichs endgültig anerkannt; 63.000 km² und 3,5 Mio. Menschen fallen an Frankreich; Österreich entsagt Norditalien (bis auf Venetien); Tochterrepubliken völkerrechtlich anerkannt; Entschädigung der deutschen Fürsten durch Säkularisation vorgesehen (Art. 70). Grundlage des Reichsdeputationshauptschlusses vom 25.02.1803.

### 3. Friede von Amiens (25./27.03.1802)

**Vertragsparteien:** Französische Republik, Königreich Spanien, Batavische Republik – Großbritannien
 **Unterzeichner:** Joseph Bonaparte, José Nicolás de Azara, Rutger Jan Schimmelpenninck / Charles Cornwallis (1. Marquess Cornwallis)
 **Sprache des Originals:** Französisch (maßgeblich), englische Parallelausfertigung

- **Napoleon Series (englisch, Volltext – maßgeblichste Onlineedition):**
    URL: [www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c\_amiens.html](https://www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c_amiens.html)
- **Napoleon.org (Fondation Napoléon, englisch, Volltext):**
    URL: [www.napoleon.org/en/history-of-the-two-empires/articles/peace-of-amiens/](https://www.napoleon.org/en/history-of-the-two-empires/articles/peace-of-amiens/)
- **Napoleon-empire.org (englisch, Volltext):**
    URL: [www.napoleon-empire.org/en/official-texts/treaty-of-amiens.php](https://www.napoleon-empire.org/en/official-texts/treaty-of-amiens.php)
- **EPOCHE NAPOLEON (interner Volltext):** Friede von Amiens – Vertragstext (27.03.1802)
- **Wikisource (französisch):** *Traité d’Amiens* – URL: [fr.wikisource.org/wiki/Trait%C3%A9\_d%27Amiens](https://fr.wikisource.org/wiki/Trait%C3%A9_d%27Amiens)
- **Wikisource (englisch):** *Treaty of Amiens* – URL: [en.wikisource.org/wiki/Treaty\_of\_Amiens](https://en.wikisource.org/wiki/Treaty_of_Amiens)
- **Wikimedia Commons (Originalurkunde, Fotografie):** *Paix d’Amiens, 27 mars 1802*
    URL: [commons.wikimedia.org/wiki/File:Paix\_d%27Amiens,\_27\_mars\_1802,\_S1984.jpg](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paix_d%27Amiens,_27_mars_1802,_S1984.jpg)

**Inhaltliche Kernpunkte:** Großbritannien gibt fast alle Kolonialerwerbungen zurück (Ausnahme: Ceylon und Trinidad); Malta soll an den Johanniterorden rückerstattet werden (nicht erfüllt); Frankreich räumt formal Ägypten, Neapel und Kirchenstaat; Unantastbarkeit des Osmanischen Reiches garantiert; Republik der Ionischen Inseln anerkannt. Dauer des Friedens: 14 Monate (bis 23.05.1803).

### 4. Ergänzende Vertragsdokumente

- **Vorfrieden von Leoben (18.04.1797)** – Vorläufiges Waffenstillstandsabkommen vor Campo Formio:
    Napoleon Series: [www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c\_leoben.html](https://www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c_leoben.html)
- **Waffenstillstand von Parsdorf (15.07.1800)** – Unterbrechung des Feldzuges in Deutschland nach Marengo: Kein digitaler Volltext bekannt; gedruckt bei Hersche (s. o.).
- **Waffenstillstand von Steyr (25.12.1800)** – Österreichische Waffenniederlegung nach Hohenlinden: Kein digitaler Volltext bekannt; vgl. Chandler, The Campaigns of Napoleon, London 1966, S. 361.
- **Konvention von Alkmaar (18.10.1799)** – Britisch-russischer Abzug aus den Niederlanden:
    Napoleon Series: [www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c\_alkmaar.html](https://www.napoleon-series.org/research/government/diplomatic/c_alkmaar.html)
- **Reichsdeputationshauptschluss (25.02.1803)** – Verfassungsrechtliche Folge von Lunéville:
    Wikisource (deutsch, Volltext): [de.wikisource.org/wiki/Reichsdeputationshauptschlu%C3%9F](https://de.wikisource.org/wiki/Reichsdeputationshauptschlu%C3%9F)

### Hinweis zur Textkritik

Bei allen online verfügbaren Vertragsvolltexten ist zu beachten, dass die jeweils maßgebliche Sprachfassung im Zweifel über die Übersetzungen dominiert. Für den Frieden von Lunéville ist die französische Fassung rechtsverbindlich (die deutsche Transkription auf Wikisource folgt einer zeitgenössischen Übersetzung von 1801). Für den Frieden von Amiens existieren zwei gleichrangige Originalfassungen (französisch/englisch). Die kritisch edierten Texte finden sich bei: Hersche, Peter (Bearb.): Napoleonische Friedensverträge, Bern 1973 (Quellen zur neueren Geschichte, Bd. 5) – die wissenschaftlich verlässlichste Quellenedition in deutscher Sprache.

 Anmerkungen
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1. Rainer Wohlfeil: Vom stehenden Heer des Absolutismus zur allgemeinen Wehrpflicht (1789–1814), in: Hans-Meier-Welcker / Wolfgang von Groote (Hrsg.): Handbuch zur deutschen Militärgeschichte 1648–1939, Bd. 1, Frankfurt am Main 1964, S. 45–46; Enno Kraehe: Metternich’s German Policy, Bd. 1, Princeton 1963, S. 12–15. [↩](#ref1)
2. Jean Tulard: Napoleon. Die Maske des Messias, München 1979, S. 78–82; Thierry Lentz: Le Grand Consulat 1799–1804, Paris 1999, S. 23–27. [↩](#ref2)
3. Henry Laurens: L’Expédition d’Égypte 1798–1801, Paris 1997, S. 120–145; J. Christopher Herold: Bonaparte in Egypt, London 1962, S. 180–200. Zur Seeschlacht von Abukir: Olivier Chapuis: À la mer comme au ciel: Beautemps-Beaupré & la naissance de l’hydrographie moderne, Paris 1999, S. 201–204. [↩](#ref3)
4. Karl Otmar von Aretin: Heiliges Römisches Reich 1776–1806, Bd. 1, Wiesbaden 1967, S. 353–361; Peter Wende (Hrsg.): Große Revolutionen der Geschichte, München 2000, S. 200–204. [↩](#ref4)
5. Dominic Lieven: Russia against Napoleon. The Battle for Europe 1807 to 1814, London 2009, S. 29–33; Hugo Hantsch: Die Geschichte Österreichs, Bd. 2, Wien 1953, S. 219–224. [↩](#ref5)
6. Michael Duffy: "A Particular Service": The British Government and the Dunkirk Expedition of 1793, in: The English Historical Review 91 (1976), S. 529–554; Rory Muir: Britain and the Defeat of Napoleon 1807–1815, New Haven 1996, S. 3–6. [↩](#ref6)
7. Brendan Simms: The Struggle for Mastery in Germany 1779–1850, London 1998, S. 62–68; Karl Roider: Baron Thugut and Austria’s Response to the French Revolution, Princeton 1987, S. 201–218. [↩](#ref7)
8. Ramsay Weston Phipps: The Armies of the First French Republic and the Rise of the Marshals of Napoleon I, Bd. 5, Oxford 1939, S. 1–10. [↩](#ref8)
9. John Cordy Jeaffreson: The Queen of Naples and Lord Nelson, London 1889, S. 145–162; Harold Acton: The Bourbons of Naples (1734–1825), London 1956, S. 287–305. [↩](#ref9)
10. Benedetto Croce: Storia del Regno di Napoli, Bari 1925, S. 194–210; Anna Maria Rao: Esuli. L’emigrazione politica italiana in Francia (1792–1802), Napoli 1992, S. 241–260. [↩](#ref10)
11. Rory Muir / Charles Esdaile: Planning the Campaigns of 1814 and 1815, in: Journal of Strategic Studies 14 (1991), S. 37–38; zur Person Macks: Oskar Regele: General Mack. Schicksal eines Armeebefehlshabers, Wien 1954. [↩](#ref11)
12. Ramsay Weston Phipps: The Armies of the First French Republic, Bd. 5, Oxford 1939, S. 48–72; Alombert / Colin: La campagne de 1800 en Allemagne, Paris 1900, Bd. 1, S. 12–28. [↩](#ref12)
13. Gerhard Wanner: Koalitionskriege, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein, URL: [historisches-lexikon.li/Koalitionskriege](https://historisches-lexikon.li/Koalitionskriege) \[abgerufen am 26.03.2026\]. [↩](#ref13)
14. Alistair Horne: How Far from Austerlitz? Napoleon 1805–1815, London 1996, S. 18; John Gallaher: The Iron Marshal: A Biography of Louis N. Davout, London 1976, S. 51–53. [↩](#ref14)
15. David Gates: The Napoleonic Wars 1803–1815, London 1997, S. 14–18; Thomas Graham (Hrsg.): Military Sketches of the Campaigns of 1796, 97, 98 and 99 in Germany, Switzerland and Italy, London 1803, S. 198–221. [↩](#ref15)
16. Ramsay Weston Phipps: The Armies of the First French Republic, Bd. 5, Oxford 1939, S. 90–101. [↩](#ref16)
17. W. Lyon Blease: Suvoroff, London 1920, S. 256–279; Philip Longworth: The Art of Victory. The Life and Achievements of Field-Marshal Suvorov, London 1965, S. 260–280. [↩](#ref17)
18. Philip Longworth: The Art of Victory, London 1965, S. 281–310; Ramsay Weston Phipps: The Armies of the First French Republic, Bd. 5, Oxford 1939, S. 120–145. [↩](#ref18)
19. Consuelo Gigante: La Repubblica Napoletana del 1799, Napoli 1999, S. 88–115; Harold Acton: The Bourbons of Naples, London 1956, S. 357–380. Zur Rolle Nelsons: Andrew Lambert: Nelson. Britannia’s God of War, London 2004, S. 190–212. [↩](#ref19)
20. Geert van Uythoven: The Secret Expedition. The Anglo-Russian Invasion of Holland 1799 (= From Reason to Revolution 1721–1815, Nr. 41), Warwick 2020, S. 1–25. [↩](#ref20)
21. Geert van Uythoven: The Secret Expedition, Warwick 2020, S. 65–88; John William Fortescue: A History of the British Army, Bd. 4/2, London 1906, S. 610–645. [↩](#ref21)
22. John William Fortescue: A History of the British Army, Bd. 4/2, London 1906, S. 680–710. [↩](#ref22)
23. Philip Longworth: The Art of Victory, London 1965, S. 311–330; Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland 1799, Chicago 1999, S. 140–175. [↩](#ref23)
24. Christopher Duffy: Eagles over the Alps, Chicago 1999, S. 176–215; David Chandler: The Campaigns of Napoleon, London 1966, S. 233–240. [↩](#ref24)
25. Dominic Lieven: Russia against Napoleon, London 2009, S. 34–40; Marie-Pierre Rey: Alexandre Ier, Paris 2009, S. 110–118. [↩](#ref25)
26. Jean Tulard: Le 18 Brumaire. Comment terminer une révolution, Paris 1999, S. 15–48; Thierry Lentz: Le Grand Consulat, Paris 1999, S. 45–68. [↩](#ref26)
27. Jean Tulard: Le 18 Brumaire, Paris 1999, S. 80–130; David Bell: Napoleon. A Concise Biography, Oxford 2015, S. 38–44. [↩](#ref27)
28. Thierry Lentz: Le Grand Consulat, Paris 1999, S. 120–145; Andrew Roberts: Napoleon the Great, London 2014, S. 175–185. [↩](#ref28)
29. David Chandler: The Campaigns of Napoleon, London 1966, S. 270–295; Rainer Wohlfeil: Art. Marengo, in: Lexikon der napoleonischen Kriege, hrsg. von Bernhard Kroener, Stuttgart 2001, S. 210–213. [↩](#ref29)
30. David Chandler: The Campaigns of Napoleon, London 1966, S. 300–308. [↩](#ref30)
31. Robert Goetz: 1800: Marengo and Hohenlinden. Napoleon’s Rise to Power, Barnsley 2005, S. 120–195; David Chandler: The Campaigns of Napoleon, London 1966, S. 310–335. Zu Desaix: Raza Kamal Haidari: Louis-Charles-Vincent Le Blond de Saint-Hilaire und die Ara Napoleon, Diss. 2010, S. 45–47. [↩](#ref31)
32. Andrew Roberts: Napoleon the Great, London 2014, S. 202–208; zum propagandistischen Nachleben: Annie Jourdan: L’Empire de Napoléon, Paris 2000, S. 56–62. [↩](#ref32)
33. Alombert / Colin: La campagne de 1800 en Allemagne, 5 Bde., Paris 1900–1908, Bd. 2, S. 1–45; Robert Goetz: 1800: Marengo and Hohenlinden, Barnsley 2005, S. 215–250. [↩](#ref33)
34. Robert Goetz: 1800: Marengo and Hohenlinden, Barnsley 2005, S. 280–330; David Chandler: The Campaigns of Napoleon, London 1966, S. 350–362. [↩](#ref34)
35. Robert Goetz: 1800: Marengo and Hohenlinden, Barnsley 2005, S. 331–360; zu Moreau: James Marshall-Cornwall: Napoleon as Military Commander, London 1967, S. 78–85. [↩](#ref35)
36. Enno Kraehe: Metternich’s German Policy, Bd. 1, Princeton 1963, S. 28–35; zum Text des Vertrages: Clive Parry (Hrsg.): Consolidated Treaty Series, Bd. 55, Dobbs Ferry 1969, S. 285–310. [↩](#ref36)
37. Karl Otmar von Aretin: Heiliges Römisches Reich 1776–1806, Bd. 2, Wiesbaden 1967, S. 12–25. [↩](#ref37)
38. Karl Otmar von Aretin: Heiliges Römisches Reich 1776–1806, Bd. 2, Wiesbaden 1967, S. 30–65; Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongress, 5. Aufl., München 2008, S. 82–92. [↩](#ref38)
39. N. A. M. Rodger: The Command of the Ocean. A Naval History of Britain 1649–1815, London 2004, S. 430–465. [↩](#ref39)
40. J. Christopher Herold: Bonaparte in Egypt, London 1962, S. 350–380; zur Person Abercrombys: John William Fortescue: A History of the British Army, Bd. 4/2, London 1906, S. 780–810. [↩](#ref40)
41. N. A. M. Rodger: The Command of the Ocean, London 2004, S. 466–480; Andrew Lambert: Nelson. Britannia’s God of War, London 2004, S. 225–245. [↩](#ref41)
42. William Hague: William Pitt the Younger, London 2004, S. 480–510; John Ehrman: The Younger Pitt. The Consuming Struggle, Bd. 3, London 1996, S. 530–560. [↩](#ref42)
43. Rory Muir: Britain and the Defeat of Napoleon, New Haven 1996, S. 10–18; zum Vertragstext: Clive Parry (Hrsg.): Consolidated Treaty Series, Bd. 56, Dobbs Ferry 1969, S. 390–420. [↩](#ref43)
44. Thierry Lentz: Le Grand Consulat, Paris 1999, S. 380–405; Andrew Roberts: Napoleon the Great, London 2014, S. 270–278. [↩](#ref44)
45. Christopher Duffy: Eagles over the Alps, Chicago 1999, S. 5–15; David Chandler: The Campaigns of Napoleon, London 1966, S. 225–228. [↩](#ref45)
46. Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongress, 5. Aufl., München 2008, S. 95–105; Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf, Königsberg 1795 (Neuausg. hrsg. von Otfried Höffe, Berlin 2004). [↩](#ref46)
47. Alexander Mikaberidze: The Napoleonic Wars. A Global History, Oxford 2020, S. 40–58; Charles Esdaile: Napoleon’s Wars. An International History 1803–1815, London 2007, S. 30–42. [↩](#ref47)

###  Bildvorschläge (Wikimedia Commons, Public Domain)

Die nachfolgenden Abbildungen sind sämtlich gemeinfrei (Public Domain) und über Wikimedia Commons frei verfügbar. Alle Dateien können direkt heruntergeladen und in TYPO3 eingebunden werden. Bei Verwendung bitte jeweils den Urheber und ggf. den Aufbewahrungsort im Bildnachweis angeben.

#### 1. Titelbild / Aufmacherbild

**Louis-François Lejeune: *La Bataille de Marengo* (1801)**
 Gemälde, Öl auf Leinwand, 345 × 455 cm. Musée national du Château de Versailles.
 Panoramaansicht der Schlacht bei Marengo (14.06.1800). Lejeune war als Hauptmann beim Generalstab Berthiers Augenzeuge der Ereignisse und verewigte sich selbst im Bild. Zeigt u. a. Kellermanns Kavallerieattacke und den Tod Desaix’.
 Wikimedia Commons: `File:Lejeune_-_Bataille_de_Marengo.jpg`
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/File:Lejeune\_-\_Bataille\_de\_Marengo.jpg](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lejeune_-_Bataille_de_Marengo.jpg)
 Auflösung: 3.500 × 2.593 Pixel (2,42 MB) — *sehr gut geeignet als Artikelheader*

#### 2. Staatsstreich des 18. Brumaire

**François Bouchot: *Le général Bonaparte au Conseil des Cinq-Cents à Saint-Cloud* (1840)**
 Gemälde, Öl auf Leinwand. Musée national du Château de Versailles.
 Dramatische Darstellung des 19. Brumaire (10.11.1799): Napoleon wird von den Abgeordneten des Rates der Fünfhundert empfangen, seine Grenadiere schreiten auf beiden Seiten ein.
 Wikimedia Commons: `File:Bouchot_-_Le_general_Bonaparte_au_Conseil_des_Cinq-Cents_(cropped).jpg`
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/File:Bouchot\_-\_Le\_general\_Bonaparte\_au\_Conseil\_des\_Cinq-Cents\_(cropped).jpg](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bouchot_-_Le_general_Bonaparte_au_Conseil_des_Cinq-Cents_(cropped).jpg)
 *Passt ausgezeichnet zum Abschnitt „18. Brumaire“*

#### 3. Napoleons Alpenübergang

**Jacques-Louis David: *Napoleon franchissant les Alpes au Grand-Saint-Bernard* (1800–1801)**
 Gemälde (Version Charlottenburg), Öl auf Leinwand, 271 × 232 cm. Schloss Charlottenburg, Berlin; weitere Versionen in Malmaison, Versailles u. a.
 Das wohl bekannteste Napoleon-Porträt überhaupt: Napoleon auf schäumendem Schimmel beim Alpenpassage im Mai 1800. Propagandistisch überhöht, aber ikonisch.
 Wikimedia Commons: `File:Jacques-Louis_David_024.jpg`
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/File:Jacques-Louis\_David\_024.jpg](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jacques-Louis_David_024.jpg)
 *Ideales Bild für den Abschnitt „Feldzug 1800 / Marengo“*

#### 4. Suworows Alpendurchquerung

**Wassili Iwanowitsch Surikow: *Perechod Suvorova tscherez Alpy w 1799 godu* (Su​worows Alpenübergang 1799, 1899)**
 Gemälde, Öl auf Leinwand, 495 × 373 cm. Russisches Museum, St. Petersburg.
 Monumentale Darstellung von Suworows halsbrecherischem Marsch über den Panixerpass. Eines der Meisterwerke russischer Historienmalerei.
 Wikimedia Commons: `File:Vasily_Surikov_-_Suvorov_Crossing_the_Alps_in_1799_-_Google_Art_Project.jpg`
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/File:Vasily\_Surikov\_-\_Suvorov\_Crossing\_the\_Alps\_in\_1799\_-\_Google\_Art\_Project.jpg](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vasily_Surikov_-_Suvorov_Crossing_the_Alps_in_1799_-_Google_Art_Project.jpg)
 Auflösung: 4.616 × 6.197 Pixel — *hervorragend für den Abschnitt „Suworows Alpendurchquerung“*

#### 5. Suworows Einzug in Mailand (April 1799)

**Adolf Jossifowitsch Scharlemann: *Zeremonieller Empfang Suworows in Mailand, April 1799* (um 1880)**
 Gemälde. Russisches Museum, St. Petersburg.
 Festlicher Einzug nach dem Sieg an der Adda (25.–27.04.1799); illustriert den Höhepunkt der alliierten Offensive in Norditalien.
 Wikimedia Commons: `File:Ceremonial_reception_of_Alexander_Suvorov_in_Milan,_April_1799_(by_Adolf_Iosifovich_Charlemagne).jpg`
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/File:Ceremonial\_reception\_of\_Alexander\_Suvorov\_in\_Milan,\_April\_1799\_(by\_Adolf\_Iosifovich\_Charlemagne).jpg](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ceremonial_reception_of_Alexander_Suvorov_in_Milan,_April_1799_(by_Adolf_Iosifovich_Charlemagne).jpg)
 Auflösung: 2.856 × 2.280 Pixel — *für Abschnitt „Norditalien 1799“*

#### 6. Schlacht bei Hohenlinden

**Henri Frédéric Schopin: *La Bataille de Hohenlinden* (1836)**
 Gemälde, Öl auf Leinwand. Musée national du Château de Versailles.
 Frühabendliche Winterschlacht im Tannenwald östlich Mnchens (03.12.1800); zeigt den französischen Flankenangriff Richepanses und den Zusammenbruch der österreichischen Kolonnen.
 Wikimedia Commons: über `Category:Battle of Hohenlinden` erreichbar.
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/Category:Battle\_of\_Hohenlinden](https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Battle_of_Hohenlinden)
 *Passend zum Abschnitt „Hohenlinden“; Dateiname bitte vor Einbindung im Backend prüfen*

#### 7. Suworows Empfang an der Teufelsbrücke (Gotthard 1799)

**Russisches Gemälde / Stich: *Suworow am Gotthard – Sen-Gotard by Suvorov troops in 1799***
 Wikimedia Commons: `File:Sen-Gotard_by_Suvorov_troops_in_1799.jpg`
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/File:Sen-Gotard\_by\_Suvorov\_troops\_in\_1799.jpg](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sen-Gotard_by_Suvorov_troops_in_1799.jpg)
 Auflösung: 2.250 × 1.394 Pixel — *Ergänzungsabbildung zum Schweizer Feldzug 1799*

#### 8. Porträt Napoleon Bonaparte als Erster Konsul

**Jean-Auguste-Dominique Ingres: *Bonaparte, Premier Consul* (1804)**
 Gemälde. Musée des Beaux-Arts, Liège.
 Ruhiges, repräsentatives Amtsporträt des Ersten Konsuls — Kontrast zur kriegerischen Ikonographie; gut als Begleitbild zum Abschnitt „18. Brumaire / Konsulat“.
 Wikimedia Commons: `File:Ingres,_Napoleon_on_his_Imperial_Throne.jpg` (Anmerkung: Das Ingres-Thronbild zeigt ihn als Kaiser; für das Konsulatsporträt bitte `Category:Napoleon_Bonaparte_as_First_Consul` aufrufen.)
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/Category:Napoleon\_Bonaparte\_as\_First\_Consul](https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Napoleon_Bonaparte_as_First_Consul)

#### 9. Horatio Nelson (für den Seekriegs-Abschnitt)

**Lemuel Francis Abbott: *Portrait of Horatio Nelson* (um 1797–1798, mehrere Versionen)**
 Gemälde. National Portrait Gallery, London.
 Kanonisches Bildnis Nelsons als Konteradmiral; Public Domain.
 Wikimedia Commons: `Category:Horatio Nelson`
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/Category:Horatio\_Nelson](https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Horatio_Nelson)
 *Für den Abschnitt „Seekrieg 1799–1802“ und „Seeschlacht von Kopenhagen“*

#### 10. Schlachtenkarte / Operationskarte (empfohlen)

Für die Einleitung bzw. den Infokasten empfiehlt sich eine **Operationskarte des Zweiten Koalitionskrieges**, die die Hauptkampfschaupltze in der Schweiz, Norditalien, Süddeutschland und den Niederlanden visualisiert.
 Wikimedia Commons: `Category:Maps_of_the_War_of_the_Second_Coalition`
 URL: [commons.wikimedia.org/wiki/Category:War\_of\_the\_Second\_Coalition](https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:War_of_the_Second_Coalition)
 *Zur Orientierung des Lesers unbedingt empfohlen; ggf. selbst erstellen (OpenStreetMap-Basis + Inkscape) oder aus dem englischen Wikipedia-Artikel adaptieren*

 Quellen und Literatur
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### Gedruckte Quellen und zeitgenössische Werke

- Bonaparte, Napoleon: Correspondance de Napoléon Ier. 32 Bde. Paris: Plon / Dumaine, 1858–1870. \[Bde. 5–6 zum Zweiten Koalitionskrieg\]
- Erzherzog Karl: Ausgewhlte Schriften. 6 Bde. Wien: Braumller, 1893–1894.
- Graham, Thomas (Hrsg.): Military Sketches of the Campaigns of 1796, 97, 98 and 99 in Germany, Switzerland and Italy. London: Longman, 1803.
- Kléber, Jean-Baptiste: Mémoires politiques et militaires, 1798–1800. Paris: Éditions Ernest Leroux, 1904.
- Moreau, Jean Victor: Mémoire du général Moreau sur les opérations militaires depuis le 9 floréal an VIII jusqu’au traité de Lunéville. Paris: Magimel, 1801.
- Suworow, Alexander W.: Briefe. Hrsg. von K. Osipow. Berlin: Verlag der Nation, 1953.

### Darstellungen

- Acton, Harold: The Bourbons of Naples (1734–1825). London: Methuen, 1956.
- Alombert, Paul-Claude / Colin, Jean: La campagne de 1800 en Allemagne. 5 Bde. Paris: Chapelot, 1900–1908.
- Aretin, Karl Otmar von: Heiliges Römisches Reich 1776–1806. Reichsverfassung und Staatssouveränität. 2 Bde. Wiesbaden: Steiner, 1967.
- Bell, David A.: Napoleon. A Concise Biography. Oxford: Oxford University Press, 2015.
- Blanning, Timothy C. W.: The French Revolutionary Wars 1787–1802. London: Arnold, 1996.
- Chandler, David: The Campaigns of Napoleon. London: Weidenfeld & Nicolson, 1966.
- Duffy, Christopher: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland 1799. Chicago: Emperor’s Press, 1999.
- Esdaile, Charles: Napoleon’s Wars. An International History 1803–1815. London: Allen Lane, 2007.
- Fehrenbach, Elisabeth: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongress. 5., überarb. Aufl. München: Oldenbourg, 2008 (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 12).
- Fortescue, John William: A History of the British Army. Bd. 4, Teil 2. London: Macmillan, 1906.
- Gates, David: The Napoleonic Wars 1803–1815. London: Arnold, 1997.
- Goetz, Robert: 1800: Marengo and Hohenlinden. Napoleon’s Rise to Power. Barnsley: Pen & Sword, 2005.
- Hague, William: William Pitt the Younger. London: HarperCollins, 2004.
- Herold, J. Christopher: Bonaparte in Egypt. London: Hamish Hamilton, 1962.
- Kraehe, Enno E.: Metternich’s German Policy. Bd. 1: The Contest with Napoleon 1799–1814. Princeton: Princeton University Press, 1963.
- Lambert, Andrew: Nelson. Britannia’s God of War. London: Faber & Faber, 2004.
- Laurens, Henry: L’Expédition d’Égypte 1798–1801. Paris: Seuil, 1997.
- Lentz, Thierry: Le Grand Consulat 1799–1804. Paris: Fayard, 1999.
- Lieven, Dominic: Russia against Napoleon. The Battle for Europe 1807 to 1814. London: Allen Lane, 2009.
- Longworth, Philip: The Art of Victory. The Life and Achievements of Field-Marshal Suvorov 1729–1800. London: Constable, 1965.
- Mikaberidze, Alexander: The Napoleonic Wars. A Global History. Oxford: Oxford University Press, 2020. ISBN 978-0-19-995106-2.
- Phipps, Ramsay Weston: The Armies of the First French Republic and the Rise of the Marshals of Napoleon I. Bd. 5: The Armies on the Rhine, in Switzerland, Holland, Italy, Egypt, and the Coup d’état of Brumaire 1797 to 1799. Oxford: Oxford University Press, 1939.
- Rey, Marie-Pierre: Alexandre Ier. Paris: Flammarion, 2009.
- Roberts, Andrew: Napoleon the Great. London: Allen Lane, 2014.
- Rodger, N. A. M.: The Command of the Ocean. A Naval History of Britain 1649–1815. London: Allen Lane, 2004.
- Roider, Karl: Baron Thugut and Austria’s Response to the French Revolution. Princeton: Princeton University Press, 1987.
- Simms, Brendan: The Struggle for Mastery in Germany 1779–1850. London: Macmillan, 1998.
- Tulard, Jean: Le 18 Brumaire. Comment terminer une révolution. Paris: Perrin, 1999.
- Uythoven, Geert van: The Secret Expedition. The Anglo-Russian Invasion of Holland 1799 (= From Reason to Revolution 1721–1815, Nr. 41). Warwick: Helion, 2020.

### Webquellen

- Wanner, Gerhard: Art. Koalitionskriege, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL). Stand: 31.12.2011. URL: [historisches-lexikon.li/Koalitionskriege](https://historisches-lexikon.li/Koalitionskriege) \[abgerufen am 26.03.2026\].
- Wikipedia (deutsch): Zweiter Koalitionskrieg. URL: [de.wikipedia.org/wiki/Zweiter\_Koalitionskrieg](https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Koalitionskrieg) \[abgerufen am 26.03.2026\].

 Chronologie des Zweiten Koalitionskrieges
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| Datum | Ereignis | Bedeutung |
|---|---|---|
| **17.10.1797** | Friede von Campo Formio zwischen Frankreich und Österreich | Vorgeschichte: Ende des Ersten Koalitionskrieges; französische Expansion bestätigt |
| **01.–02.08.1798** | Seeschlacht von Abukir (Ägypten) | Nelson vernichtet die französische Flotte; Napoleon in Ägypten isoliert |
| **22.01.1799** | Gründung der Parthenopäischen Republik (Neapel) | Französisches Satellitenregime in Süditalien; König Ferdinand III. flieht nach Sizilien |
| **12.03.1799** | Frankreich erklärt Österreich den Krieg | Formeller Beginn des Zweiten Koalitionskrieges auf dem Kontinent |
| **21.03.1799** | Schlacht bei Ostrach | Erzherzog Karl schlagt Jourdan; französische Donauarmee zum Rückzug gezwungen |
| **22.–23.03.1799** | Schlacht bei Feldkirch | Österreichischer Landsturm hält Massénas Rheinübergang auf |
| **25.03.1799** | Erste Schlacht bei Stockach | Weitere Niederlage Jourdans; Österreich beherrscht Süddeutschland |
| **05.04.1799** | Schlacht bei Magnano (Norditalien) | Österreicher unter Kray schlagen Schérer; Frankreich verliert Initiative in Italien |
| **25.–27.04.1799** | Schlacht an der Adda; Einzug in Mailand | Suworow vernichtet Moreaus Armee; Cisalpinische Republik bricht zusammen |
| **17.–20.06.1799** | Schlacht an der Trebbia | Suworow schlagt MacDonalds Armee; Französen verlieren Süditalien |
| **04.–07.06.1799** | Erste Schlacht bei Zürich | Koalition drängt Masséna aus Zürich; Österreich kontrolliert die Schweiz |
| **13.06.1799** | Fall Neapels; Ende der Parthenopäischen Republik | Kardinale Ruffo restauriert Bourbon-Herrschaft; republikanische Patrioten hingerichtet |
| **27.08.1799** | Britisch-russische Landung bei Callantsoog (Niederlande) | Beginn der gescheiterten Expedition zur Wiedereinsetzung Wilhelms V. von Oranien |
| **30.08.1799** | Kapitulation im Vlieter | Batavische Flotte ergibt sich kampflos den Briten |
| **15.08.1799** | Schlacht bei Novi | Suworow schlagt Joubert, der dabei fällt; Koalition kontrolliert Norditalien |
| **25.–26.09.1799** | Zweite Schlacht bei Zürich | Masséna vernichtet Korsakows Russenheer; Hotze fällt; Schweiz wieder französisch |
| **24.09.–05.10.1799** | Suworows Alpendurchquerung (Gotthard – Muotatal – Panixerpass) | Strategisch glänzendes, taktisch erfolgloses Unternehmen; Russland verlsst die Koalition |
| **18.10.1799** | Konvention von Alkmaar | Britisch-russische Armee verlsst die Niederlande; Expedition gescheitert |
| **09./10.11.1799** | Staatsstreich des 18. Brumaire | Napoleon Bonaparte stürzt das Direktorium und wird Erster Konsul |
| **03.05.1800** | Schlachten bei Engen und Stockach (II) | Moreau überquert den Rhein; Österreicher unter Kray weichen nach Bayern zurück |
| **15.–24.05.1800** | Französische Üquerung des Großen Sankt Bernhard | Napoleons kühnstes strategisches Manver; Armée de Réserve fällt in Rücken der Österreicher |
| **04.06.1800** | Kapitulation Genuas (Masséna) | Heroische Verteidigung Massénas; Norditalien durch Napoleon bedroht |
| **09.06.1800** | Schlacht bei Montebello | Lannes sichert Aufmarschstellung für die Entscheidungsschlacht |
| **14.06.1800** | **Schlacht bei Marengo** | Napoleon rettet den Sieg in letzter Minute durch Desaix’ Gegenangriff; Österreich räumt Norditalien |
| **15.07.1800** | Waffenstillstand von Parsdorf | Unterbrechung der Kämpfe in Deutschland während Friedensverhandlungen |
| **03.12.1800** | **Schlacht bei Hohenlinden** | Moreau vernichtet Österreichs Armee; Weg nach Wien offen; Entscheidung des Krieges |
| **25.12.1800** | Waffenstillstand von Steyr | Österreich kapituliert de facto; Erzherzog Karl übernimmt Kommando |
| **21.03.1801** | Schlacht bei Alexandria (Ägypten) | Abercromby besiegt Menou; brit. Sieg in Ägypten (Abercromby fällt tödlich verwundet) |
| **02.04.1801** | Seeschlacht von Kopenhagen | Nelson vernichtet dänische Flotte; Liga der bewaffneten Neutralität zerbricht |
| **09.02.1801** | **Friede von Lunéville** | Frankreich und Österreich schließen Frieden; linkes Rheinufer endgültig französisch |
| **02.09.1801** | Kapitulation der französischen Garnison in Alexandria | Endgültiges Ende des Ägyptenfeldzuges; Frankreich verliert Ägypten |
| **27.03.1802** | **Friede von Amiens** | Frankreich und Großbritannien schließen Frieden; Ende des Zweiten Koalitionskrieges |
| **25.02.1803** | Reichsdeputationshauptschluss | Nachfolge: Radikale Umgestaltung des Heiligen Römischen Reiches als Folge von Lunéville |

 Der Friede von Amiens (27.03.1802)
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In Großbritannien hatte der lange, kostspielige und vielfach enttäuschende Krieg zu wachsendem innenpolitischen Druck geführt. Premierminister William Pitt der Jüngere trat am 14. März 1801 zurück – formal wegen der irischen Unionsfrage und der Verweigerung der katholischen Emanzipation durch König Georg III., tatsächlich aber auch infolge der völlig veränderten europäischen Machtlage nach Marengo und Hohenlinden. Sein Nachfolger Henry Addington leitete Friedensverhandlungen ein.[\[42\]](#fn42)

Nach monatelangen Verhandlungen in Amiens wurde am 25. März 1802 der Friede unterzeichnet (formal ratifiziert am 27. März 1802) zwischen Frankreich, Spanien und der Batavischen Republik auf der einen Seite und Großbritannien auf der anderen. Großbritannien verzichtete auf die meisten seiner kolonialen Kriegseroberungen und verpflichtete sich, Malta innerhalb von drei Monaten an den Johanniterorden zurückzugeben. Frankreich räumte formal Neapel und den Kirchenstaat. Ägypten verblieb beim Osmanischen Reich. Die „natürlichen Grenzen“ Frankreichs wurden von London faktisch anerkannt.[\[43\]](#fn43)

Beide Seiten betrachteten den Frieden von Amiens als vorübergehend. Napoleon nutzte die kurze Friedensphase zur Konsolidierung seiner Herrschaft: Er ließ sich durch Volksabstimmung zum Konsul auf Lebenszeit ernennen (August 1802) und bereitete die Umwandlung des Konsulats in ein Kaisertum vor. London seinerseits weigerte sich, Malta wie versprochen zu räumen; Napoleon hatte umgekehrt das Satellitenystem weiter ausgebaut. Bereits im Mai 1803 erklärte Großbritannien Frankreich erneut den Krieg. Der Friede von Amiens erwies sich so als bloßer Waffenstillstand – der erste in einer Reihe von gescheiterten Friedenslösungen, die erst der Wiener Kongress von 1814/15 endgültig beenden sollte.[\[44\]](#fn44)

 Der Seekrieg 1799–1802
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Während auf dem Kontinent die Landarmeen um Norditalien, Deutschland und die Schweiz rangen, führte Großbritannien den Krieg ungebrochen zur See. Die Royal Navy blockierte die französischen Atlantik- und Mittelmeerhsfen, sicherte die britischen Versorgungslinien und verhinderte eine französische Überseeexpansion. Die britische Seeherrschaft, die Nelson in der Seeschlacht von Abukir (01./02. August 1798) gefestigt hatte, blieb während des gesamten Zweiten Koalitionskrieges unbestritten.[\[39\]](#fn39)

In Ägypten verhinderte die britisch-osmanische Blockade eine Versorgung der eingeschlossenen Armée d’Orient. Nach Napoleons Abreise übernahm General Jean-Baptiste Kléber den Oberbefehl; er wurde am 14. Juni 1800 – dem Tag von Marengo – von einem Attentäter ermordet. Sein Nachfolger General Menou führte eine gescheiterte Verteidigung und kapitulierte am 02. September 1801 in Alexandria vor einem britischen Expeditionskorps unter General Sir Ralph Abercromby, der selbst bereits in der Schlacht bei Alexandria (21. März 1801) tödlich verwundet worden war. Der Ägyptenfeldzug endete mit einer definitiven Niederlage Frankreichs in diesem Nebenkriegsschauplatz.[\[40\]](#fn40)

Im Norden bemühte sich Frankreich, durch die Liga der bewaffneten Neutralitt (Russland, Schweden, Dänemark, Preußen) eine wirtschaftliche Isolierung Großbritanniens herbeizuführen. London antwortete mit einer Flottendemonstration: Am 02. April 1801 schlug Vizeadmiral Horatio Nelson in der Seeschlacht von Kopenhagen die dänische Flotte schwer. Die Liga der bewaffneten Neutralität zerbrach – auch wegen der Ermordung Zar Pauls I. am 23. März 1801, der ihr treibender Motor gewesen war. Sein Nachfolger Zar Alexander I. löste das Bündnis auf und näherte sich Großbritannien wieder an.[\[41\]](#fn41)

 Der Feldzug von 1800 in Norditalien: Die Schlacht bei Marengo
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Der Feldzug von 1800 in Norditalien begann mit einer der kühnsten strategischen Operationen in Napoleons gesamter Karriere. Die österreichische Armee unter General Michael von Melas hatte in der Zwischenzeit fast ganz Norditalien zurückerobert. General Masséna, der die französische Armée d’Italie befehligte, war seit April 1800 in Genua eingeschlossen und wurde durch hunger und Seuchen dezimiert. Napoleon entschloss sich zu einem gewagten Flankenmanöver: Mit der Armée de Réserve von etwa 40.000 Mann überquerte er zwischen dem 15. und 24. Mai 1800 den Großen Sankt Bernhard Pass – ein logistisches und meteorologisches Meisterstück, das die österreichische Führung vollkömmen überraschte.[\[29\]](#fn29)

Am 02. Juni 1800 zog Napoleon in Mailand ein. Die österreichische Stellung in Norditalien war damit strategisch bedroht. Melas, der noch mit der Belagerung Genuas beschäftigt war – Masséna kapitulierte am 04. Juni 1800 nach heroischem Widerstand – musste seine Krsfte rasch zusammenziehen. Beiden Seiten war klar: Eine Entscheidungsschlacht war unausweichlich. Am 09. Juni 1800 errangen die Französen unter General Jean Lannes in der Schlacht bei Montebello einen ersten Sieg und sicherten die Aufmarschstellung.[\[30\]](#fn30)

Am 14. Juni 1800 trafen die Heere bei Marengo, nahe Alessandria im Piemont, aufeinander. Der Tag begann katastrophal für die Französen: Melas griff frühzeitig und mit überlegenen Krssten an; Napoleon hatte seine Krsfte verteilt und war überrascht. Die französischen Divisionen wurden Schritt für Schritt zurückgedrängt. Gegen Mittag schien Österreich gesiegt zu haben; der 71-jährige Melas, leicht verwundet, übergab sogar das Kommando an seinen Stabschef und verließ das Schlachtfeld. Doch nun griff General Louis Desaix mit seiner Division in den Kampf ein. Desaix, kurz zuvor aus Ägypten zurückgekehrt, führte den entscheidenden Gegenangriff an – und fand dabei den Tod. Gleichzeitig ließ General François Kellermann d. J. mit 400 Kavalleristen eine verheerend wirkungsvolle Attacke reiten. Der österreichische Angriffsschwung brach zusammen; innerhalb von Stunden verwandelte sich die napoleon Niederlage in einen überwältigenden Sieg.[\[31\]](#fn31)

Am 15. Juni 1800 schlossen Melas und Napoleon in der Konvention von Alexandria einen Waffenstillstand; die Österreicher räumten Norditalien. Marengo war mehr als ein militärischer Sieg – er war ein propagandistischer Triumph, der Napoleons Legende begründete und sein Konsulat zementierte. Der kühne Alpenbergang und der dramatische Sieg in letzter Stunde verdichteten sich in der französischen und später europäischen Erinnerungskultur zum Inbegriff napoleonischer Feldherrenkunst.[\[32\]](#fn32)

 Der Friede von Lunéville (09.02.1801)
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Nach der Doppelkatastrophe von Marengo und Hohenlinden blieb Österreich keine politische Alternative. Am 09. Februar 1801 wurde in Lunéville (Lothringen) der Friede zwischen Frankreich und Österreich sowie dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation unterzeichnet. Auf französischer Seite führten die Verhandlungen Joseph Bonaparte, Napoleons älterer Bruder; für Österreich erschien Graf Ludwig von Cobenzl. Der Friede von Lunéville bestätigte und erweiterte die Bestimmungen von Campo Formio (1797) und etablierte die französische Hegemonie über den Kontinent auf eine für alle sichtbare Weise.[\[36\]](#fn36)

Österreich erkannte erneut die „natürlichen Grenzen“ Frankreichs an, das heißt den Rhein als Ostgrenze. Die linksrheinischen deutschen Gebiete wurden endgültig dem französischen Territorium einverleibt. Die Cisalpinische Republik in Norditalien, die Helvetische Republik in der Schweiz, die Batavische Republik in den Niederlanden und die Ligurische Republik (Genua) wurden als souveräne Staaten anerkannt – womit das Satellitensystem Frankreichs völkerrechtliche Beständigkeit erlangte. Aus dem habsburgischen Erbrecht auf die Toskana wurde Franz von Österreich-Este als Großherzog eingesetzt.[\[37\]](#fn37)

Für das Reich bedeutete der Vertrag das Ende der linksrheinischen Bistumer, Abteien und weltlichen Herrschaften, da die betroffenen Fürsten durch Säkularisierungen rechtsrheinischer Kirchengüter entschädigt werden sollten. Dies führte direkt zum Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803, der die Landkarte des Alten Reiches radikal veränderte: 112 reichsunmittelbare Herrschaften wurden aufgehoben, fast alle geistlichen Territorien säkularisiert. Große weltliche Reichsfürsten wie Baden, Bayern und Württemberg wuchsen auf Kosten der kleinen geistlichen Herren erheblich. Diese Umgestaltung bereitete die Gründung des Rheinbundes 1806 und die endgültige Auflösung des Heiligen Römischen Reiches vor – ein Gebilde, das seit Karl dem Großen mehr als tausend Jahre bestanden hatte. Der Friede von Lunéville ist damit nicht nur ein militärisches, sondern ein epochemachendes verfassungsgeschichtliches Dokument.[\[38\]](#fn38)

 Der Feldzug von 1800 in Deutschland: Die Schlacht bei Hohenlinden
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Parallel zur Kampagne in Norditalien entfaltete sich der Feldzug von 1800 in Süddeutschland, der in seiner militärhistorischen Bedeutung häufig hinter dem glänzenden Marengo-Sieg zurückbleibt, für den Ausgang des Krieges jedoch mindestens gleich gewichtig war. Auf französischer Seite übernahm General Jean Moreau, der bewährte Feldherr des Rheins, die Befehlsgewalt über die Rheinarmee. Im Mai 1800 überquerte er bei Rheinklingen den Rhein und besiegte die österreichischen Truppen unter Feldmarschall Paul Kray in den Schlachten bei Engen (03. Mai 1800), Stockach (03. Mai 1800) und Meßkirch (05. Mai 1800). Kray wich nach Bayern zurück. Am 15. Juli 1800 schlossen beide Seiten den Waffenstillstand von Parsdorf, um Verhandlungen zu ermöglichen.[\[33\]](#fn33)

Als die Friedensverhandlungen in Lunéville scheiterten und Österreich auf britischen Druck hin den Krieg im Herbst 1800 wiederaufnahm, marschierte Moreau erneut. Kray war durch den jungen Erzherzog Johann ersetzt worden, der noch keine Kriegserfahrung besaß und auf entschlossenem Angriff bestand. Am 03. Dezember 1800 prallten die Armeen bei Hohenlinden, östlich von München, aufeinander. General Jean-Joseph Reynier führte mit einem französischen Korps einen großangelegten Flankenangriff durch Schneewder und Nadelwlder, während Moreau frontal angriff. Die Österreicher gerieten in einen Kessel; ihre Kolonnen standen in dichten Tannenwldern ohne Möglichkeit, sich zu manvrieren.[\[34\]](#fn34)

Die Österreicher erlitten eine vernichtende Niederlage: etwa 14.000 Mann wurden gefangen genommen, dazu fielen zahlreiche Geschütze und Fahnen. Der Weg nach Wien lag offen. Erzherzog Karl, der nun das Kommando übernahm, kapitulierte im Waffenstillstand von Steyr (25. Dezember 1800 – symbolträchtig am Weihnachtstag). Österreich hatte keine weiteren Mittel, den Krieg fortzusetzen. Hohenlinden gilt als die entscheidende Wende des Zweiten Koalitionskrieges. In Frankreich wurde Moreau dafür mit Lorbeeren überhauft; zugleich wuchs Napoleons Eifersucht auf den einzigen General, der ihm das Wasser reichen konnte – eine Spannung, die später in Moreaus Verbanning aus Frankreich gipfeln sollte.[\[35\]](#fn35)

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  Letzte Änderung: 25.03.2026 20:06

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