EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Von Heines Napoleon zu Hegels Napoleon

von Norbert Waszek

Von Heines Napoleon zu Hegels Napoleon

Der Berliner Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) nach einem Gemälde von Jakob Schlesinger (1792-1855)
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831)

Hier kann auf die grundsätzliche Einflußnahme von Hegel zu Heines nicht in ihrer Gesamtheit eingegangen werden[1], sondern nur die engere Fragestellung verfolgt werden, in wie weit Hegels Geschichtsphilosophie Heine bei seiner Beurteilung der Leistungen Napoleons als Quelle gedient hat. In den schon behandelten Abschnitten der »Ideen«, in denen Heine näher auf die Napoleon eingeht, verweisen zumindest zwei Textstellen recht eindeutig auf den Philosophen und dessen geschichtsphilosophische Lehren. Deren Erläuterung wird uns von Heines zu Hegel zurückführen. Die dann notwendig erfolgende nähere Klärung der Position Hegels soll sich abschließend zu einer Würdigung des Kerns beider (Hegel und Heines Napoleon-Darstellungen verdichten.

(a) Mit der ihm eigenen, meisterhaft beherrschten Weise greift Heine einerseits eines der bekanntesten Lehrstücke von Hegels Geschichtsphilosophie auf, um sich andererseits ironisch wieder davon abzusetzen: Es geht um Hegels Lehre von den welthistorischen Individuen. Wenn Heines nämlich die Kleidung Napoleons beschreibt, die dieser beim Einzug in Düsseldorf getragen haben soll, hebt er neben der »scheinlosen grünen Uniform« besonders dessen berühmten zweieckigen Hut – Zweispitz ist wohl der terminus technicus – hervor, der ja tatsächlich eine Art Erkennungszeichen des Kaisers war und auf vielen zeitgenössischen Bildern zu sehen ist: »das keine welthistorische Hütchen«. Hegel hatte durch seine einflussreichen Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte – Vorlesungen, die er erstmals hielt, als Heine noch in Berlin weilte – nicht nur die Rede von den »welthistorischen Individuen« populär gemacht, dies wäre wohl zu wenig, um Heines Verwendung des Wortes »welthistorisch« eindeutig auf Hegel zurückzuführen, sondern er hatte gerade auch Napoleon als eines von nur drei Beispielen gewählt, an denen er seine Lehre illustrierte:

Werfen wir einen Blick auf das Schicksal dieser welthistorischen Individuen, welche den Beruf hatten, die Geschäftsführer des Weltgeistes zu sein, so ist es kein glückliches gewesen. Zum ruhigen Genusse kamen sie nicht, ihr ganzes Leben war Arbeit und Mühe, ihre ganze Natur war nur ihre Leidenschaft. Ist der Zweck erreicht, so fallen sie, die leeren Hülsen des Kernes, ab. Sie sterben früh wie Alexander, sie werden wie Caeser ermordet, wie Napoleon nach St. Helena transportiert.

Heine scheint die welthistorische Mission Napoleons durchaus anzuerkennen und so an Hegel anzuknüpfen, doch wird diese erhabene Diskursebene mit dem unmittelbar folgenden, lächerlich klingenden »Hütchen« sofort und brüst verlassen, als wolle Heine so auch wieder eine gewisse kritische Distanz zu Hegels Lehre schaffen. Vielleicht folgt er mit diesem Bruch auch nur dem Stilmittel, das er selbst am Anfang des XI. Kapitels der »Ideen« empfiehlt:

Du subline au ridicule il n’y a qu’un pas, Madame!

Aber das Leben ist im Grunde so fatal ernsthaft, dass es nicht zu ertragen wäre ohne solche Verbindung des Pathetischen mit dem Komischen.[2]

Sollte dies auch im Falle des »Hütchens« die Vorgehensweise Heines sein, dann wäre es ihm mit dem »welthistorisch« durchaus ernst, so ernst, dass er glaubte, diese erhabene, tragische Ebene kurzfristig verlassen zu müssen, damit sie ihre Bedeutung nicht verlieren und unhaltbar würde.

Ehe den Implikationen von Hegels Ausführungen – und seiner Lehre der welthistorischen Individuen insgesamt – weiter nachgegangen werden soll, sei noch die andere Stelle von Heines Darstellung Napoleons angeführt, in welcher er sich wohl doch auf die Philosophie Hegels bezieht.

(b) Die zweite Anspielung auf Hegel findet sich dort, wo sich Heine bei der Beschreibung von Napoleons »Auge« und »Stirn« über die geistigen Fähigkeiten des Kaisers äußert:

Es war ein Auge klar wie der Himmel, es konnte lesen im Herzen der Menschen, es ah rasch auf einmal alle Dinge dieser Welt, während wir anderen sie nur nach einander und nur ihre gefärbten Schatten sehen. Die Stirne war nicht so klar, es nisteten darauf die Geister zukünftiger Schlachten, und es zuckte bisweilen über dieser Stirn, und das waren die schaffenden Gedanken, die großen Siebenmeilenstiefeln-Gedanken, womit der Geist des Kaisers unsichtbar über die Welt hinschritt – und ich glaubte, jeder dieser Gedanken hätte einen deutschen Schriftsteller, Zeit seines Lebens, vollauf Stoff zum Schreiben gegeben.

Da Hegel verschiedentlich Ausdrücke mit dem Wort »Siebenmeilenstiefel« darin benutzt (die »Siebenmeilenstiefel des Geistes«, des »Weltgeistes« oder auch des »Begriffs«), dürfte er, nicht zuletzt wegen des geschichtsphilosophischen Kontextes, tatsächlich die eigentliche Quelle von Heines Verwendung dieses Terminus bilden. »Siebenmeilenstiefel« bezeichnen sonst in der deutschen Literatur ein Paar Stiefel mit Zauberkraft, die es dem Träger ermöglichen, sich rasch über weite Entfernungen fort zu bewegen, da mit einem Schritt dieser besonderen Stiefel sieben Meilen zurückgelegt werden können. Das Motiv findet sich in verschiedenen Märchen und Erzählungen (Gebrüder Grimm: »Der liebste Roland«, »Der König vom goldenen Berg«, Wilhelm Hauff: »Der kleine Muck«, Ludwig Bechstein: »Der kleine Däumling«, schließlich in Charmissos »Peter Schlemihl«). Auch Heine selbst hatte den Ausdruck, allerdings ohne den politisch-historischen Zusammenhang, schon in dem Gedicht »Auf dem Brocken« in der »Harzreise« (Reisebilder I) benutzt:

Hätt ich Siebenmeilenstiefel,
Lief ich mit der Hast des Windes
Über jene Bergesgipfel,
Nach dem Haus des lieben Kindes.

Wenn er ihn aber in seiner Schilderung Napoleons einsetzt, wendet Heine ihn auf Napoleons »Gedanken« an, also auf die geistige Welt, und auf die »schaffenden Gedanken«, also auch auf die Pläne, die sich in historische Taten des Kaisers verwandelten. Damit nähert er sich dem Sinn und Kontext, in welchem Hegel die »Siebenmeilenstiefel« benutzt. Der Philosoph sprach dann von ihnen, wenn er die sich in Umbruchszeiten plötzlich beschleunigende Gangart des Weltgeistes charakterisieren wollte.[3] Vorher wird der Weltgeist gerade durch seine »Langsamkeit« gekennzeichnet. Er nimmt sich Zeit, die alte Gestalt der Welt von innen auszuhöhlen, zuletzt ist sie nur noch »eine leere Hülse«, dann

Bricht die neue Gestalt hervor. In solchen Zeiten erscheint dann der Geist, als ob er der vorher einen Schneckengang in seiner Entwicklung Rückschritte getan, sich von sich entfernt hätte, die Siebenmeilenstiefel angelegt habe.

Da bei Hegel auch die »welthistorischen Individuen« gerade in den Umbruchzeiten angesiedelt werden, in denen sich eine neue Stufe der Welt vorbereitet, so wird hier spätestens eine nähere Erläuterung dieser Lehre erforderlich. Hegel führt seine Lehre dieser »welthistorischen Individuen« ein, indem er von den »Kollisionen« spricht, die

Zwischen den bestehenden, anerkannten Pflichten, Gesetzen und Rechten und den Möglichkeiten entstehen, welche diesem System entgegengesetzt sind, es verletzen, ja seine Grundlage und Wirklichkeit zerstören und zugleich einen Inhalt haben, der auch gut, im großen vorteilhaft, wesentlich und notwendig scheinen kann. Diese Möglichkeiten werden nun geschichtlich; sie schließen ein Allgemeines anderer Art in sich als das Allgemeine, das in in den Bestehen eines Volkes oder Staates die Basis ausmacht. Dies Allgemeine ist ein Moment der produzierenden Idee, ein Moment der nach sich selbst strebenden und treibenden Wahrheit. Die geschichtlichen Menschen, die welthistorischen Individuen sind diejenigen, in deren Zweck ein solches Allgemeines liegt. […]

Solche Individuen hatten in diesen ihren Zwecken nicht das Bewusstsein der Idee, überhaupt, sondern sie waren praktische und politische Menschen. Aber zugleich waren sie denkende, die die Einsicht hatten von dem, was not und an der Zeit ist. Dies ist eben die Wahrheit ihrer Zeit und ihrer Welt, sozusagen die nächste Gattung, die im Inneren bereits vorhanden war. Ihre Sache war es, dies Allgemeine, die notwendige, nächste Stufe ihrer Welt zu wissen, diese sich zum Zwecke zu machen und ihre Energie in dieselbe zu legen.

Die Kollisionen der alten und neuen Ordnung, die eine neue Stufe der Welt ankündigten, scheint Heine ganz treffend in seiner plastischen Schilderung des schon betrachteten Ritts Napoleons durch die Düsseldorfer Allee zu konkretisieren. Auch seine Rede von den »schaffenden Gedanken« dürften der »produzierenden Idee« in den Ausführungen des Philosophen ziemlich genau entsprechen. Hegel unterscheidet deutlich zwischen den subjektiven Intentionen der welthistorischen Individuen, wo kleinliche Motive und persönliche Ambitionen durchaus eine Rolle spielen, und den eigentlichen Resultaten ihrer Handlungen, die ihnen verborgen bleiben können, aber dennoch der Vernunft oder den Absichten des »Weltgeistes« entsprechen. Vielleicht erwuchsen Napoleons Eroberungen und militärisch-politischen Erfolge also nur seinem Ehrgeiz – dennoch können sich die Resultate, seine Bilanz, sehen lassen, denn er hat mit seinen Gesetzbüchern, insbesondere mit dem »Code civil«, Institutionen geschaffen, die ihn überlebt haben, er hat »seine liberalen Einrichtungen überall verbreitet.« Was in Hegels Lehre anbivalent bleibt – und wohl auch bei Heine nicht eindeutig entschieden wird ‑, ist die Frage, ob und inwieweit die welthistorischen Individuen die volle Bedeutung ihrer eigenen Taten begriffen haben. Es gibt bei Hegel, wie Shlomo Avineri souverän gezeigt hat, hierüber »letztlich […] eine Reihe von einander widersprechenden Aussagen«. Sind die »Geschäftsführer des Weltgeistes« nur die blinden Instrumente, die etwas ausführen, was ihnen selbst verborgen blieb, oder sind sie bewusste Akteure, die »die Einsicht hatten von dem, was […] an der Zeit« war? Da Hegel an einer entscheidenden Stelle von dem »Instinkt« spricht, der sie das vollbringen ließ, »was an und für sich an der Zeit war« , scheint die erste Hypothese Hegels Überzeugung doch näher zu liegen.

Ohne diese weiterführende Frage hier angemessen lösen zu können, ist noch auf einen Aspekt der Hegelschen Stellungnahme zu Napoleons hinzuweisen, der uns zu dem Kern führt, der für Hegels und für Heine entscheidend war. Nichts verdeutlicht Hegels Überzeugung, dass Napoleons der Fortsetzer und Vollender der Französischen Revolution war, wohl so deutlich wie die Tatsache, dass er in seiner Darstellung des »Ganges der Französischen Revolution«[4] die Ereignisse von 1789 bis 1830 bemerkenswerter Weise als einheitlichen Prozess betrachtet, in welchen er Napoleon wie selbstverständlich einordnet und die »fünfzehnjährige Farce«, die auf Napoleon folgen sollte, nicht zuletzt an dessen Leistungen misst.

Den Napoleon umfassenden »Gang der Französischen Revolution« feiert Hegel bekanntlich nicht nur emphatisch feiert, er bestimmt und begründet auch inhaltlich:

Es war dieses somit ein herrlicher Sonnenaufgang. Alle denkenden Wesen haben diese Epoche mitgefeiert. Eine erhabene Rührung hat in jener Zeit geherrscht, ein Euthusiasmus des Geistes hat die Welt durchschauert, als sei es zur wirklichen Versöhnung des Göttlichen mit der Welt nun erst gekommen.

Hegel gelangt hier nämlich »an das letzte Stadium der Geschichte, an unsere Tage, an unsere Welt«, und diese Welt steht unter dem Zeichen von Recht, Freiheit und Gleichheit. Nachdem er das ancien régime wie folgt charakterisiert

Der ganze Zustand Frankreichs in der damaligen Zeit ist ein wüstes Aggregat von Privilegien gegen alle Gedanken und Vernunft überhaupt, ein unsinniger Zustand, womit zugleich die höchste Verdorbenheit der Sitten, des Geistes verbunden ist, ‑ ein Reich des Unrechts […] Der fürchterlich harte Druck, der auf dem Volke lastete […] Das ganze System des Staats erschien als eine Ungerechtigkeit.

legitimiert er, kurz vor der eben zitierten Stelle des »Sonnenaufgangs«, die leider allzu oft  ohne diese Begründung angeführt wird, die Revolution, inklusive ihrer Gewalttätigkeit als notwendige Erzeugung des Rechtszustandes:

Die Veränderung war notwendig gewaltsam, weil die Umgestaltung nicht von der Regierung vorgenommen wurde. […] Der Gedanke, der Begriff des Rechts machte sich mit einem Male geltend, und dagegen konnte das alte Gerüst keinen Widerstand leisten.

Im Mittelpunkt dieses Rechtszustandes, dies wird Hegel auch in diesem Zusammenhang nie müde seinen Lesern einzuprägen, steht aber die Freiheit[5]. Die Freiheit, dies lehrt Hegel grundsätzlicher am Anfang der Geschichtsphilosophie, ist »die Substanz, das Wesen des Geistes«; »die Philosophie […] lehrt uns , dass alle Eigenschaften des Geistes nur durch die Freiheit bestehen«, die Freiheit ist »sich der Zweck, den sie ausführt und der einzige Zweck des Geistes.« So kann Hegel, in seiner berühmten Formulierung, auch die ganze Weltgeschichte als »Fortschritt im Bewusstsein dr Feiheit« bestimmen.

Heine übernimmt die Freiheit als Zentralkriterium für seine Beurteilung Napoleons. Dies lässt sich im Ausblick auch daran festmachen, dass er nie zum bedingungslosen Anhänger Napoleons wurde. Er verherrlicht den »großen Kaiser« nur solange, wie dieser als Träger der Ideen der Freiheit, als Freiheitskämpfer verstanden werden kann. Schon in der »Reise von München nach Genua« tritt nicht nur diese Haltung ganz explizit hervor, sondern auch das Kriterium könnte kaum deutlicher ausgesprochen werden: »Unbedingt liebe ich ihn [Napoleon] nur bis zum achtzehnten Brumaire – da verriet er die Freiheit.« In den 1830er und 1840er Jahren, in Texten wie etwa den »Französischen Zuständen« und der »Lutezia« wird Heine diese kritische Seite in seinen Darstellungen Napoleons fortsetzen und gelegentlich auch akzentuieren. Dennoch hat Höhn sicher Recht, wenn er darauf besteht, dass selbst die Kritik »Heines positives Urteil weder schwanken noch umkippen lässt. In den »Ideen« die hier im Mittelpunkt stehen sollten, ist sicher die positive Würdigung Napoleons dominant, wenngleich auch hier die negative Seite nicht übersehen wird. Wenn Heine in dem entscheidenden Kapitel VIII gleich zweimal, erst in der Gestik, »die eine Hand hielt hoch den Zaum, die andere klopfte gutmütig den Hals des Pferdchens«, dann die Mimik,

Ein Lächeln, das jedes Herz erwärmte und beruhigte, schwebte um die Lippen – und doch wusste man, diese Lippen brauchten nur zu pfeifen – et la Prusse n’exitait plus – diese Lippen brauchten nur zu pfeifen – und die ganze Klerisei hatte ausgeklüngelt – diese Lippen brauchten nur zu pfeifen – und das ganze heilige römische Reich tanzte.

die Ambivalenz betont, welche die ganze Haltung Napoleons charakterisierte, so steckte darin auch die Einsicht in dessen widersprüchliche Natur. Napoleon verstand es eben, das Volk für sich zu gewinnen, nicht zuletzt weil er oft dessen Interessen vertrat – doch »wusste er« auch, wie Hegel über ihn schrieb »zu herrschen« oder den Zaum des Pferdchens hochzuhalten, wie es Heine ausdrückte.


[1] Neben den entscheidenden, einschlägigen Arbeiten von Klaus Briegleb, von denen hier nur drei zitiert werden sollen – K. Briegleb: Opfer Heine? Versuche über Schriftzüge der Revolution. Frankfurt/Main 1986; Ders.: Abgesang auf die Geschichte? Heines jüdisch-poetische Hegelrezeption. In: Gerhard Höhn (Hg.): Heinrich Heine; Ästhetisch-politische Profile. Frankfurt/Main [1991], 1997, S. 17-37; Ders.: Bei den Wassern Babels. Heinrich Heine jüdischer Schriftsteller in der Moderne. München 1997 --, wären hierzu zwei ältere Studien zu nennen: Eduard Krüger: Heine und Hegel. Dichtung, Philosophie und Politik bei heinrich Heine. Kronberg/Taunus 1977; Jean-Pierre Lefebvre: Der gute Trommler. Heines Beziehung zu Hegel. Hamburg 1986

[2] Vgl. hierzu das Ende des XI. Kapitels: »Während ich das Ende des vorigen Kapitels schieb, und Ihnen erzählte, wie Monsieur Le Grand starb, und ich das restamntum militare, das in seinem langen letzten Blicke lag, gewissenhaft exekutierte, da klopfte es an meine Stubentüre, und herein trat eine arme, alte Frau, die mich freundlich frug: Ob ich ein Doktor sei? Und als ich dies bejahte, bat sie mich recht freundlich, mit ihr nach Hause zu gehen, um dort ihren Mann die Hühneraugen zu schneiden.«

[3] Unter den Interpreten Hegels, die sich dieser Stelle annehmen, sei besonders auf Ernst Bloch verwiesen: E. Bloch: Sujekt – Objekt. Erläuterungen zu Hegel [1951], Erweiterte Ausgabe: Frankfurt/Main 1972, S. 230

[4] N. Waszek: 1789, 1830 und kein Ende. Hegel und die Französische Revolution -  In: U. Hermann und J. Oelkers (Hg.): Französische Revolution und Pädagogik der Moderne. Weinheim/Basel 1989, S. 347-359

[5] Zum Beispiel: »Zweck […] des Staates [ist es], die natürlichen Rechte aufrechtzuerhalten; das natürliche Recht aber ist die Freiheit, und die weitere Bestimmung derselben ist die Gleichheit in den Rechten vor dem Gesetz.« Oder auch: »Die Gesetze der Vernünftigkeit des Rechts an sich, die objektive oder die reelle Freiheit«; Hegel: Werke (Anm. 40), Bd. 12, S. 525 und 529

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