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DLA Marbach übergibt wertvolles Kleist-Portrait an die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder)

Das Deutsche Literaturarchiv (DLA) in Marbach am Neckar übergibt das so genannte Gefangenschaftsbild an die Kleist-Stadt Frankfurt/Oder. 

Henry de Kleyst (Gefangenschaftsbild) vom unbekanntem Künstler Frankreich 1807 (Öl auf Büttenpapier, 26 x 22,5 cm, an den Kanten unregelmäßig beschnitten, achteckig)

Henry de Kleyst (Gefangenschaftsbild) vom unbekanntem Künstler Frankreich 1807(Öl auf Büttenpapier, 26 x 22,5 cm, an den Kanten unregelmäßig beschnitten, achteckig)

Anlässlich der Vernissage der Ausstellung »‘Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst‘ – Die Ausstellung zum Bild« am 02.04.2017 um 11:00 uhr wird das Deutsche Literaturarchiv (DLA) in Marbach am Neckar das so genannte »Gefangenschaftsbild« Heinrich von Kleists an die Stadt Frankfurt/Oder übergeben.

Das Gemälde wird zusammen mit weiteren Kleist-Portraits von Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts den Mittelpunkt der zehnwöchigen Ausstellung bilden. An der Ausstellung haben sich Max Slevogt, Max Schwimmer, wieland Förster und Erika Stürmer-Alex mit Arbeiten beteiligt. 

Als Kleist sich im Jahre 1811 das Leben nahm, traf er keine Vorsorge für seinen Nachlass. Die wenigen Dinge des Schriftstellers, die es heute noch gibt, verdankt die Öffentlichkeit seiner Familie, Bekannten oder auch Behörden. So sind manche Wege der Überlieferung, wie auch bei diesem Bilde, verschlungen oder mit einem Nebel des Vergessens überzogen.

Zu diesen raren Objekten gehört das von unbekannter Hand geschaffene Gefangenschaftsbild, das Kleist in den Monaten der französischen Gefangenschaft im Jahre 1807 zeigt. Es wurde mit Ölfarbe auf Büttenpapier gemalt und wird wegen seiner unvollkommenen Technik einem Laien zugeschrieben. In der Kleist-Forschung wird es eher als eine »Urkunde über sein Aussehen« betrachtet. Als solches ist das Bild jedoch für die Forschung und Präsentation von unschätzbarem Wert.

Die Stationen, die das Bild seit 1807 nahm sind weitestgehend unbekannt. Sicher ist nur, dass das Bild im Jahre 1960 über eine Forscherin in das Deutsche Literaturarchiv nach Marbach kam und dort wegen der ungeklärten Eigentumsverhältnisse aufbewahrt und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt wurde.

Neuere Forschungen zur Herkunft des Bildes haben ergeben, dass die Stadt Frankfurt/Oder im Jahre 1938 das Werk zum Preis von 500 Reichsmark für das Kleist-Museum erworben hatte. Hierzu gab die Kleist-Gesellschaft den entsprechenden Impuls.

Unter diesen Umständen hat sich das DLA entschlossen, das Gemälde Heinrich von Kleists der Stadt Frankfurt/Oder zurückzugeben. Die Stadt Frankfurt/Oder stellt das Werk dem Kleist-Museum zur Verfügung. 

Veranstaltungsinformation:
»‘Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst‘ – Die Ausstellung zum Bild«
Sonntag, den 02.04.2017 | 11:00 Uhr
KleistMuseum Frankfurt/Oder
Färberstraße 6-7 | 15230 Frankfurt/Oder

: info(at)kleist-museum.de
: http://www.kleist-museum.de

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Letzte Änderung der Seite: 21. 09. 2017 - 01:09