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Symposium "Militär in Westphalen"

Am Samstag, den 19.04.2008 fand im Hörsaal des Hessischen Landesmuseums ein gemeinsames Symposium von NAPOLEON ONLINE und der Museumslandschaft Hessen-Kassel statt. Thema des sehr umfangreichen Symposiums war "Das Militär und die Kriege des Königreich Westphalen 1807 - 1813".

Mit diesem Symposium wird die Tradition der bisherigen Veranstaltungsreihe "Die Armeen des Rheinbundes" von NAPOLEON ONLINE fortgesetzt, die bereits seit 2001 jährlich stattfinden.

Das Königreich Westphalen. Ein Modellstaat und seine Armee

In seinem einleitenden Referat gab Dr. Arnulf Siebeneicker einen kurzen Einblick über die Entwicklung des Königreichs Westphalens. So beruhte der Modellstaat auf drei Grundsätzen, zum einen die Abschaffung der bisherigen Ständegesellschaft sowie die Auflösung einer zwischenstaatlichen Instanz bestehend aus Adel und Klerus. Vielmehr wollte der nach französischen Modell entstandene Staat direkt auf seine Bürger und Ressourcen zugreifen. Die traditionelle Führung von Kirchenbüchern, die über Taufen und Geburten informierten wurde zugunsten der staatlichen Verwaltung bei den Bürgermeistereien abgeschafft. Gleichzeitig kam es im Königreich Westphalen auch zu einer Stärkung des Bürgertums zu Lasten des traditionellen ehemaligen Landadels und der Kirche.

Im Königreich Westphalen versuchte man durch verschiedene Maßnahmen den neuen Staat im Bewußtsein seiner Bürger zu etablieren, so wurde das Münz- und Maßwesen vereinheitlicht. König Jérôme versuchte auch durch Kupferstiche, Bilder und Büsten eine Akzeptanz des neuen künstlichen Staates herzustellen. Doch die Maßnahme, den neuen Staat populär zu machen scheiterten am Widerstand der Bevölkerung. Bei allen Versuchen, einen selbstständigen Staat zu schaffen, war doch das gesamte Königreich vom Willen des französischen Kaisers in Paris abhängig, auch wenn der junge Monarch Jérôme versuchte - auch gegen den Willen Napoleons - Vorteile für seinen Staat zu sichern.

Siebeneicker ging in seinem Vortrag auch auf die allgemeine Wehrpflicht ein, die nach französischen Vorbild nun auch in Westphalen greifen sollte. Zum einen wurden damit zahlreiche Sonderprivilegien der alten Herrschaften abgeschafft und jeder Westphale war zum Militärdienst verpflichtet. Einzige Ausnahme war die sogenannte Stellvertreter-Regelung, wonach in gegen Entgelt ein junger Mann für die Ableistung des Wehrdienstes bezahlt wurde. Gab es in der Vergangenheit dort Ausnahmen auf Grund der Herkunft, entschied in Westphalen alleine die Wirtschaftskraft der Familie, ob eine solche Option greifen konnte. Die Rolle der Armee als vereinendes Bindeglied im jungen Staat konnte jedoch durch den direkten Zugriff Napoleons nicht wirklich greifen. So fehlte zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern des kurzlebigen Staates auch eine entsprechende Identifikation mit dem Modellstaat.

Geschichte, Organisationskultur und Uniformierung der Westphälischen Garde

Im zweiten Vortrag des Tages informierten Markus Stein und Dr. Peter Bunde über die Geschichte, Organisation und Uniformierung sowie die Einsätze der Westphälischen Garde. Interessant ist, dass sich Jérôme Bonaparte bei der Aufstellung der Westphälischen Garden gegen die Aufstellungsbedingungen Kaiser Napoleons durchsetzen konnte. So sprach sich Napoleon I. generell gegen die Einführung einer Garde du Corps aus, da sie der Ausrichtung und der Stellung der Familie Bonaparte nicht entsprechen würde. Da Napoleon seinem kleinen Bruder Jérôme bei einem Vier-Augen-Gespräch diese zubilligte, wandte er sich mit einem Schreiben an den kaiserlichen Bruder und bat um dessen ausdrückliche Anweisung, die Garde du Corps nicht aufzustellen. Bis zum Ende des westphälischen Königreichs blieb diese eindeutige Order aus.

Die westphälische Garde setzte sich zu 25 % aus ehemaligen Soldaten der französischen Armee zusammen, die nach dem Kriege von 1806/07 noch auf dem Territorium des Königreichs Westphalen stationiert waren. Der Rest setzte sich aus wohlhabenden Familien zusammen, die nicht aus Westphalen stammten.

Weiterhin informierte Stein in seinem Beitrag über die Uniformierung und auch die Stellung der Angehörigen der Garde innerhalb des westphälischen Militärs. Geplant war die Garde als Kaderschmiede des zukünftigen Führungsnachwuchses. Die Angehörigen der Garde waren auch verpflichtet, je nach Einheit, bestimmte Dienste im Krieg und Frieden für den König zu übernehmen, wie z.B. Bewachung des Palastes. Die Gardesoldaten leisteten im übrigen einen persönlichen Eid auf den Monarchen.

Im Jahre 1809 begleitete die Garde Jérôme als Chef der 10. Division im kleinen Krieg. 1812 nahm die Garde am Russlandfeldzug im 8. Armeekorps teil. Beim Vormarsch wurde sie z. B. zur Schlachtfeldbereinigung eingesetzt. Nach der Einnahme Moskaus übertrug Napoleon ihr die Sicherung der Verbindung zwischen Smolensk und Moskau ehe sie bei der Flucht im Herbst als Avangarde diente. Von der Garde blieben nach dem Feldzug nur gut eine Hand voll Soldaten übrig. Bei der 2. Neuaufstellung der westphälischen Armee 1813 wurde sie französischen Truppen beigegeben ehe sie nach der Völkerschlacht die Wahl hatten, in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Die Artillerie des Königreichs Westphalen

Dr. Martin Klöffler informierte in seinem Referat "Die Artillerie des Königreichs Westphalen" über die Geschichte und den Einsatz der Artillerie- und Genie-Truppen, die zusammengelegt wurden,  des kurzlebigen Königreichs. So fand man in Kassel das Kriegsministerium sowie ein Depot und Arsenal für die Artillerie. In Kassel entstand auch eine Genie- und Artillerieschule, die für die Ausbildung des Offiziersnachwuchses betraut wurde. In der einzigen Festung des Landes, in Magdeburg, fand sich keine westphälische Besatzung, da diefranzösische Armee diese in Besitz hielt.

Klöffler informierte weiterhin in seinem Vortrag über das Offizierskorps und die Einsätze der Artillerietruppen zwischen 1807 und 1813 auf dem spanischen und russischen Kriegsschauplatz. Als Beispiel diente das Gefecht von Gerona, in der die Artillerie bei der Belagerung eine besondere Rolle spielte.

Am Ende seines Vortrages wieß Martin Klöffler darauf hin, dass nach 1814, wie bereits bei Gründung des Königreichs Westphalen, auf das vorhandene Material zurückgegriffen wurde. So sandte das Kurfürstentum Hessen nach den Befreiungskriegen Boten in alle Teile Deutschlands und Europas aus, um den Geschützepark wieder zusammenzuführen. Bei der Gelegenheit wieß er auch noch auf Bestände des Digitalen Archivs in Marburg hin, wo sich zahlreiche Skizzen und Pläne zur Artillerie befinden.

In der anschließenden Diskussion mit den Zuschauern konnte festgehalten werden, dass sich noch zwei Kanonen des ehemaligen Königreichs Westphalen in Leipzig befinden.

Kosaken, Streifkorps, Freikorps - die Rolle des kleinen Krieges zwischen 1809 und 1813 im Königreich Westphalen

Der Historiker Dr. Martin Rink referierte über die Auswirkungen des "kleinen Krieges" auf das Königreich Westphalen. So kam es im Laufe der Zeit immer wieder zu inneren und äußeren Bedrohungen des jungen Staates. So führte er als Gründe für innere Unruhen die Anhänglichkeit der Bevölkerung an die ehemaligen Souveräne, den preussischen König bzw. an Hessen oder Hannover. So bildeten Soldaten aus den ehemaligen Kurfürstentum Hessen oder Preussen den Kern der westphählischen Armee während Soldaten des ehemaligen Hannover überwiegend nach England in die Kings German Legion eintraten. Andere ehemalige Soldaten setzten sich nach Böhmen ins Exil ab um von dort auf eine günstige Gelegenheit zum Widerstand gegen das neue Herrschaftssystem zu agieren. 

Als Merkmale des "kleinen Krieges" des 18. Jahrhunderts führte Dr. Rink zum einen Handstreiche und Überfälle an sowie Lager- und Marschsicherung aber auch Einbringen von Fourage. Die Grundlagen für diesen "kleinen Krieg" wurden im übrigen durch ehemalige Soldaten geschaffen, deren Staaten nach 1807 zum Königreich Westphalen zusammengeführt wurden. So führte er Anderea Emmerich (1739-1809), Johann von Ewald (1744-1813) und auch den späteren preussischen Militärreformer Gerhard von Scharnhorst (1755-1813) an. Emmerich beteiligte sich im Jahre 1809 an einen Aufstand gegen den westphälischen König und wurde entsprechend zum Tode verurteilt. Bei seiner Hinrichtung soll er selbst das Feuer-Kommando gegeben haben während Ewald im Jahre 1809 an der Niederwerfung des Schillschen Zuges beteiligt gewesen ist. Scharnhorst legte noch vor Ausbruch der Revolutionskriege in seinen Schriften die Grundlagen des modernen Krieges, die er nach 1807 im preussischen Militär zum Teil umsetzen konnte.

Im Jahre 1809 gab es mehrere kritische Situation für den westphälischen Staat, der an preussisches Territorium grenzte, durch Streifkorps und Aufstände. Zunächst versuchte Dörnberg, westphälischer Oberst, im April 1809 einen Aufstand, der jedoch an der "Knallhütte" zusammengebrochen ist. Zur gleichen Zeit überschritt auch der preussische Major Ferdinand von Schill die Grenzen Westphalens und schlug sich nachdem der Versuch, die Bevölkerung Westphalens zum Aufstand zu bewegen scheiterten, nach Stralsund zurück. Ähnlich scheiterte nach Anfangserfolgen der Zug des Schwarzen Herzogs, der sich nach der sich nach England absetzte, wo er mit seiner Truppe in den Dienst von George III. übertrat. Alle Aufstandsversuche scheiterten nachdem es den "Freiheitskämpfern" nicht gelungen war, die Bevölkerung zu einem Aufstand zu bewegen um so den verhassten französischen Herrschaftssystem erfolgreich gegenüber treten zu können. Die Aufstandsbewegung auf dem spanischen Kontinent galt den deutschen Patrioten als Vorbild.

Auch der Zug der Lützpwer und Russen in Norddeutschland brachte noch nicht den erhofften Erfolg. Wollte man doch durch den Einsatz von Streif- und Freikorps versuchen, die Bevölkerung zum Widerstand aufzurufen. Es blieb bei einigen wenigen Übertritten und überwiegend ruhigen Verhältnissen im Königreich.

Erst nach der Niederlage von Leipzig konnte die Zerschlagung des Königreichs Westphalen gelingen, das binnen weniger Wochen von russischen und preussischen Truppen besetzt wurde. Im Gegensatz zu 1809, wo die Sympatien und Loyalität der Armee noch bei Jérôme lagen, waren diese 1813 komplett verloren gegangen.

 

 

Das kurze Leben des Theodor von Papet aus Braunschweig.

Ditmar Haeusler beschäftigte sich in seinem Referat mit dem Leben und den Tagebüchern des ehemaligen westphälischen Majors Theodor von Papet, der in Spanien, Russland unter der Fahne Napoleons und 1814/15 gegen Napoleon ins Feld zog.

Der Vortrag von Herrn Haeusler hatte eine sehr persönliche Note, da er selbst Nachfahre des Majors von Papet ist. Seine Ururgroßmutter war die Schwester des Tagebuchschreibers. Im Rahmen des Vortrages führte er in die Familienverhältnisse und in das Schicksal des westphälischen Offiziers heran, der Anfang 1818 an den Folgen einer Kriegsverletzung starb.

Zwei Tagebücher wurden bereits von Herrn Haeusler veröffentlicht und können auf den Seiten der AMG nachgeschlagen werden.

Ein wiederentdecktes westphälisches Offizierstagebuch zur Belagerung von Gerona

An Hand von bisher unbekannten Aufzeichnungen hat der Memoarienexperte Dr. Thomas Hemman ein westphälisches Offizierstagebuch über den spanischen Feldzug von 1809 wiederentdeckt.

So schilderte der Tagebuchschreiber, was lt. Hemman in der Literatur bisher unbekannt war, über eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen westphälischen Soldaten und der französischen Bevölkerung bei Dijon/Burgund. Die lokale Bevölkerung verweigerte den westphälischen Soldaten das offiziell zugewiesene Quartier. Nach zahlreichen Abweisungen versuchten die Soldaten mit Waffengewalt ihre Quartiere zu beziehen. Bei den Auseinandersetzungen kam es auch zu Todesopfern unter den Soldaten und der Ziviilbevölkerung.

Die Stadt Gerona liegt am Talabhang von Ter und Onyar und hatte 1809 etwa 14.000 Einwohner, wovon etwa 25% Geistliche waren. Die Festung wurde von etwa 3.000 Mann Linieninfanterie und 3.000 städtischer Soldaten verteidigt. Hinzu kamen noch zwei sogenannte Frauenkompanien, deren hauptsächliche Aufgabe die Versorgung der Verwundeten war. Die Verteidiger verfügten über etwa 180 Geschütze.Die Stadtmauer stammte noch aus dem Mittelalter und ihr waren mehrere Forts und Türme vorgelagert.

In dem Tagebuch wird die erbittert geführte Belagerung eindringlich geschildert. Am 13.06.1809 begann die förmliche Belagerung von Gerona. Nachdem die Bresche hergestellt wurde und die Belagerungsartillerie, die sogenannte "Teufelsbatterie" muss die Infanterie sie ohne wirklichen Schutz verteidigen. Unter größten Strapazen wurden die Geschütze in ihre Bergstellungen gebracht, jedes der 25 Geschütze wurde mit Hebezug und Seilen in Stellung gebracht. Ein Sturmversuch am 08.07.1809 scheitert trotz des Einsatzes von Elitekompanien. Bei diesem Sturm wird der St. Johann-Turm zerstört und verschüttet etwa 50 spanische Verteidiger. Das Angebot zur Bergung der Verschütteten, das die Belagerungstruppen der Festungsbesatzung anboten, wurde von dieser zurückgewiesen. Dies zeigt sicherlich mit welcher Erbarmungslosigkeit der Krieg auf dem spanischen Festland seinerzeit geführt wurde.

Interessant ist auch die, sonst in der Memoarienliteratur nicht auftauchende Geschichte des Hannes von Gröningen. Dieser wurde durch seine Dorfgemeinschaft der westphälischen Armee hinterhergeschickt um Briefe und Geschenke aus der Heimat zu übersenden. Nach einiger Zeit des Herumirrens in Europa gelang es ihm, seine Landsleute zu finden und mit Nachrichten aus der Heimat zu versorgen. Er starb später an den Verletzungen, die er sich bei einer Gefangennahme durch spanische Guerilleros zugezogen hatte.

Ein englischer Entsatzversuch unter dem General Blake scheitert und auch der spätere Versuch den Montiju zurückzuerobern scheiterte. Bei einem erneuten Versuch die belagerte Stadt am 19.09.1809 zu erobern gelang nicht. Die Verluste beliefen sich auf 600 Tote und 1.000 Verletzte, die erneut nicht geborgen werden konnten. Nachdem die Stadt nicht eingenommen werden kann gehen die Belagerungstruppen dazu über, die Verteidiger auszuhungern. Bis Anfang Dezember dauert es, bis erste Zeichen einer baldigen Kapitulation zu erkennen sind. Ausbruchsversuche der Spanier, die völiig entkräftet sind, werden zurückgeschlagen. Am Abend des 10.12.1809 kam die Kapitulation zustande und gut 8.000  "den Leichen ähnliche Überlebende" wankten aus den Trümmern hervor.

Die Verluste beliefen sich auf französischer Seite auf 12.000 Mann des Belagerungskorps und 5.000 der Bedeckung, während die spanischen Verteidiger 2.800 tote Soldaten und etwa 5.000 Zivilisten zu beklagen hatten.

Die Erinnerungen, so klärte Hemmann am Ende seines Vortrages noch auf, stammten von K.E. Webern und wurden unter dem Titel Erinnerungen eines alten Soldaten in der Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und Geschichte des Krieges im Jahrgang 1859/1860 veröffentlicht.

Die Lebenserinnerungen des Kavallerieoffiziers Wilhelm Ritgen aus der Zeit seines Einsatzes in der Bergischen und französischen Gardekavallerie

Dr. Reinhard Münch behandelte in seinem Vortrag nicht die westphälische Armee sondern schloss sich an einen Vortrag zum Symposium des Großherzogtums Berg an.

Der Leipziger Heimatforscher berichtete dem Auditorium von einem ganz besonderen Fund, den er zufällig beim Besuch einer alten Leipzigerin machen konnte. Er fand die Aufzeichnungen des Oberstleutnants Wilhelm Ritgen (1789-1863), die sein Sohn nach Erzählungen des Vaters im Familienkreise niedergeschrieben hatte. In diesen Aufzeichnungen fand Münch auch Erinnerungen Ritgens über seine letzte Begegnung mit Napoleon. Am Ende der Leipziger Kämpfe, es war vermutlich der 18.10.1813 schilderte er in die nachfolgende kleine Geschichte

Ritgens Regiment war nicht aufzufinden, als der Adjutant [gemeint ist Ritgen] von einem Melderitt zurückkehrte. Wenn irgendwo, dann war beim kaiserlichen Hauptquartier Auskunft über die neue Situation zu erhalten. Da stand nun der Kaiser in der Mitte eines Quadrats, an dessen Ecken vier Grenadiere der Alten Garde Wache hielten. Eine große Gestalt, in der Wilhelm Ritgen seinen früheren Souverän Murat erkannte, trat mit einem großen Fernrohr zu Napoleon, sprach mit ihm lebhaft und gestikulierend. Murat stellte sich als Stativ des Fernrohrs, das er sich über die Schulter legte, vor den Kaiser. Dabei spreizte er die Beine so weit auseinander, damit die Höhe des Fernrohrs für den kleineren Napoleon passte. Ritgen verblieb im Hauptquartier bis zum Aufbruch nach Leipzig.

Insbesondere sind die vom Sohn aus der Erinnerung niedergeschriebenen Aufzeichnungen des Vaters als authentisch anzusehen, da das von ihm geschilderte Ereignis auch in anderern Quellen nachgewiesen wurde. Die Ritgenschen Aufzeichnungen sind bisher noch nicht gedruckt oder veröffentlicht worden.

Fazit

Neben zahlreichen Programmpunkten hat die Museumslandschaft Hessen-Kassel mit der einzigen Veranstaltung zum westphälischen Militär- und Kriegswesen einen weiteren Höhepunkt des Veranstaltungsjahres "König Lustik" verbuchen können. An der Veranstaltung nahmen etwa 80 Interessierte teil, die überwiegend aus der Kasseler Bevölkerung stammten.

Die Organisation vor Ort wurde durch Dr. Siebeneicker, Kurator der Ausstellung im Museum Fridericianum geregelt, während Markus Stein von Napoleon Online sich um die Inhalte des Tages kümmerte.

Der Erfolg dieser Veranstaltung lässt auf eine interessante Fortsetzung des Symposiums im Jahre 2009 in Österreich hoffen, wo sich alles um den Feldzug von 1809 drehen wird.

Powerpoint-Präsentationen der einzelnen Vorträge, finden sich auf NAPOLEON ONLINE zum Download bereit.

Alle Vorträge des Symposiums werden etwa Mitte Mai in gedruckter Form vorliegen. Der Reader zur militärhistorischen Veranstaltung wird etwa 200 bis 250 Seiten haben und zusätzlich noch eine kleine uniformkundliche Betrachtung zu einem bisher unbekannten Portrait enthalten.

Sobald er Reader im Buchhandel erhältlich ist, folgt eine Buchrezension.