EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

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Spiegel Geschichte zur Aufklärung erschienen

Die neueste Ausgabe der Zeitschrift »Spiegel Geschichte« widmet sich den Philosophen und Revolutionären der Aufklärung im 18. Jahrhundert.

Das aktuelle Heft aus der Reihe DER SPIEGEL Geschichte »Die Aufklärung. Philosophen und Revolutionäre verändern die Welt« ist derzeit im Zeitungs- und Zeitschriftenhandel zum Preis von 7,90 € erhältlich.

Das Heft beleuchtet auf rund 130 Seiten zahlreiche Facetten der Aufklärung.

Das Heft gliedert sich in vier Hauptrubiken. Die erste Rubrik ist sehr umfangreich und spannt unter dem Titel »Vom Glauben zur Erkenntnis« einen Bogen vom Beginn der Aufklärung bis hin zu den Encyclopédisten in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Beginnend bei Pierre Bayle (1647-1706), der bereits  im 17. Jahrhundert ein historisch kritisches Wörterbuch herausgab. So wollte der französische Philosoph ganz genau wissen wie die Welt beschaffen war um gegen den Aberglauben ankämpfen zu können. Der moderne und aufgeklärte Wissenschaftler versteckte sich nicht mehr hinter der lateinischen Schrift und publizierte für den Elfenbeinturm der Wissenschaft sondern wandte sich in deutscher Sprache an die gebildete Öffentlichkeit seiner Zeit. So wollte Johann Christoph Gottsched (1700-1766) Deutsch zur Wissenschaftssprache machen.

Weitere Artikel widmen sich dem aufklärten Herrschern in Europa und deren Verhältnis zu den Philosophen. Friedrich II. von Preußen pflegte eine jahrelange Brieffreundschaft mit Voltaire und lud diesen schließlich auch nach Sanssoucci ein während die russische Zarin Katharina II. sich mit Diderot anfreundete und schließlich dessen Bibliothek nach St. Petersburg holte. Auch vergisst man in der Würdigung nicht die »Encyclopédie« in der die französischen Gelehrten das gesamte bekannte Wissen der Welt des 18. Jahrhunderts versammeln wollten.

Unter dem Motto »Vernuft für eine bessere Welt« widmet sich das SPIEGEL Geschichte-Heft den Denkern. So werden David Hume, der Kupferstecher Daniel Chodowiecki, Jean Jacques Rousseau oder die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges näher vorgestellt. Aber auch der Seefahrer und Entdecker James Cook,, der die Erde auf seinen Expeditionen umsegelte in den Mittelpunkt einzelner Artikel gestellt. Aber auch die Rolle von einzelnen Magazinen und Zeitungen, die den Menschen zum selbstdenkenden Wesen heranziehen wollten und deren Bekämpfung durch die Kirchen werden thematisiert.

Der dritte Themenkomplex des Heftes steht unter dem Motto »Neugier und Sensibilität«. Gotthold Ephraim Lessing als Deutschlands Aufklärer par excellence wird ebenso wie der große jüdische Aufklärer Moses Mendelssohn in einzelnen Beiträge beleuchtet. Mit Adolph Freiherrn von Knigge - der Benimmpapst und Illuminat liefert Einblicke in die Welt der Geheimgesellschaften des ausgehenden 18. Jahrhunderts, in der sich Gelehrte, Bürgerliche und Adelige - bis hin zum preußischen König - trafen und austauschten. Die Macher des Heftes versäumen es hier im Übrigen auch nicht Kritiker der Aufklärung zumindest in Kurzportraits vorzustellen. 

»Das Erbe der Epoche« bildet das letzte Kapitel des Heftes und sucht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Zeitalter der Aufklärung, hierbei bedient es sich auch Zeitgenossen wie des Universalgelehrten Johann Gottfried Herder oder es wird die Frage gestellt, ob die Aufklärung Schuld an der Französischen Revolution hatte.

Insgesamt ein sehr lesenswertes und interessant geschriebenes Heftchen mit zahlreichen Abbildungen und Einblicken in eine längst vergessene Epoche.

Das Einzelheft ist entweder über den Zeitschriftenhandel oder direkt beim Verlag zu beziehen. Ein Abonnement mit 6 Ausgaben kostet 43,20 € zu beziehen. Im Abonnement kostet das Einzelheft dann nur 7.20 € statt 7,90 €.

 

 

 

 

 

Letzte Änderung der Seite: 21. 09. 2017 - 01:09