EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

An König Friedrich Wilhelm III.

vom 17.04.1799.

Nachdem Sr. Königlichen Majestät von Preußen mit Endesunterschriebenem den aus freier Entschließung und aus eignem Antriebe um meine Studia zu vollenden alleruntertänigst nachgesuchten Abschied aus Höchstdero Kriegsdiensten in Gnaden bewilliget: so reversiere ich mich hierdurch auf Höchstdero ausdrücklichen Befehl: daß ich weder ohne Dero allerhöchsten Konsens jemals in auswärtige Krieges- oder Zivildienste treten, noch in Höchstdero Staaten wiederum in Königl. Kriegsdienste aufgenommen zu werden, anhalten will; dagegen ich mir vorbehalte, nach Absolvierung meiner Studia Sr. Majestät dem Könige und dem Vaterlande im Zivilstande zu dienen. Diesen wohlüberdachten Revers habe ich eigenhändig ge- und unterschrieben.

So geschehen Frankfurt a. Oder, den 17. April 1799.

Heinrich v. Kleist
vormals Lieut. im Regt. Garde

Quelle:
Müller-Salget, Klaus / Ormanns, Stefan (Hg.): Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe in vier Bänden. Band 4 - Briefe von und an Heinrich von Kleist 1793–1811. 1997

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