Marc Bastet: Die Schlacht an der Göhrde 1813
| Preis | 8,00 € |
| Autor | Marc Bastet |
| Titel | Die Schlacht an der Göhrde 1813 |
| Verlag | Merlin Verlag |
| Jahr | 2007 |
| Einband | Broschüre |
| Seitenzahl | 44 Seiten |
| Maße (cm) | 16 x 12 x 0,8 |
| Gewicht (g) | 63 |
| ISBN10 | 3-87536-258-6 |
| ISBN13 | 978-3-87536-258-9 |
Auf 44 Seiten beschreibt der Historiker Marc Bastet in seinem Heftlein »Die Schlacht an der Göhrde 1813« ein fast vergessenes Stück norddeutscher Heimatgeschichte.
Zu dieser Zeit befand sich Kaiser Napoleon I. mit der französischen Hauptmacht bei Dresden. Auf ihm marschierten von Osten kommend die russisch-preussische Armee unter Kommando des Feldmarschalls von Blücher zu, während aus Böhmen die österreichischen Truppen unter Schwarzenberg sich Dresden näherten. Im Norden bedeckten die Truppen Bernadottes die preussische Hauptstadt Berlin.
Am 16. September bedrohte ein Streifkorps, bestehend aus russischen Kosaken, dem Lützower Freikorps und dem Freikorps von Reiche, die Nachschubverbindungen des französischen Marschalls Davout, der sich in Hamburg befand. Am Morgen dieses Tages versuchte General Wallmoden in einer gewagten Operation an der Göhrde Napoleons Nachschubweg nach Magdeburg zu bedrohen. Im Laufe des 16. September 1813 kam es zur Schlacht - eigentlich wäre Gefecht angebrachter - an der Göhrde, der für die Alliierten siegreich endete.
Insgesamt hatte dieses Gefecht an der Göhrde für den Gesamtverlauf des Feldzuges von 1813 wenig Einfluss. Es war die bedeutenste Schlacht im norddeutschen Raum, der auch für einen Zulauf zur antinapoleonischen Koalition führte. Das Gefecht war auch aus anderer Sicht propagandistisch nicht unbedeutend: Eleonore Prochaska, die im Lützower Freikorps als Jäger August Renz verkleidet kämpfte, wurde durch einen französischen Kartätschenschuss tödlich verwundet. Sie war das Vorbild für weitere Frauen, wie zum Beispiel Anna Lühring, die später dem Freikorps von Lützow beitrat.
Direkt beim Aufschlagen des nur 44 Seiten dicken Heftchens im Format A6 wird auf einen sachlichen Fehler hingewiesen. So handelte es sich bei Lüneburg nicht um die Hauptstadt des Departements sondern nur um die Hauptstadt des Arrondissements. Weiterhin empfand ich den Einschub eines Schlagwortes, der den normalen fortlaufenden Textfluss unterbrach und so im ersten Augenblick ein kleines Stutzen bei mir aufkommen ließ.
Insgesamt macht das kleine Büchlein einen sehr interessanten Eindruck, da es mit vielen zeitgenössischen Archivaufnahmen und zahlreichen Abbildungen von Reenactment-Veranstaltungen an der Göhrde aufgelockert wurde.

