EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Das Schicksal der Soldaten

Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel (1735-1806) war seit 1780 Fürst von Braunschweig Wolfenbüttel. Im Feldzug von 1806 führte der Herzog von Braunschweig die preußischen Truppen bei Auerstedt.
Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig Wolfenbüttel (1735-1806)

Als während des Gefechts bei Bacharach am Rhein im Jahre 1792 der Major Christian von Massenbach, neben dem Herzog Karl von Braunschweig haltend, auf dessen Befehl gerade mit einem Auftrag zum General Wolffradt angetrabt war, schlug genau an der Stelle, wo er bislang gehalten, eine Kanonenkugel ein.

Bei seiner Rückkehr sagte der Herzog: »Diese hier war für Sie bestimmt. Diesmal habe ich Sie gerettet.« Kurz zuvor hatte Major von Massenbach den Herzog in gleicher Situation vor dem Tode bewahren können. Und nun begann der Herzog - inmitten der fortdauernden, heftiger werdenden Kanonade - ein philosophisches Gespräch über die Bestimmung und das Schicksal des Menschen.

»Glauben Sie mir,« so schloss er, »es fällt keiner, der nicht fallen soll. Unsere Schicksale sind bestimmt. Was bleibt dem Soldaten auch übrig, als sich an diesen Glauben zu halten.«

Letzte Änderung der Seite: 03. 10. 2017 - 23:10