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Was Goethe versäumt hat: Schubert in Weimar

Am Sonntag, den 13.09.2015 ertönen im Stadtschloss Weimar Werke von Franz Schubert mit einem Spiel auf einem historischen Hammerflügel der Klassik Stiftung Weimar (KSW)

In der Veranstaltungsreihe »Klingendes Schloss« erklingen am nächsten Sonntag Werke von Franz Schubert (1798-1827) im Weimarer Stadtschloss. 

Der international bekannte Violinist Friedemann Eichhorn holt den Wiener Musiker Franz Schubert (1798-1827) nach Weimar. Er wird durch seine Frau Alexia an der Viola unterstützt. Das Violincello wird von Peter Hörr gespielt, während Christian Schmidt den Kontrabass spielt. Die Lieder werden von der Sophranistin Marietta Zumbült gesungen und Liese Klahn lässt einen historischen Hammerflügel der Klassik Stiftung Weimar wieder erklingen. An diesem Sonntag stehen die Sonate in g-Moll, D 408, für Violine und Klavier sowie ausgewählte Lieder - auch Vertonungen Schuberts von Goethe-Gedichten, sowie das Klavierquintett in A-Dur »Die Forelle«, D 667.

Im Jahre 1816 ließ Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe eine Sendung mit Liedern, die ihm der junge Franz Schubert aus Wien sandte, ungeöffnet retour gehen. Er ahnte zu jener Zeit nicht, das Schubert durch seine Kompositionen so manches Lied des Dichterfürsten in die Welt tragen und zugleich zu seiner Prominenz beitragen würde.

Friedemann Eichhorn wurde 1971 in Münster geboren und studierte an der Musikhochschule Mannheim sowie an der International-Menuhin-Music-Academy in Gstaad und als DAAD-Stipendiat an der Juilliard School New York. Er konzertiert sowohl mit renommierten Orchestern, wie den St. Petersburger Philharmonikern oder dem SWR-Rundfunkorchester in Musikszentren, wie dem Gasteig in München oder dem Berliner Schauspielhaus. Im Jahre 2002 lehrt der promovierte Musikwissenschaftler an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« in Weimar 

Alexia Eichhorn wurde in Bamberg geboren und studierte an der Musikhochschule in Mannheim und in Saarbrücken. Es folgten Auslandsstudien an der International Menuhin Music Academy in Gstaad und bei Yfrah Neaman an der Guildhall School in London. Nach Stationen bei der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und als stellvertretende Konzertmeisterin der Stuttgarter Philharmoniker wurde sie im Jahre 1999 erste Konzertmeisterin der Hofer Symphoniker. Zahlreiche Solo-Konzerte und Zusammenarbeiten mit weiteren Orchestern runden ihre Tätigkeit ab. Seit 2004 ist die aktive Geigerin und Bratschistin auch Dozentin für Violine an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« in Weimar.

Peter Hörr wurde im Jahre 1969 im westfälischen Arnsberg geboren. Er studierte bereits als Jugendlicher an der Universität Dortmund und wechselte 1985 an die Universität Basel, wo er von Heinrich Schiff unterrichtet wurde, Im Jahre 1992 - er war gerade 23 Jahre alt - wurde er Professor für Violincello und Kammermusik an der Hochschule der Künste, Bern, und gilt seitdem als anerkannter Pädagoge für Meisterklassen überall auf der Welt. Zur Zeit lehrt er an der Hochschule für Musik + Theater »Felix Mendelssohn-Bartholdy« in Leipzig.

 

Marietta Zumbült studierte Gesang und Musiktheater an der Folkwang Universität der Künste Essen und an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. 1986 wurde sie mit einem Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Essen ausgezeichnet. Nach einem ersten Engagement ab 1993 am Theater Brandenburg war Marietta Zumbült von 1997 bis 2009 als lyrischer Sopran am Deutschen Nationaltheater Weimar tätig. Eine rege Gastspieltätigkeit führt sie durch ganz Europa. Sie arbeitet mit namhaften Dirigenten wie George Alexander Albrecht, Jörg Straube, Christopher Hogwood, Reinhard Goebel und Jörg Peter Weigle. Marietta Zumbült ist ständiger Gast bei zahlreichen Festivals. Sie lehrt an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

 

Christoph Schmidt studierte Kontrabass in Detmold und Frankfurt/Main. Bereits während seines Studiums wurde er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München und war dann weitere 10 Jahre 1. Solokontrabassist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart. 989 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik Würzburg berufen. Später folgten die Musikhochschulen in Mannheim, Detmold und Frankfurt/Main, wo er heute unterrichtet. Neben regelmäßigen Konzertreisen und Gastkursen in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika musiziert er in verschiedenen Kammermusikformationen und seit über 20 Jahren im Orchester der Bayreuther Festspiele.

 

Die Pianistin Liese Klahn erhielt ihre solistische Ausbildung bei Eliza Hansen und Karl-Heinz Kämmerling. Mit dem 1988 gegründeten »ensemble incanto« konzertierte sie bei internationalen Festivals und unternahm Tourneen in die USA, nach Südamerika und in den Nahen Osten. Als Kammermusikerin arbeitete sie u. a. mit Sabine Meyer und dem Wiener Streichsextett, als Liedpianistin mit Thomas Quasthoff, Christiane Iven, Juliane Banse, Christiane Karg, Stephan Genz und Konrad Jarnot. Seit 2002 ist sie künstlerische Leiterin von »MelosLogos«, dem Festival für Musik und Literatur der Klassik Stiftung Weimar, seit 2015 leitet sie außerdem die Konzertreihe »Klingendes Schloss« der Stiftung.

Veranstaltungsinformation:
»Was Goehte versäumt hat: Schubert in Weimar II« - Konzert mit Friedemann Eichhorn, Alexia Eichhorn, Peter Hörr, Christian Schmidt, Mairette Zumbült und Liese Klahn
Sonntag, den 13.09.2015 | 11:00 Uhr
Stadtschloss Weimar | Falkengalerie
Burgplatz 4 | 99423 Weimar

: +49  3463 545400
: +49 3463 545241

: info(at)klassik-stiftung.de
: http://www.klassik-stiftung.de

Eintritt:      18,00 € / ermäßigt 12,00 € / Schüler 12,00 €

Letzte Änderung der Seite: 21. 09. 2017 - 01:09